Binäre Optionen: unseriöse Broker erkennen – Darauf müssen Sie achten


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Sie möchten mit binären Optionen spekulieren und wissen nicht, welcher Online Broker der Richtige ist? Diesen sollten Sie nicht ungeprüft wählen, denn schließlich geht es um Ihr Geld. Wir erklären in diesem Ratgeber, für wen sich der Handel an der Börse lohnt, auf welche Kriterien Sie achten sollten und wo Sie weitere Informationen bekommen.

Im World Wide Web können Verbraucher mit wenig Aufwand zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten finden, schnell Geld zu verdienen. Besonders beliebt und in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt, ist das Handeln auf Online-Broker-Seiten. Binäre Optionen spielen dabei eine immer größere Rolle, denn sie sind relativ einfach zu verstehen: Trader setzen auf steigende oder fallende Kurse und können bereits mit kleinen Einsätzen dabei sein – das verführt so manchen Verbraucher zu unüberlegten Handlungen. Unseriöse Anbieter versuchen deshalb, ihre Vorteile daraus zu ziehen.

Abgrenzen möchten wir Online Broker von Software und Apps, die als eine Art Gelddruckmaschine im Internet angeboten werden. Wir warnen immer wieder vor E-Mails zu binären Optionen. Diese suggerieren, dass Sie einfach und ohne jegliches Wissen risikofrei mit sogenannten Trading-Apps oder Trading-Software Geld verdienen können. Das ist ein Lüge, denn der Handel mit binären Optionen ist eine Spekulation, die mit einem hohen Risiko verbunden ist. Ziel dieser unseriösen Angebote ist es, Sie an einen oder mehrere Broker zu vermitteln. Davon raten wir ab, da Sie in diesem Fall den Online Broker eben nicht selbst auswählen und prüfen können.

Das Berufsbild des Börsenmaklers hat sich verändert

Arbeiteten Börsenmakler in den Anfängen im klassischen Kauf- und Verkauf von Wertpapieren mit langfristigem Anlagehorizont, wird sich die Tätigkeit in der Zukunft immer weiter davon wegbewegen.

Zukünftige Börsenhändler werden immer mehr Wertpapierpositionen auf eigene Rechnung ihrer Arbeitgeber eingehen und auf steigende oder sinkende Kurse setzen. Dabei geht es aber weniger um strategische, nachhaltige Anlagen. Es geht vor allem um taktische, also kurzfristige Positionen, die vielleicht nur einige Stunden gehalten werden, auch um kein großes Anlagerisiko einzugehen.Börsenexperte Robert Halver in einem Interview bei ard.de

Die Konkurrenz auf dem Markt ist groß und für Einsteiger ist es schwer zu erkennen, welcher Anbieter in dem aktuell im Umbruch begriffenen Geschäftsfeld vertrauenswürdig ist und welcher nicht. Bei abzocktest.com werden explizit 16 Online Broker für Binäre Optionen auf Herz und Nieren geprüft sowie Eigenschaften seriöser Anbieter aufgezeigt, die die Wahl des richtigen Brokers erleichtern. Nachfolgend erklären wir, auf welche Merkmale Verbraucher achten sollten und welche Punkte ein Anzeichen für betrügerische Anbieter sein könnten.

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1. Schlechtes Zeichen: Die Zahlungsabwicklung ist ungewöhnlich oder umständlich

Zahlungsmethoden online anzubieten ist nicht so leicht, wie es sich für den Verbraucher auf den ersten Blick darstellt. Will ein Unternehmen seinen Kunden zum Beispiel die Möglichkeit geben, mit einer Kreditkarte zu bezahlen, muss es vorher eine ganze Reihe von Prüfungen durchlaufen und bestimmte Kriterien erfüllen. Plattformen, die Kreditkartenzahlung anbieten, sind beim Kreditkartenanbieter registriert, müssen vorab viele Formulare ausfüllen und ihre Identität preisgeben. Bietet ein Online Broker keine Kreditkartenzahlung an, ist das ein schlechtes Zeichen.

Ebenfalls ein Zeichen unseriöser Anbieter ist, wenn die Auszahlung der Beträge nicht unkompliziert möglich ist. Verbraucher sollten sich deshalb vorab genau informieren, wie eine mögliche Auszahlung abläuft. Normalerweise sollte es mit wenigen Klicks erledigt sein. Üblich ist, dass Trader sich mit ihrem Personalausweis registrieren und zum Beispiel ein Dokument wie die Telefonrechnung mit der entsprechenden Adresse als Gegencheck hochladen. Fordert der Anbieter ungewöhnliche Dokumente an, wie Geburtsurkunde, Einbürgerungsurkunde oder Sonstiges und gibt sich nicht mit einer Kombination aus Personalausweis und Rechnung zufrieden, sollten bei Tradern die Alarmglocken schrillen.

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2. Keine Hotline, keine Serviceangebote

Seriöse Online Broker sind für ihre Kunden erreichbar. Sie unterstützen bei der Einrichtung des Kontos, stellen die nötigen Formulare zur Registrierung bereit, beantworten Fragen zum Ausfüllen der Formulare und helfen dabei, sich auf der Internetseite zurechtzufinden. Im Gegensatz dazu ist es schwierig bis unmöglich, persönlich mit jemandem zu sprechen, wenn die Plattform unseriös ist.

  • Ein erstes schlechtes Zeichen ist das Fehlen einer Service-Telefonnummer. Wenn ein Blick ins Impressum zeigt, dass auch dort keine Telefonnummer hinterlegt ist, sind Zweifel an der Seriosität berechtigt. Ist eine Nummer hinterlegt, sollten potenzielle Neukunden zum Telefonhörer greifen und dort anrufen. Als Test sollten Sie nach einzelnen Funktionen fragen, sich über die Einzahlungs- und Auszahlungsoptionen informieren und sich erklären lassen, wer der Lizenzgeber des Online Brokers ist. Es gibt nämlich bestimmte Finanzaufsichtsbehörden, die in Abhängigkeit vom Sitz des Unternehmens zuständig sind. Eine Liste hierzu stellt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter bafin.de zur Verfügung.
  • Ein weiteres schlechtes Zeichen ist, wenn die Mitarbeiter der angerufenen Hotline schlechtes Deutsch sprechen. Der Grund ist derselbe, wie bereits erwähnt: Seriöse Anbieter haben ein großes Interesse an zufriedener Kundschaft und lassen sich den Service einiges kosten. Dazu gehört auch, dass die Mitarbeiter die Landessprache beherrschen und auf Fragen adäquat und verständlich antworten können.
  • Ein drittes schlechtes Zeichen ist, wenn die Registrierung mit einer E-Mail bestätigt wird, die mit einem Anhang versehen ist, der eine ausführbare Datei beinhaltet. Wer die betrügerische Datei öffnet, kann sich Schadsoftware auf den PC holen, die zum Beispiel Passwörter ausspähen oder das Onlinebanking manipulieren. Weitere Tipps und Hinweise zum Thema liefert der Beitrag „So erkennen Sie Spam-E-Mails – einfach erklärt“ .

3. Fehlerhafte Texte, ruckelige Grafik

Ein auffälliges Zeichen einer unseriösen Plattform sind fehlerhafte Texte. Eine Internetseite, die mit

  • Grammatikfehlern,
  • Interpunktionsfehlern und
  • sprachlichen Aussetzern

gespickt ist, lässt erkennen, dass jemand nicht viel Sorgfalt aufgewendet hat. Entsprechend vorsichtig sollten Verbraucher deshalb sein.

Auch die Performance der Seite ist ein Hinweis auf die Seriosität. Baut sich die Seite schlecht auf, verzerren sich Bilder oder verschieben sich Grafiken in irgendeiner Form, kann das ebenfalls auf ein schmales Budget oder eine hektisch zusammengebaute Internetseite ohne durchdachtes Konzept hinweisen. Vorsicht ist geboten.

4. Fehlerhafte Kurse – ein Gegencheck bringt es ans Tageslicht

Es gibt ein Gerücht, dass es tatsächlich Anbieter gibt, die die Kurse auf ihrer Plattform minimal bis deutlich sichtbar manipulieren. Die Differenzen sind teilweise so gering, dass sie nicht nachprüfbar sind. Der Kunde merkt es nicht, doch der Anbieter verdient bei den Tausenden von Transaktionen Cent für Cent dazu. Verbraucher können dem ausschließlich mit einem Abgleich der Real-Time-Kurse auf die Schliche kommen. Deshalb sollten Einsteiger zum Beispiel unter boerse-frankfurt.de checken, ob die Angaben dort mit den Angaben auf der Plattform des Online-Brokers übereinstimmen.

Stimmen die Kurse? Ein Gegencheck zeigt, ob der Online-Broker korrekt arbeitet.
Stimmen die Kurse? Ein Gegencheck zeigt, ob der Online-Broker korrekt arbeitet. (Quelle: pixabay.com/PIX1861)

Vereinfachen Trading-Apps den Handel mit binären Optionen?

Unabhängig von den eingangs erwähnten unseriösen Trading-Apps bieten viele Broker eigene Apps für den Handel mit binären Optionen an. Dabei handelt es sich im Gegensatz zu den betrügerischen Apps dubioser Anbieter um keine Software, die dem Kunden die Entscheidung abnimmt und risikolos Gewinne verspricht. Vielmehr muss der Trader selbst aktiv werden und beispielsweise auf steigende oder fallende Kurse setzen. Das klingt einfach, garantiert aber keinen Erfolg, wie ein Test der Wissenssendung Galileo zeigt:

Fazit: Wer Zweifel hat, sollte sich an einen anderen Anbieter wenden

Sobald Zweifel auftreten und Verbraucher kein Vertrauen in einen Anbieter haben, sollten sie sich einer anderen Plattform zuwenden. Denn es gibt viele seriöse Anbieter, die ihre Kunden zufriedenstellen wollen und sehr viel dafür tun. Empfehlenswert ist es, sich vorab über Online Broker zu informieren und nicht leichtfertig auf der erst besten Plattform im Zuge der Registrierung seine privaten Daten preiszugeben.

Außerdem gilt: Der spekulative Handel mit binären Optionen stellt ein hohes Risiko dar und ist nur für Nutzer empfohlen, die Geld haben. Wer kein Geld hat, sollte die Hände davon lassen. Nehmen Sie niemals einen Kredit oder ein Darlehen auf, um an der Börse handeln zu können. Auch als Job-Ersatz ist Trading für unerfahrene Nutzer absolut nicht zu empfehlen.

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