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Crowdfunding: So funktioniert die Schwarmfinanzierung für Projekte


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Was steckt hinter der Bezeichnung Crowdfunding? Welche Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen? Dies und mehr über die Schwarmfinanzierung erfahren Sie in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Begriff Crowdfunding steht für die Finanzierung einer Sache oder eines Projektes durch viele Geldgeber.
  • Jeder, der sich an einer Schwarmfinanzierung beteiligt, erhält im Gegenzug entweder Sachgüter oder Vorrechte. Die Gegenleistungen beziehen sich auf das Projekt.
  • Crowdinvesting geht mit der einer Gewinnbeteiligung oder mit Zinsen für die Anleger einher.
  • Es ist ratsam, vor der Teilnahme an einem Crowdfunding in Erfahrung zu bringen, welche Folgen es hat, wenn das geplante Projekt misslingt.

Geld für Projekte

Ein Projekt planen und es verwirklichen sind zwei verschiedene Dinge. Geld für die Umsetzung kann durch Crowdfunding zur Verfügung stehen.

Das aus dem Amerikanischen stammende Wort „Crowdfunding“ ist mit „Schwarmfinanzierung“ zu übersetzen. Diese Finanzierungsform für Projekte und Vorhaben unterschiedlicher Art ist noch recht jung. Wer finanzielle und nicht-finanzielle Unterstützung für ein bestimmtes Vorhaben sucht, kann unter diversen Crowdfunding-Plattformen wählen, um sein Projekt zu präsentieren. Vorrangig geht es darum, eine größere Zahl kleiner Geldgeber zu finden und das Projekt umzusetzen.

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Kreative Projekte realisieren

Crowdfunding bietet sich vor allem für kulturelle und künstlerische Projekte an. Für den Projektbetreiber erübrigt sich die Kreditaufnahme.

Anfangs waren es vornehmlich Projekte künstlerischer oder kultureller Art, die vom Crowdfunding profitierten. Mittlerweile nutzen Initiatoren verschiedenster Vorhaben das Instrument der Schwarmfinanzierung. Dies gibt Gelegenheit, auf einen Kredit verzichten zu können.

Eine Möglichkeit des Crowdfunding sieht vor, dass Fans einem Musiker, Künstler oder Autor finanziell helfen, ein neues Werk in die Tat umzusetzen. Zum Beispiel könnte sich der Autor eines Reisebuchs die Reise von einem Schwarm bezahlen lassen. Die Grundlage für das Buch wäre somit finanziert. Ein anderes Beispiel ist ein Musiker, der mithilfe von Crowdfunding die professionelle Songaufnahme im Tonstudio bezahlt.

Gegenleistungen beim Crowdfunding

Wer Geld gibt, erwartet üblicherweise eine Art Gegenleistung. Im Fall von Crowdfunding kann diese recht unterschiedlich ausfallen.

Da niemand den Erfolg eines Projektes hundertprozentig vorhersagen kann, ist die Teilnahme am Crowdfunding eher als Spende und weniger als Finanzierung zu betrachten. Schließlich können Sie weder mit Zinsen noch mit einer Gewinnausschüttung rechnen. Vielmehr besteht die Gegenleistung aus Privilegien oder Sachgütern, die mit dem Projekt zusammenhängen. Als Schwarmmitglied, das ein Buchprojekt mitfinanziert, erhalten Sie beispielsweise ein signiertes Buch oder eine exklusive Lesung. Im Fall eines Filmprojektes kann der Dank für den Geldbetrag darin bestehen, dass Sie namentlich im Filmabspann genannt werden. Musiker, die Crowdfunding nutzen, laden die Geldgeber zu Konzerten und Backstage-Begegnungen ein.

Was Sie letztlich als Gegenleistung für Ihre Spende bekommen, hängt zumeist auch von der Höhe des Geldbetrages ab: Der Gegenwert steigt mit zunehmender Betragshöhe. Steuerliche Vorteile durch eine Crowdfunding-Teilnahme haben Sie, wenn Sie eine Spendenquittung erhalten.

Crowdfunding versus Crowdinvesting

Crowdfunding hat mit Crowdinvesting viel gemein. Trotzdem gibt es wichtige Unterschiede.

Jeder, der im Rahmen von Crowdfunding Geld vergibt, legt sein Geld nicht auf klassische Weise an, sondern spendet es. Crowdinvesting hingegen ist durchaus als Geldanlage klassischer Art zu bezeichnen: Üblicherweise ist die finanzielle Rendite von Bedeutung. Für beide Varianten der Schwarmfinanzierung – für Crowdfunding wie für Crowdinvesting – existieren Online-Plattformen. Tatsächlich lässt sich die eine von der anderen Art nicht klar abgrenzen. Wenn Sie mehr über die Unterschiede und über wichtige Merkmale des Crowdfundings erfahren möchten, können Sie sich hier informieren.

Schneeballsysteme erkennen und meiden

Auf der Suche nach Crowdfunding-Angeboten treffen Interessierte ab und zu auf vermeintlich attraktive Geldanlagen. In diesen Fällen kann es sich um illegale Schneeballsysteme handeln, die den Verlust von viel Geld bedeuten können. Erfahren Sie hier, wie Sie ein Schneeballsystem erkennen.

Zusammenfassung

Wichtiges in Zusammenhang mit Crowdfunding

  • Bringen Sie vor der Spende in Erfahrung, ob Sie im Fall eines Misslingens des Projektes Ihr Geld zurückerhalten.
  • Was findet sich in den AGBs der betreffenden Crowdfunding-Plattform zum Thema Scheitern des Projektes?
  • Mitspracherecht und Entscheidungsbefugnis sehen die meisten Crowdfunding-Beteiligungen nicht vor.
  • Nutzen Sie mögliche steuerliche Vorteile und lassen Sie sich eine Spendenquittung für Ihre Investition ausstellen.

Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Crowdfunding

1. Sind Mindestbeiträge beim Crowdfunding üblich?

Es ist möglich, sich mit einigen wenigen Euro, aber auch mit größeren Beträgen zu beteiligen. Für bestimmte Gegenleistungen wie die Teilnahme an Vorführungen sind sehr wohl Mindestbeträge zu zahlen.

2. Was spricht für Crowdfunding?

Eine rasche Finanzierung ohne Kreditaufnahme ist möglich. Die Crowd kann an wichtigen Entscheidungen teilhaben und idealerweise Verbesserungsvorschläge machen.

3. Wer hat Crowdfunding erfunden?

Das Wort Crowdfunding geht auf das Jahr 2006 zurück und ist dem US-Amerikaner Michael Sullivan zu verdanken. Online-Plattformen für Crowdfunding gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2010.

4. Worin unterscheiden sich Crowdfunding und klassische Finanzierung?

Crowdfunding setzt eine Veröffentlichung des Projektes voraus, um Financiers zu gewinnen. Über eine traditionelle Finanzierung entscheidet ein Kreditinstitut. Eine wichtige Rolle spielen hierbei stets Sicherheiten, die der Kreditnehmer bieten kann.

5. Wie erkennt man einen seriösen Anbieter für Crowdfunding?

Bevor Sie sich an einer Schwarmfinanzierung beteiligen, sollten Sie das jeweilige Projekt gut kennen. Nur wenn es erfolgversprechend zu scheint, ist eine Investition zu empfehlen. Lockt der Initiator mit großartigen Versprechungen, ist Misstrauen angebracht.

Fazit

Die moderne Finanzierungsart Crowdfunding ist ein attraktives Instrument zur Bezahlung von Projekten. Die Anbieter des Crowdfunding haben die Chance, eine Online-Plattform zu nutzen, um ihr Vorhaben zu veröffentlichen. Interessenten können sich zunächst eingehend informieren und anschließend den für richtig empfundenen Betrag einzahlen. Der Projektbetreiber hat den Vorteil, keinen Kredit beantragen zu müssen. Die Schwarmmitglieder profitieren von besonderen Vorzügen und Sachgütern.

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