Höhle der Löwen: E-Mail mit Bitcoin-Angeboten führt zu Anlagebetrug


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Immer häufiger nutzen Kriminelle für ihre dubiose Werbung das Gesicht von Prominenten. Besonders häufig wird Werbung per E-Mail mit der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ gemacht. Es geht um vermeintlich lukrative Geldanlagen, die letztlich im Verlust Ihrer Investition enden.

Man muss schon zugegeben, dass Betrüger tatsächlich kreativ sein können. Bei der Werbung neuer Opfer setzen dubiose Geschäftemacher immer wieder auf neue Vorgehensweisen. In letzter Zeit wird vermehrt die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ als Klickmagnet genutzt. Und das Konzept geht auf. Immer mehr Opfer melden sich bei der Polizei und erstatten Anzeige. Meist geht es darum , dass Sie Geld für eine angeblich absolut sichere Kapitalanlage investiert haben. Von der Investition sehen die Opfer natürlich nichts mehr.

Die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ mit dem deutschen Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer als Aushängeschild eignet sich natürlich besonders, um dubiose Geldanlagen zu bewerben. Traditionell stellen in der TV-Sendung Startups, Erfinder und Unternehmensgründer ihr Geschäftsmodell oder ihre Produkte vor. Naturgemäß sind diese oft außergewöhnlich und innovativ. Ziel der Bewerber ist es, dass die Juroren mit Risikokapital in das jeweilige Unternehmen einsteigen. Kriminelle nutzen den Bekanntheitsgrad der Sendung, um für ihre dubiosen Geschäfte zu werben.

„Die Höhle der Löwen“ wirbt scheinbar für Bitcoin-Geschäfte

Zunächst versenden die Kriminellen gefälschte E-Mails. Diese suggerieren, dass eine Geschäftsidee in der TV-Sendung vorgestellt wurde. Ein Klick auf den Link führt Sie zu einer Art Onlineartikel. Dort wird die Geldanlageform noch einmal im Detail erklärt. Obwohl der Artikel echt wirkt, handelt es sich natürlich um eine Fälschung. Auch der Inhalt ist frei erfunden. Denn in der Veröffentlichung werben die prominenten Juroren für das Geschäftsmodell, was ebenfalls frei erfunden ist. Doch bekannte Logos und große Bilder sorgen oft dafür, dass ahnungslose Verbraucher dem Text Glauben schenken und letztlich sogar Geld investieren und verlieren.

Wichtig: Die Sendung „Die Höhle der Löwen“ sowie die abgebildeten Prominenten haben weder etwas mit dem Betrug zu tun, noch wurde das Geschäftskonzept in der TV-Sendung vorgestellt. Die Namen der Promis und der Sendung werden missbräuchlich verwendet.

2020-02-19 Die Höhle der Löwe Fake-Werbung Bitcoin Geldanlage
So beginnt der gefälschte Artikel zur TV-Sendung. Mit den Promis und den bekannten Logos sollen ahnungslose Verbraucher in die Geldanlage-Falle gelockt werden.(Quelle: Screenshot)

Im Artikel wird auf unterschiedliche Weise erklärt, dass die Juroren Frank Thelen, Georg Kofler, Carsten Maschmeyer, Dagmar Wohrl oder Ralf Dümmel natürlich misstrauisch waren. Letztlich haben sie das System jedoch überprüft und selbst die Mindestinvestition von 250 Euro bezahlt. Und natürlich stellten die Promis fest, dass sich das Geld wirklich vermehrt. Mit Zitaten und großen Bildern wird das zusätzlich glaubhaft gemacht. Glauben Sie den Unfug nicht. es ist eine lüge. Auch die Berichte von Lesern auf der Webseite sind ausgedacht und entsprechen nicht der Wahrheit.

Im letzten Schritt sollen Sie diese Geldmaschine selbst einmal ausprobieren und erfahren, wie einfach es ist mit Bitcoin auf der Handelsplattform Geld zu verdienen. Und schon geraten Sie in die Bitcoin-Falle, aus der Sie nicht mehr herauskommen. Die Ersteinzahlung klingt mit 250 Euro zwar sehr niedrig, doch schon sehr bald werden Sie freiwillig weiteres Geld einzahlen.

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So werden Sie auf unseriösen Handelsplattformen betrogen

Zunächst geht es nur darum, dass Sie einen Link in der E-Mail oder dem dazugehörigen Artikel anklicken. Dieser bringt Sie scheinbar zu dem Anbieter des Systems. Die Seiten wechseln permanent,  werden häufig auf Servern im Ausland gehostet und sind über einen Anonymisierungsdienst registriert. Das bedeutet, dass der eigentliche Betreiber der Webseite nicht in Erscheinung treten möchte. Inhaltlich geht es um sogenannte Geldmaschinen. In einem Video wird teils der Eindruck erweckt, dass Sie durch Investitionen in den Bitcoin ganz schnell und ohne Risiko viel Geld verdienen können. Wir haben in der Vergangenheit schon häufiger über sogenannte Geldmaschinen berichtet, die mehr versprechen als sie halten.

Um an das Geld der Opfer zu gelangen, werden nach der ersten Investition in Höhe von 250 Euro auf der Handelsplattform schon einmal virtuelle Erträge auf dem ebenfalls virtuellen Konto des Kunden ausgewiesen. Doch zu diesem Zeitpunkt ist das Geld längst weg. Die erfolgreichen Finanzbroker, welche telefonisch mit dem Kunden in Kontakt treten, offerieren den ganz großen Deal. Dazu soll noch einmal Geld nachgeschoben werden. Je mehr, umso besser. Schließlich erhöht sich dann auch der Gewinn.

Sobald das Geld des Investoren eingezahlt ist, wird dieses ins Ausland abgezweigt. Die vermeintlichen Handelsplattformen und Broker haben in der Regel keine Zulassung. Häufig sitzen die Firmen im Ausland oder existieren überhaupt nicht. Doch davon merken die Geldanleger erst dann etwas, wenn sie sich Ihr Geld wieder auszahlen lassen möchten. Denn häufig bricht der Kontakt zu dem Broker und der Handelsplattform dann ab.

Schützen Sie sich vor Geldanlage-Betrug

Fallen Sie auf die vollmundigen Versprechen von Kriminellen nicht herein. Das gilt vor allem dann, wenn bekannte Gesichter vorgeschoben werden. Prominente werben nicht für dubiose Geldanlagen bei unbekannten Firmen im Internet. Da spielt es gar keine Rolle, um welchen Prominenten es sich letztlich handelt. Fallen Sie auf die billigen Tricks nicht herein und lassen Sie sich von der niedrigen Ersteinzahlung in Höhe von 250 Euro nicht ködern.

In unserem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie mit Geldanlagen im Internet abgezockt werden und wie Sie sich davor schützen können. Sehen Sie sich zudem unsere Warnungen an. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt immer häufiger vor unseriösen Unternehmen. Diese besitzen keine Erlaubnis der BaFin zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen. Mit unserer Anleitung können Sie selbst überprüfen, ob ein Finanzdienstleister überhaupt eine Erlaubnis der BaFin besitzt. Ist das nicht der Fall, sollten Sie die Hände davon lassen.


Melden Sie dubiose Werbung für Geldanlagen

Sie haben ebenfalls eine Werbung für eine dubiose Geldanlage gesehen? Bitte melden Sie diese Nachricht, indem Sie die E-Mail an [email protected] weiterleiten. Wir prüfen den Sachverhalt und geben bei Bedarf eine Warnung heraus, um andere Nutzer vor der Kostenfalle zu schützen.

Diesen Webseiten sollten Sie nicht trauen

Die nachfolgenden Webseiten wurden von unseren Kunden bereits gemeldet. Wir haben diese geprüft und sind bei unserer Sicherheitsanalyse zu dem Ergebnis gekommen, dass diese unseriös sind. Von einer Anmeldung mit Ihren persönlichen Daten oder gar einer Einzahlung raten wir dringend ab. Meist wurden die Webseiten über einen Anonymisierungsdienst registriert und es fehlt das Impressum.

  • Daily Profit auf cryptoleader.net | Anonymisierungsdienst | Server: USA | Kein Impressum
  • topinvestus.co | Anonymisierungsdienst | Server: USA | Kein Impressum
  • bitqsapp.com | Anonymisierungsdienst | Server: Litauen | Kein Impressum
  • Globalix.co | Anonymisierungsdienst | Server: Asien | Kein Impressum
  • earnmoney.live | Anonymisierungsdienst | Server: USA | Kein Impressum
  • funds-recovery.com | Anonymisierungsdienst | Server: USA | Kein Impressum
  • fx-leader.com | Anonymisierungsdienst | Server: USA | Kein Impressum | 12.06.2020
  • btcbrokerz.com | Anonymisierungsdienst | Server: USA | Kein Impressum | 29.06.2020

Sie haben ebenfalls eine E-Mail bekommen oder eine Webseite im Internet mit dubiosen Geldanlagen gesehen? Bitte senden Sie uns die Webseite an [email protected], damit wir diese nach Prüfung hier hinzufügen können.

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Ein Gedanke zu „Höhle der Löwen: E-Mail mit Bitcoin-Angeboten führt zu Anlagebetrug“

  1. Ich bin schon mal fast auf solche Gauner hereingefallen; 24option.com müsste das gewesen sein und zwar schon 2016. Damals hatte ich noch Facebook, war dort auch unterwegs als ich plötzlich diesen interessanten Artikel sah. Ein Büroangestellter relativ unbekannt, der bloß zu Mindestlohnkonditionen abgespeist wurde, der die 250 Euro auf 24option.com einzahlte und gleich mal voll die Kohle abgeschöpft hat. Auf Grund meiner damaligen finanziellen Lage, klang das recht attraktiv und ich registrierte mich sofort auf der Page.

    Es rief mich gleich ein Herr Jan Wolter an und fragte ob das tatsächlich mit der Registrierung so gewollt war von mir. Ich bejahte und hab mir sogar überlegt die 250 Euro einzuzahlen. Hab andauernd Newsletter von 24option erhalten, aber nach ca. 3 Monaten war auf einmal Schluss. Jetzt haben die mittlerweile veraltete Daten von mir; ich hab mittlerweile geheiratet, den Nachnamen von meinem Mann angenommen, wohne zwar noch in der selben Stadt aber in einem anderen Stadtteil und habe wegen einer privaten Geschichte eine andere Mailadresse. Das Einzigste was noch stimmmt ist das hier:

    Tatjana

    P.S.: Hab den Jan noch eingespeichert. Soll ich mal anrufen und nachfragen wie es ihm geht? 🙂

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