Abzocke im Namen des Pflegedienstes und der Krankenkasse


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Pflegebedürftige aufgepasst: Falsche Kassenmitarbeiter zocken ahnungslose Pflegebedürftige skrupellos ab. Dafür geben Sie sich als Mitarbeiter des MDK (Medizi­nische Dienst der Kranken­versicherung) oder des Pflegedienstes aus und beraten über Änderungen bei den Pflegeleistungen. Anschließend kassieren Sie eine Bearbeitungsgebühr von bis zu 200 Euro oder stehlen Bargeld und Wertsachen.

Dass Betrüger und Kriminelle nicht besonders sozial sind, dürfte jedem klar sein. Für gewöhnlich möchten die Ganoven nur das Geld von anderen bekommen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen. Doch manche Betrüger haben zudem scheinbar auch kein Gewissen. So wie im aktuellen Fall von dem die Stiftung Warentest und die Polizei Viersen berichtet. Denn wer Pflegebedürftige abzockt, um sich selbst ein schönes Leben zu machen, muss schon sehr abgebrüht und skrupellos sein.

Doch wie gelangen die Kriminellen an das Geld der Pflegebedürftigen? Ganz einfach. Sie besuchen diese zu Hause und geben sich als Krankenkassenmitarbeiter aus. Angeblich vertreten sie den Kollegen, der die Termine sonst wahrnimmt beziehungsweise von Person her bekannt ist. Anschließend erzählen die Betrüger wie so oft eine Geschichte. Danach soll der Pflegebedürftige über Änderungen an den Pflegeleistungen und der Abrechnung informiert werden. Damit haben sich die Kriminellen natürlich ein Thema herausgesucht, was jeden Pflegebedürftigen interessiert, da diese Menschen in der Regel auf jeden Cent angewiesen sind.

Abschließend verlangen die falschen Mitarbeiter des MDK eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von bis zu 200 Euro, die natürlich im Idealfall bar kassiert wird. Aus unseren Erfahrungen wissen wir, dass teils unter einem Vorwand auch eine Bankverbindung aufgenommen wird. Nicht selten schließt der Betrogene an dieser Stelle ein Abo ab.

Auch falsche Pflegedienstmitarbeiter kommen ins Haus

Auch im Namen des Pflegedienstes versuchen Kriminelle ahnungslose Senioren um ihre Ersparnisse zu bringen. Gut ausspioniert ist das leider auch recht einfach. Die Betrüger klingeln an der Tür von Pflegebedürftigen und geben sich als Pflegedienstmitarbeiter aus. Einmal in der Wohnung werden die Senioren in Gespräche verwickelt. Anschließend fehlt Bargeld oder Schmuck. Über einen derartigen Fall berichtet aktuell die Polizei in Viersen:

Am Mittwoch, gegen 11.00 Uhr, klingelt ein Mann bei einer 92-jährigen Kempenerin. Er gab vor, vom Pflegedienst zu sein und verwickelt die Frau in ein Gespräch. Als der Mann die Wohnung wieder verlassen hatte, stellte die Kempenerin fest, dass der Mann mehrere hundert Euro gestohlen hatte. […] Kreispolizeibehörde Viersen am 04.10.2017 auf presseportal.de

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So schützen Sie sich vor falschen Mitarbeitern

Meistens trifft es ältere Menschen, die den wortgewandten Trickbetrügern nicht so schnell Paroli bieten können. Dennoch gibt es immer mehr informierte Senioren, die sich nicht hereinlegen lassen. So können Sie sich vor ungebetenen und falschen Mitarbeitern der Krankasse, des Pflegedienstes oder Handwerkern schützen.

  • Lassen Sie grundsätzlich keine fremden Personen in Ihre Wohnung.
  • Falls doch die Notwendigkeit besteht, ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen. Bestellen Sie den Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Lassen Sie Behördenmitarbeiter oder Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gilt auch für die Polizei.
  • Denken Sie daran, dass Hausbesuche, wie die des Medizinischen Dienstes, immer schriftlich angekündigt werden. Lassen Sie sich den Ausweis des Mitarbeiters zeigen. Rufen Sie notfalls den MDK über die Ihnen bekannte Telefonnummer an und vergewissern Sie sich, dass alles seine Richtigkeit hat.
  • Zahlen Sie niemals Geld an der Haustür oder für unerwartet erbrachte Leistungen wie eine Beratung. Geben Sie Ihre Bankverbindung nicht heraus und unterschreiben Sie nichts. Lassen Sie sich die Unterlagen aushändigen und begutachten Sie diese zuerst mit einer Vertrauensperson.
  • Falls Sie gerade nirgendwo Hilfe bekommen, können Sie auch bei der Polizei anrufen und den Vorfall melden.

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