Zeckensaison gestartet: Vorsicht vor Zecken(bissen) – Neue Risikogebiete!


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Der milde Winter hat dafür gesorgt, dass nicht nur Spinnen und Schnecken und anderes Getiers überlebt haben. Auch die Zecken sind nicht gestorben. Und da wir jetzt schon sehr frühlingshafte Temperaturen haben, sind die Spinnentiere auch schon wieder aktiv. Vorsicht: die Zeckengebiete weiten sich aus.

Viele Autofahrer wird es gefreut haben, dass diesen Winter die Straßen von Eis und Schneeglätte befreit waren. Die Fahrt in den Winterurlaub war dadurch sicher angenehmer, wenngleich auch nicht stressfreier. Denn die Ferien sorgen für ordentlich volle Straßen.

Aber nicht nur die Autofahrer freuen sich. Auch viele Insekten haben Glück. Denn aufgrund des milden Wetters überleben sie in ihren Verstecken und kommen so langsam wieder hervor. Das trifft auch auf die Zecken zu. Durch die frühlingshaften Temperaturen werden die Blutsauger schon wieder aktiv – und das im Februar.

Zeckensaison verlängert

Normal dauert eine Zeckensaison etwa von März bis Ende Oktober. Doch durch den milden Winter sind die Krabbeltiere mittlerweile ganzjährig aktiv. Der Jenaer Zeckenforscher Jochen Süss teilt mit, dass die Zecken ab sieben Grad Bodentemperatur auf die Suche nach ihrem nächsten Opfer gehen.

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Gefährliche Zeckengebiete weiten sich aus

Mit Dresden, Meißen und dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen gibt es außerhalb des Südens Deutschlands drei zusätzliche Zeckengebiete, in denen verstärkt Krankheiten übertragen werden. Diese wurden vom Robert Koch Institut als FSME-Risikogebiet definiert, weil die Anzahl der übermittelten FSME-Erkrankungen signifikant höher waren. 

Zecken als Krankheitsüberträger

Zecken können verschiedene Krankheiten wie beispielsweise Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen.

Durch Vögel werden auch nichteinheimische Zecken eingeschleppt. Normalerweise überleben diese den Winter nicht, da sie aus wärmeren Regionen wie Nordafrika oder Südeuropa kommen. Doch fällt der Winter so mild aus wie der 2019/2020 haben auch die nicht einheimischen Arten, die Chance zu überleben.

So ist die Hyalomma-Zecke nicht nur größer als der Gemeine Holzbock. Süss erklärt, dass sie sich auch mit einem hohen Tempo auf seinen Wirt zubewegt. Die Hyalomma-Zecke kann Überträger des gefährlichen Krim-Kongo-Fieber-Virus sein. Die Infektion mit dem Virus verläuft meist mit Fieber und kann auch tödlich enden. In Deutschland traten solche Fälle bisher nur nach Reisen auf.


Wie können Sie sich vor Zecken schützen?

Für die FSME-Risiko-Gebiete gibt es Schutzimpfungen. Borreliose dagegen wird von Bakterien übertragen. Hier gibt es keinen zugelassenen Impfstoff.

Sie selber können auch dafür sorgen, dass Sie nicht gebissen werden. Tragen Sie lange und helle Kleidung. Dadurch wird den kleinen Krabbeltieren der Zugang zur Haut erschwert. Auf heller Kleidung erkennen Sie die Blutsauger auch viel besser. Außerdem sollten Sie sich mit einem Anti-Insektenspray am Körper und auf der Kleidung einsprühen.

Waren Sie in der Natur unterwegs sollten Sie sich immer ganz genau absuchen. Und sollte doch einmal eine Zecke zugestochen haben, nehmen Sie eine Pinzette, Zeckenzange oder Zeckenkarte und versuchen das Tier so nah wie möglich an Ihrer Haus gerade herauszuziehen. Keine Drehungen und schiefen Bewegungen machen. Wichtig ist, dass Sie die Zecke entfernen (lassen).

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