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Symptome googeln: Vorsicht bei gesundheitlichem Rat aus dem Internet – Passen Sie auf!


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Das Internet ist selbst bei Fragen zu Krankheiten, Medikamenten und Behandlungsmöglichkeiten gefragt. Die Qualität ist jedoch nicht immer gewährleistet. Sie erfahren nun, wie Sie die Informationen richtig einschätzen können. Denken Sie aber daran: Das Internet ersetzt keine ärztliche Behandlung!

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Internet bietet viele Informationen, kann eine Krankheit aber auch herabspielen oder überbewerten.
  • Gerade Diskussionsforen sind mit Vorsicht zu genießen. Doch auch Expertenforen dürfen Ihnen nur mit Ratschlägen helfen.
  • Unsere Checkliste am Ende hilft Ihnen dabei, die Internetseiten besser einzuschätzen.

Vorsicht im Internet

Suchen Sie im Internet nach Antworten zu Ihren gesundheitlichen Fragen, kommen Sie auf Seiten und Foren, die sehr allgemein gehalten sind, jedoch auch spezifische Informationen bieten.

Lassen Sie bei Ihrer Recherche aber Vorsicht walten.

  • Nicht alle Ratgebende sind auch qualifiziert.
  • Die wirtschaftlichen Aspekte überwiegen oftmals. Hier geht es mehr um Werbelinks als um gesundheitliche Informationen.
  • Nicht alle Seiten sind qualitativ und verlässlich.
  • Suchen Sie bei Beschwerden Ihren Arzt auf. Das Internet kann diesen nicht ersetzen.
  • In unserer Checkliste finden Sie wertvolle Hinweise, wie Sie seriöse Anbieter erkennen.

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Seiten für Gesundheits-Infos

Das Netz bietet Ihnen verschiedenste Seiten an und diese unterscheiden sich auch stark.

Informationsseiten

Hier bekommen Sie schnell einen Überblick zu Krankheiten und den passenden Behandlungsmöglichkeiten. Dies ist praktisch, um sich auf ein Arztgespräch vorzubereiten. Doch können Sie hier auch fehlerhafte Informationen finden. Schauen Sie jedoch bei wissenschaftlichen Instituten, Krankenkassen, Ärzteorganisationen oder Selbsthilfeorganisationen sind die Informationen meist verlässlicher.

Diskussionsforen

Darin werden verschiedene Gesundheitsthemen behandelt. Jedoch findet hier eher ein persönlicher Austausch statt, weshalb die Qualität meist nicht sehr hoch ist. Es lässt sich schwer einschätzen, was wirklich Sache ist.

Expertenforum

Prüfen Sie vorab immer, ob die Experten auch über eine Qualifikation verfügen. Jedoch sind auch diese Antworten meist eher allgemein und nicht immer auf eine gestimmte Situation bezogen. Auch dürfen diese Experten keine Therapie empfehlen. Hier hilft also auch nur der Arzt.

Vorsicht

Alle Fragen, aber auch Antworten können von allen Nutzern frei gelesen werden, selbst Suchmaschinen finden sie. Geben Sie deshalb keine persönlichen Daten weiter. Verraten Sie so wenig wie möglich von Ihren persönlichen Daten. Nutzen Sie eine extra E-Mail-Adresse, damit Ihre persönliche E-Mail-Adresse nicht mit Werbung überflutet wird.

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9-Punkte-Checkliste

Die nachfolgenden neun Punkte sollen Ihnen dabei helfen, mehr Transparenz und Verlässlichkeit im Internet zu finden.

1. Der Anbieter der Gesundheitsinformationen

Sie sollten den Namen, die Adresse sowie Kontaktmöglichkeiten leicht finden und lesen können.

Generell gilt: Wer seriös ist, hat auch nichts zu verbergen und kann sich somit zu erkennen geben. Somit ist dies ein wichtiger Punkt für eine seriöse Informationsquelle. Ebenso sollte es einen direkten Link auf der Homepage geben, auf dem Sie zu Ihren Informationen kommen.

Tipp: Das Impressum oder „Wir über uns“ enthalten die wichtigen Angaben. Eine Postfach-Adresse spricht nicht für Seriosität. Sofern nur eine kostenpflichtige Nummer angegeben ist, lassen Sie die Finger davon.

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2. Die Ziele und wirtschaftlichen Interessen

Ihnen sollte leicht ersichtlich sein, ob der Anbieter kommerziell ist oder nicht. Grundsätzlich sollten sich kommerzielle Anbieter als Arzt oder Pharmaunternehmen zu erkennen geben. Sofern dies nicht der Fall ist, sollte zu erkennen sein, was der Anbieter verfolgt. Auf der Startseite sind solche Angaben meist zu finden.

3. Wer bietet die Informationen?

Ist Ihnen ersichtlich, welche Qualifikationen der Anbieter der Infos hat und wer er ist? Nicht-Fachleute oder Menschen, die nur persönliche Erfahrungen teilen möchten, dürfen nicht das Gefühl erwecken, sie hätte wissenschaftliches Wissen.

Tipp: Gerade bei speziellen Informationen sollten Sie nach dem Autor forschen. Sofern es nur eine Basisinformation ist, mag das nicht so wichtig sein, bei schweren Erkrankungen aber schon.

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4. Ihre Einschätzung zur Qualität der Informationen

Können Sie dem Inhalt der Informationen folgen? Lässt sich für Sie erkennen, ob die Aussagen wissenschaftlich bewiesen sind oder einfach nur Vermutungen oder Meinungsäußerungen? Gibt es bei Arzneimitteln auch eine Beschreibung der Wirkungsweise? Können Sie Quellen oder Belege zu den Aussagen finden?

Tipp: Sofern es mindestens zwei unterschiedliche Informationsanbieter gibt, können Sie die Informationen auch glauben. Jedoch sollten die zwei Anbieter auch verschiedene Interessen verfolgen.

Denken Sie daran, dass Quellen und Beweise, die von einem Einzelfall sprechen, keine wissenschaftlichen Beweise darstellen.

Werden die Informationsanbieter auch von seriösen Seiten empfohlen oder gibt es ein Gütesiegel? Zum Beispiel das hon-Siegel der Schweizer Health on the net Foundation. Diese Seiten müssen sich an bestimmte Prinzipien halten und werden regelmäßig überprüft. Das deutsche Qualitätslogo wird vom Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (afgis) vergeben. Das Logo alleine sagt jedoch noch nichts, auch muss es einen Link geben, der zu den HON-Seiten führt oder Informationen von afgis gibt.

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5. Den Inhalt beurteilen

Der Inhalt muss ganz klar und verständlich dargestellt sein. Geht es um Therapien und Behandlungsmöglichkeiten, so brauchen Sie auch Infos zu Risiken oder weiteren Behandlungsalternativen. Sofern es in der Forschung verschiedene Meinungen gibt, müssen diese genannt werden. Auch sind ausgewogene Informationen ein Hinweis darauf, wie seriös die Seite ist.

Tipp: Achtung bei Aussagen wie: „Absolut nebenwirkungsfrei“, „Allheilmittel“, „100%ige Wirkungsgarantie“ oder „nur für kurze Zeit verfügbar“. Diese Texte bewerben ein Produkt.

Ebenso ist Vorsicht geboten, wenn ein geheilter Patient berichtet. Es mag sein, dass der Patient geheilt ist, doch wer sagt, dass bei Ihnen diese Therapie auch wirkt?

6. Informationsdatum

Sind die Informationen aktuell oder lässt sich nicht erkennen, wann sie erstellt wurden?

Im Internet werden leider viele Seiten nicht regelmäßig aktualisiert.

Tipp: Gerade spezielle Informationen sollten aktuell sein. Haben Sie ein allgemeines Thema, so ist dies nicht ganz so wichtig. Möchten Sie zum Beispiel Informationen zu einer neuen Krebs-Therapie, sollte das Datum möglichst aktuell sein.

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7. Stört die Information Ihre Arzt-Patienten-Beziehung?

Eine seriöse Internetseite sollte Sie immer darauf hinweisen, dass sie keine ärztliche Behandlung ersetzen kann. Somit muss bei ernsthaften Erkrankungen auch darauf hingewiesen werden, dass Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache halten sollen.

Tipp: Die ärztlichen Ratschläge aus dem Internet sind nicht die Lösung. Nur weil es für manche Menschen gut ist, muss es nicht zu Ihnen passen. Den Rat Ihres Arztes kann die Internetberatung nicht ersetzen. Sprechen Sie deshalb auch immer mit Ihrem Arzt.

8. Gibt es eine Trennung von Werbung und Information?

Werbung und Information sollten deutlich voneinander getrennt sein. Dies geht über Farbgestaltung, Fenster oder Schriften. Niemals darf Werbung als wissenschaftliche Information eingeschlichen werden.

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9. Datenschutz

Sofern Sie einen Vertrag abschließen, dürfen die personenbezogenen Daten ohne Ihre Einwilligung nur dann verarbeitet, erhoben und genutzt werden, wie es für den Vertrag notwendig ist. Auch müssen Sie über die Datenerhebung und die Widerrufsmöglichkeit aufgeklärt werden. Die Datenschutzrichtlinien sind deutlich darzulegen.

Tipp: Nicht jeder Anbieter hält die Datenschutzinformation für nötig. Sofern Sie nur allgemeine Dinge wissen möchten, ist diese jedoch nicht relevant. In allen anderen Fällen überlegen Sie genau, welche Infos Sie im Internet über sich herausgeben möchten.

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Symptome googeln: Vorsicht bei gesundheitlichem Rat aus dem Internet – Passen Sie auf!

1. Kann ich Diskussionsforen besuchen?

Natürlich können Sie sich zu einem Thema die Meinungen und Erfahrungen anderer Menschen anhören. Doch bedenken Sie, dass dies keinen Arztbesuch ersetzt.

2. Kann ich mich auf die Informationen von seriösen Seiten verlassen?

Diese sind selbstverständlich verlässlicher als die einschlägigen Foren. Dennoch sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, ob zum Beispiel die genannte Therapie auch für Sie geeignet ist.

3. Ist es in Ordnung wenn ich mich für Informationen anmelden muss?

Passen Sie auf, dass Sie hier keinen Vertrag eingehen. Auch sollten Sie sich informieren, wie es mit dem Datenschutz aussieht. Sie geben hier immerhin persönliche Dinge bekannt.

4. Kann ich mit meinem Arzt besprechen, was ich gelesen habe?

Das können Sie machen. Nehmen Sie es ihm aber nicht übel, wenn er die Informationen als lächerlich herunterspielt. Ihr Arzt kennt Sie und weiß besser, was für Sie gut ist.

5. Was ist von Expertenrat zu halten?

Auch hier werden Sie eher allgemeine Hinweise bekommen. Ein guter Experte wird Sie bei schweren Erkrankungen dennoch an den Arzt verweisen. Banale Fragen können diese jedoch gut beantworten.

Alternative Vertriebswege für Arzneimittel – Versandapotheke oder doch Filialapotheke?

Medikamente werden heute auf unterschiedlichen Wegen angeboten, egal ob über eine Apotheke vor Ort, den Versandhandel oder einer Drogerie. Jeder Weg bietet Ihnen Vor- und Nachteile.

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Fazit

Im Internet lässt sich vieles zu allen möglichen Erkrankungen finden. Oftmals ist man am Ende viel kränker und aus harmlosen Blähungen wird schnell ein Blinddarmdurchbruch oder gar Darmkrebs. Glauben Sie dem Internet nicht alles und holen Sie sich lieber Rat von Ihrem Arzt ein.

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