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Begutachtung durch den MDK: So können Sie sich vorbereiten – Tipps


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Achten Sie bitte darauf, dass im Moment wegen der Corona-Pandemie zum Teil nur telefonische Begutachtungen erfolgen. Die Begutachtung beinhaltet diese sechs Lebensbereiche. Diese werden geprüft, damit der Pflegegrad ermittelt werden kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachdem Sie den Pflegegrad beantragt haben, wird die Pflegekasse den MDK einschalten. Der Medizinische Dienst der Krankenkasse wird die Pflegebedürftigkeit überprüfen.
  • Für die Begutachtung können Sie sich vorbereiten. Lassen Sie zum Termin einen Angehörigen oder Ihren Pfleger anwesend sein.
  • Sie können einen Widerspruch einlegen, wenn Sie denken, der Bescheid der Pflegekasse wäre nicht richtig.

Die Terminankündigung

Nachdem Sie den Pflegegrad beantragt haben, wir die Pflegekasse den Medizinischen Dienst der Krankenkassen beauftragen, Ihre Pflegebedürftigkeit zu prüfen.

Sofern Sie privat pflegeversichert sind, wird der Gutachterdienst Medicproof zu Prüfung vornehmen.

Damit Sie sich vorbereiten können und auch ein Angehöriger oder Ihr Pfleger anwesend sein kann, wird sich der Gutachter per Termin ankündigen.

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Was umfasst die Überprüfung?

Beim Gutachter handelt es sich meist um einen Arzt oder eine Pflegefachkraft, der begutachten wird, wie es um Ihre Einschränkungen, Probleme und die Alltagsbewältigung steht. 

Dabei arbeitet er einen festgelegten Fragenkatalog ab, damit jede Prüfung gleich verläuft.

Während der Begutachtung schaut der Gutachter sechs Lebensbereiche ganz genau an und prüft, wie es um die Selbstständigkeit steht:

  • Mobilität
  • Psychische Probleme und Verhaltensmuster
  • Grad der kommunikativen und kognitiven Fertigkeiten
  • Selbstversorgung
  • Umgang mit therapie- und krankheitsbedingten Anforderungen sowie Belastungen und deren eigenständige Bewältigung
  • Soziale Kontakte und Gestaltung des Alltags

Ferner wird überprüft, in wie weit außerhäusliche Aktivitäten und die Haushaltsführung gelingen. Obgleich diese Punkte aber nicht für die Bewertung berücksichtigt werden.

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Die Vorbereitung

Holen Sie sich schon vor der Begutachtung Informationen, welche Punkte für die Einstufung des Pflegegrades nötig sind.

Der Ratgeber „Das Pflegegutachten“ kann Ihnen eine sehr gute Hilfe sein. Darin können Sie auch eine Pflege-Checkliste finden. Sofern Sie möchten, können Sie diese genau studieren, weil genau diese auch der Gutachter abarbeiten wird.

Zudem sollten Sie diese Unterlagen griffbereit zum Termin auf dem Tisch liegen haben:

  • alle aktuellen Arztberichte
  • alle aktuellen Krankenhausberichte oder Rehaberichte
  • aktueller Medikamenteneinnahmeplan
  • falls vorhanden, den Schwerbehindertenausweis
  • Liste sämtlicher Hilfsmittel wie Brillen, Gehstock, Hörgeräte…
  • falls Sie einen ambulanten Pflegedienst haben, die Pflegedokumentation
  • selbst erstellte Notizen, wie die Pflege bisher verlaufen ist und welche Schwierigkeiten es gibt

Obgleich Sie überprüft werden, kann es nicht schaden, wenn ein Angehöriger oder Pfleger dabei ist. Sobald etwas unklar ist, kann diese Person Ihnen helfen oder seine Sicht der Dinge äußern.

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Ein Blick in die Privatsphäre

Zum Teil mag die Begutachtung für den Pflegebedürftigen eher unangenehm sein. Entweder weil er so viele persönliche Dinge gefragt wird, aber auch, weil er seine Schwächen eingestehen muss. Manche Fragen betreffen Themen, über die der Pflegebedürftige mit keinem Fremden sprechen möchte. Insoweit ist es für ihn eine Hilfe, wenn eine Vertrauensperson bei dem Termin dabei ist.

Einerseits verschönen manche Pflegebedürftige die Situation, andererseits benötigen Sie aber Hilfe. Unabhängig davon, ob es Scham oder einfach die falsche Selbsteinschätzung ist, kann dies den Pflegegrad gefährden. So kann eine demenzkranke Person denken, sie kann das alles noch, obwohl dies eben nicht der Fall ist. Die Vertrauensperson kann in diesem Fall einschreiten und die Situation realistisch darstellen. Indes ist es auch möglich, mit dem Gutachter unter Vier-Augen zu sprechen.

Auf keinen Fall sollte dem Gutachter etwas vorgespielt werden. Zumal diese sehr viel Erfahrung haben und eine Lüge gut aufdecken können. Ratsam ist es unbedingt glaubhaft zu bleiben und die Sachlage so zu schildern, wie sie ist.

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Begutachtung durch den MDK: So können Sie sich vorbereiten – Tipps

1. Kommt der Gutachter ganz spontan?

Der Gutachter wird sich vorher durch einen Termin ankündigen, damit Sie auch noch ausreichend Zeit haben, sich darauf vorzubereiten und eine Vertrauensperson zu dem Termin dazu zu holen.

2. Findet der Termin auch währen der Corona-Pandemie statt?

Zur Sicherheit des Pflegebedürftigen, aber auch des Gutachters, finden die Termine derzeit meist telefonisch statt. Doch auch hier erhalten Sie vorab einen Termin und gerne kann auch die Vertrauensperson mit dem Gutachter am Telefon sprechen.

3. Was passiert, wenn ich meine Lage falsch einschätze?

Bleiben Sie ganz ehrlich und verschönen Sie die Situation nicht. Nichts sollte Ihnen peinlich sein, da es sich um Fragen handelt, die der Gutachter täglich stellt. Es geht ihm nicht darum, Sie zu demütigen, sondern Ihre Situation richtig einzuschätzen. Nur so kann er auch über den richtigen Pflegegrad entscheiden.

4. Brauche ich Arztberichte?

Wenn Sie Arztberichte und Krankenhausberichte, aber auch Rehaberichte vorlegen können, ist das von Vorteil. Aus diesen kann der Gutachter auch sehr gut Ihre Situation ablesen und so besser einschätzen, ob sich Ihr Gesundheitszustand nicht sogar schon bald verschlechtern könnte.

5. Wie meistert ein Mensch mit Demenz den Termin?

Hier ist die Hilfe von Angehörigen oder einem Pfleger gefordert. Ein Mensch mit Demenz könnte seine Situation viel besser einschätzen, als sie ist. Hier ist es ratsam, dass die Vertrauensperson mit dem Gutachter auch alleine spricht und ihm die Situation so schildert, wie sie tatsächlich ist.

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Fazit

Der Termin mit dem Gutachter des MDK muss nicht gefürchtet werden. Dieser erfahrene Arzt oder Pflegefachkraft wird sich an einen Fragenkatalog halten, den er täglich auch mit anderen Pflegebedürftigen abarbeitet. Es geht einfach nur darum, die Situation so zu erfassen, wie Sie ist, damit der Pflegegrad auch richtig eingestuft werden kann. Eine Vorbereitung ist deshalb nicht schlecht und verhinderte eine Verzögerung bei der Zuteilung des Pflegegrades.

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