Verstoß gegen Datenschutz: AOK muss 1,2 Millionen Euro Bußgeld bezahlen


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Die AOK Baden-Württemberg hat gegen den Datenschutz verstoßen und unerlaubt Werbung versendet. Deshalb wird ein erhebliches Bußgeld für die gesetzliche Krankenkasse fällig. Im Video erfahren Sie, was passiert ist.

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) war kurz nach ihrem Inkrafttreten in aller Munde. Viele Verbraucher fühlten sich gestärkt und Unternehmen hatten Angst vor dem Regelwerk der Europäischen Union. Ziel der DSGVO war und ist es, die persönlichen Daten von Verbrauchern zu schützen und die unerlaubte Verwendung personenbezogener Daten durch Unternehmen zu verhindern.

Viele Unternehmen hatten zunächst Angst vor Abmahnungen und den angekündigten hohen Bußgeldern. Doch mit der Zeit wurde das Thema verdrängt und spielt heute nur noch am Rande eine Rolle.  Vor allem Verbraucher haben damit zu tun, weil Sie heute deutlich mehr Formulare ausfüllen und Unterschriften leisten müssen. Vom Tisch ist der Datenschutz jedoch nicht, denn die Behörden arbeiten im Hintergrund und überprüfen, ob die Regeln eigehalten werden. Jetzt hat es die AOK Baden-Württemberg getroffen. Die Krankenkasse muss ein hohes Bußgeld bezahlen.

Video Player von Glomex (Datenschutzrichtlinien)

Was war bei der AOK passiert?

In den Jahren 2015 bis 2019 hat die AOK Baden-Württemberg zahlreiche Gewinnspiele veranstaltet. Wie üblich, wurden im Rahmen dieser Preisausschreiben natürlich auch Daten eingesammelt, die die AOK gespeichert und verarbeitet hat. Zu den persönlichen Daten der Teilnehmer gehörten neben den Kontaktdaten auch die Krankenkassenzugehörigkeit zum Zeitpunkt der Teilnahme am Gewinnspiel.

Diese erhobenen Daten hat die Krankenkasse ohne die Zustimmung der Nutzer für Werbezwecke genutzt. Laut Medienberichten sollen personenbezogene Daten von rund 500 Gewinnspiel-Teilnehmern für unerlaubte Werbung genutzt worden sein. Betroffen waren nur Teilnehmer von Gewinnspielen, keine Daten von Versicherten der AOK.

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Behörde verhängt bislang höchste Strafe

Die unerlaubte Zusendung von Werbung stellt einen Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung dar. Deshalb hat der Landesdatenschutzbeauftragte ein Bußgeld in Höhe von 1,2 Millionen Euro gegen die AOK Baden-Württemberg verhängt. Dabei handelt es sich um das höchste Bußgeld, welches im Südwesten Deutschlands jemals aufgrund eines Verstoßes beim Datenschutz verhängt wurde.




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