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Wie baut ein ETF einen Index nach? Informieren Sie sich gründlich und treffen Sie eine Entscheidung für eine der drei Verfahren


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In der Regel bilden die ETFs nur eine Wertenwicklung des Börsenindex nach und für diesen Nachbau nuten die Fondsgesellschaften drei spezielle Verfahren. Der Nachbau wird als Replikation bezeichnet und die drei Verfahren sind die vollständige, die optimierte und die synthetische Replikation.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die ETFs nutzen den vollständigen, den optimierten und den synthetischen Nachbau.
  • Alle drei Verfahren haben ihre Berechtigung.
  • Informieren Sie sich mit Hilfe eines Verkaufsprospekts oder dem Jahresbericht darüber, was mit Ihrem Geld passiert.

Die vollständige, die optimierte und die synthetische Replikation haben alle ihre Berechtigung und wir stellen Ihnen die drei Verfahren kurz vor.

Sie wollen wissen, was mit Ihrem Geld passiert, dann lesen Sie sich den Jahresbericht der ETFs an oder schauen Sie im Verkaufsprospekt nach.

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Die vollständige Replikation

Die vollständige Replikation wird auch als physische Replikation bezeichnet und bedeutet, dass ein ETF alle Wertpapiere beinhaltet, die im Index zu finden sind.

Ein vollständig replizierter ETF enthält also alle 30 Aktien eines Unternehmens zu jeder Zeit, wenn die Wertentwicklung nach dem DAX geht. Jeder Aktienanteil am Fondsvermögen ist genauso groß wie die Gewichtung der Aktie im vorhandenen Index.

In regelmäßigen Abständen ändert sich die Zusammensetzung der Indizes, denn es werden neue Aktien aufgenommen oder sie verlassen den Index. In einem solchen Fall vollzieht der ETF Bewegungen im Index nach, denn das passiert beim Kauf oder Verkauf der Wertpapiere.

Der Aktienindex DJ Stoxx 600

Das Verfahren hat einen großen Nachteil, denn bei der Abbildung eines Index entstehen Kosten. Gerade wenn in dem Index verschiedene Aktien enthalten sind. Der Aktienindex DJ Stoxx 600 beinhaltet 600 Einzelaktien und der MSCI World umfasst sogar 1.600 Aktien. Vollständig replizierte ETFs müssen in solchen Indizes also ziemlich viel verkauft und gekauft werden, damit es zu einer Abbildung kommt und somit kommt es zu Gebühren, die durch den Kauf entstehen. Dazu kommen noch einige Nachteile im Bereich der Besteuerung von Dividenden oder auch zu Verzögerungen in der Zahlung an den Fond, die den Index selber vielleicht nicht betreffen.

Die Anbieter solcher ETFs behalten sich meist das Recht vor, dass Sie die im Besitz befindlichen Aktien verleihen und dieser Vorgang wird als Wertpapierleihe bezeichnet. Im Prospekt ist genau geregelt welcher Teil der Erträge dem Anleger zufließt. Gesetzlich ist das Risiko der Wertpapierleihe begrenzt, denn ohne Stellung von hochwertigen Sicherheiten ist eine Leihe nicht erlaubt.

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Die optimierte Replikation

Die optimierte Replikation wird auch als physische Replikation mittels Sampling bezeichnet und das bedeutet, dass Sie ETF mit einem Teil der Wertpapiere besitzen, die im Index abgebildet sind.

Der ausgesuchte ETF verfolgt die Wertentwicklung des MSCI All Country World oder des FTSE ALL World, dann sind nicht alle 3.000 Aktien enthalten, sondern nur eine kleine optimierte Auswahl. Die Einschränkung sorgt allerdings nicht dafür, dass es zu einer Gefährdung des Ziels der ETFs kommt, denn die Wertentwicklung entspricht immer genau der Entwicklung des Index.

Der Vorteil der optimierten Replikation sind die geringen Kosten und dieser Vorteil soll deutlich größer sein als der Nachteil von einer geringen Risikostreuung. Aus dem Grund ist das Verfahren auch am weitesten verbreitet, denn trotzdem wird die Wertpapierleihe mit diesem Verfahren genauso praktiziert wie mit der vollständigen Replikation.

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Die synthetische Replikation

Bei der synthetischen Replikation, die auch als Swap-ETFs bezeichnet werden, handelt es sich um Wertpapiere, die den Index abzeichnen, aber ohne, dass Sie diese wirklich im Besitz haben.

Das bedeutet in der Praxis, dass der ETF den Dax zwar abbildet, aber keine einzige Aktie besitzen muss, die im Dax enthalten ist. Der ETF kann auch aus anderen Aktien, einigen Anleihen oder einer einzigen Swap-Position bestehen.

Aber schafft man es dann noch die Entwicklung des Dax nachzuvollziehen? Ja, denn das macht der sogenannte Swap. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Vereinbarung zwischen der ETF und der Investmentbank. Der Swap wird in der Regel zwischen dem ETF einer Fondsgesellschaft und der Investmentbank des Konzerns abgeschlossen. Mit Hilfe dieser Vereinbarung verpflichtet sich die Investmentbank, dem Fonds immer und zu jeder Zeit die Entwicklung des Wertes des abzubildenden Index zu liefern. Als Gegenleistung bekommt die Investmentbank die Wertentwicklung des Wertpapierkorbs, welchen der Fonds real besitzt. Im Grunde handelt es sich bei dem Swap eigentlich nur um einen Tausch, denn auch das Wort selber stammt aus dem Englischen und Tausch ist die deutsche Bedeutung.

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Die Kosten der Indexabbildung soll durch die synthetische Replikation gesenkt werden. Die hohe Komplexität soll ein großer Nachteil sein, aber wenn Sie genau hinschauen, dann sind alle Investmentfonds komplexe Geldanlagen. Ein Blick in die umfangreichen Verkaufsprospekte reicht für diesen Eindruck aus. Das Risiko soll deutlich höher sein als bei den vollständig replizierten Fonds, zumindest wird so argumentiert, denn wenn der Swap-Vertragspartner zahlungsunfähig wird, dann geht ein Teil des Fondsvermögens verloren. Auch bei allen anderen Fonds könnte dies der Fall sein, denn der Kauf von Swaps und OTC-Derivaten ist normal. Auch bei den replizierten Fonds wird die Wertpapierleihe praktiziert und somit ist auch hier das Zahlungsunfähigkeitsrisiko vorhanden.

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Aktienfonds halten keine Aktien

Die Anleger sind irritiert, dass die Aktienfonds ihre Aktien verleihen können und auch, dass sie komplexe Derivate kaufen oder Swap-Vereinbarung machen können.

Nur sehr wenige Fonds begrenzen das Anlageuniversum und schließen Swap-Vereinbarung oder die Wertpapierleihe aus. Das dadurch entstehende Risiko wird anhand der EU-weit rechtlichen Vorgaben reduziert und liegt nur noch bei höchstens 10%.

Allerdings wird sich das Risiko nur realisieren, wenn die hinterlegten Sicherheiten für die Swap-Vereinbarungen oder die Wertpapierleihe wertlos werden würden. Bislang kam es dazu aber nicht und auch nicht in der letzten Finanzkrise.

Weichen Sie auf ETFs von Anbietern aus, die nicht Teil eines Bankkonzerns sind, wenn Sie mögliche Interessenkonflikte vermeiden wollen, die eventuell zwischen der konzerneigenen Fondsgesellschaft und der Investmentbank bestehen.

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema ETF

1. Was ist ein Index ETF?

Bei den ETFs handelt es sich um börsengehandelte Indexfonds, die zurzeit voll im Trend liegen. Hierbei handelt es sich um Fonds, die eine Wertenwicklung nach dem Börsenindex nachbauen.

2. Was macht ein Index?

In der Regel setzt sich der Index aus verschiedenen Wertpapieren zusammen und repräsentiert den Aktienmarkt.

3. Kann ein ETF Pleite gehen?

Natürlich kann ein ETF Pleite gehen, denn wenn viele Aktien schlagartig auf den Markt kommen, dann verlieren sie an Wert, aber das ist nicht nur bei den ETFs möglich.

4. Was spricht gegen die ETFs?

Die größte Gefahr bei den ETFs ist, dass die Anleger hohe Gebühren zahlen müssen, denn die ETF-Anbieter sind in der Regel große Bankkonzerne.

5. Kann der MSCI World Pleite gehen?

Ein kompletter Verlust des MSCI World würde bedeuten, dass alle 1.600 Aktien Pleite gehen und somit den Wert verlieren. Die Chancen dafür sind eher gegen Null.

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Fazit

ETFs sind voll im Trend und immer mehr Anleger setzen auf diese Art der Anlagenform. Im Grunde bilden die ETFs eigentlich nur die Wertentwicklung nach und dazu sind drei Verfahren im Umlauf. Jedes Verfahren hat seine Vor- und Nachteile, so dass Sie sich am besten vorab sehr gut informieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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