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Tschernobyl und die Folgen: Lebensmittel immer noch belastet – Wildpilze und Wildfleisch sind teilweise radioaktiv verseucht


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Der Reaktor von Tschernobyl explodierte vor mehr als 35 Jahren, aber die Folgen sind nicht nur dort zu spüren, sondern auch hierzulande. Bis heute sind einige Lebensmittel radioaktiv belastet und das wird wahrscheinlich auch noch in Zukunft der Fall sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch die Katastrophe sind bis heute die Waldböden in Süddeutschland radioaktiv belastet und das wirkt sich auf die Pilze und das Wildfleisch aus. Allerdings spricht nichts gegen den Verzehr, wenn es sich um eine gelegentliche Aufnahme handelt. Stammen die Pilze aus Osteuropa, dann werden sie vor dem Verkauf einer Prüfung unterzogen.
  • Auch heute werden noch einige Lebensmittelimporte aus japanischen Präfekturen auf Radioaktivität geprüft, aber in den letzten Jahren sind keine Grenzüberschreitungen festgestellt worden. Die Einfuhr von Konsumgütern aus Japan ist vollkommen in Ordnung.
  • Sie brauchen keinen Geigerzähler, obwohl diese Gerätschaften mittlerweile auch für den privaten Gebrauch angeboten werden.
  • Aktuell sind in Deutschland noch sechs Atomkraftwerke am Netz und weitere stehen nah der Grenze in den Nachbarländern.

Tschernobyl und die Langzeitfolgen

Am 26. April 1986, vor 35 Jahren ereignete sich in dem Atomkraftwerk in Tschernobyl die Katastrophe, denn es kam zu einer Kernschmelze.

Auch in Fukushima ereignete sich eine solch gravierende Reaktorkatastrophe und zwar am 11. März 2011, also vor knapp 10 Jahren. Große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt, aber in Fukushima stand der Wind günstig, so dass die radioaktiven Partikel auf das offene Meer geweht wurden. Bei dem Fallout in Tschernobyl gelangten die Partikel sogar bis nach Deutschland.

Auch heute noch sind die Langzeitfolgen vor Ort zu spüren, aber auch Deutschland ist betroffen, denn einige Lebensmittel weisen eine radioaktive Belastung auf. Die radioaktive Wolke zog im April und Mai 1986 über Europa hinweg und hat große Teile Deutschland kontaminiert, so dass Bayern, Südthüringen und einige Gebiete in Baden-Württemberg betroffen sind. Vor allen Dingen in Süddeutschland sind heute die Böden in vielen Regionen belastet und weisen Cäsium 137 und Strontium 90 auf.

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Die heutige Lebensmittelbelastung

Die radioaktive Belastung zeigt sich heute noch in einigen Waldpilzarten, denn sie weisen eine stark erhöhte Radioaktivität auf.

Auch Wildfleisch aus einigen deutschen Regionen kann erhöhte radioaktive Werte aufweisen und das zeigt sich besonders bei den Wildschweinen. Aus dem Grund sollten Sie auf Wildpilze und Wildschwein aus den betroffenen Regionen verzichten oder nur gelegentlich darauf zurückgreifen. Allerdings gilt das nur für selber gesammelte Pilze, denn die Wildpilze im Handel kommen in der Regel aus Osteuropa und werden auf Strahlung geprüft. Es gibt sogar einige Importeure, die eine teure Messtechnik investiert haben und sie können dadurch einwandfreie Produkte anbieten.

Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse weisen mittlerweile keine Radionukliden auf, so dass die Werte wieder wie vor dem Reaktorunfall aussehen. Der Grund ist die Zusammensetzung der Ackerböden und natürlich auch die Bearbeitung durch die Landwirte, denn dadurch kann man den Ackerboden nicht mit einem Waldboden vergleichen.

Die Folgen von Fukushima

Die japanischen Lebensmittel aus Fukushima müssen sich regelmäßigen Untersuchungen stellen bevor sie den Weg nach Europa auf sich nehmen können. Allerdings sind in den letzten Jahren keinerlei Grenzwertüberschreitungen gefunden worden. Auch in Sachen Konsumgüter brauchen Sie sich keine Sorgen machen, denn sie sind unkritisch. Der Grund ist einfach, denn die Rohstoffe stammen in der Regel nicht aus den betroffenen Gebieten und werden in der Region eventuell nur weiterverarbeitet.

Bis heute ist nur eine kleine Region verseucht, aber dafür sind wahrscheinlich viele Meerestiere radioaktiv belastet. Eine sichere Überwachung ist nicht möglich, denn die Meerestiere legen teilweise sehr weite Strecken zurück und sind mittlerweile in ganz anderen Meeresteilen. Dadurch ist eine Prüfung unmöglich.

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Geigerzähler sind sinnlos

Viele Verbraucher überlegen sich einen Geigerzähler für den Heimbedarf anzuschaffen und seit dem Reaktorunfall von Fukushima 2011 ist der Gedanke stärker geworden.

Sie müssen mit einem Preis von um die 300 Euro für ein solches Gerät rechnen, aber dazu brauchen Sie noch sensible und aufwändige Messvorrichtungen, um die radioaktive Belastung zu messen. Der Geigerzähler hat diese Vorrichtungen nicht. Damit Sie die Messergebnisse richtig bewerten muss zudem fundiertes Fachwissen vorhanden sein und das haben die meisten Verbraucher einfach nicht.

Radioaktivität ist auch in Zukunft ein Thema

Radioaktivität ist ein Thema, welches auch in Zukunft immer wieder präsent sein wird. 

Die Verstrahlung in einigen Regionen und von manchen Lebensmitteln wird auch noch in einigen Jahren vorhanden sein, weil es die Unfälle in Tschernobyl und Fukushima gab. Cäsium und Strontium haben Halbwertzeiten von 30 Jahren und die Strahlung von Plutonium halbiert sich erst in 24.000 Jahren.

Außerdem sind in Deutschland noch sechs Atomkraftwerke am Netz und laut dem World Nuclear Report waren es Anfang 2021 412 Reaktoren auf der ganzen Welt. Im europäischen Ausland stehen noch sehr alte Reaktoren und dazu gehören die Werke in Tihange und Doel in Belgien, aber auch Cattenom in Frankreich. Zwar gibt es in den betroffenen Regionen weitreichende Notfallpläne und es wurden auch Jodtabletten an die Bevölkerung ausgegeben, aber ob das wirklich Sinn macht ist unklar.

Deutschland hat den Atomausstieg mittlerweile beschlossen und nach und nach werden die ganzen Atomanlagen abgeschaltet, aber im Moment werden die Anlagen und Reaktoren noch betrieben. Der Grund ist einfach, denn der Ausstieg gilt nur für Reaktoren, die für die Stromerzeugung notwendig sind. Reaktoren, die zu Forschungszwecken laufen und als Aufbereitungsanlage dienen, bleiben bestehen. Ein großes Risiko stellt auch heute noch der Transport von Atommüll dar. Trotz der Katastrophe von Fukushima sind in Japan noch immer neun Reaktoren am Netz.

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema radioaktiv belastete Lebensmittel

1. Ist Deutschland von den Folgen der Reaktorkatastrophen betroffen?

Die Tschernobyl-Katastrophe hat auch Deutschland betroffen und das gilt auch bis heute, denn die radioaktive Wolke zog auch über Teile Europas hinweg.

2. Darf ich selber gesammelte Pilze aus dem Wald essen?

Grundsätzlich gibt es keine Bedenken, wenn es sich nicht um Pilze aus einem Wald in Süddeutschland handelt. Hier sollten Sie nur bedingt auf Wildpilze zurückgreifen.

3. Kann die radioaktive Belastung von Pilzen abgewaschen werden?

Nein, denn die radioaktive Strahlung befindet sich im Waldboden und wird an die Pilze weitergegeben. Es handelt sich nicht um eine oberflächliche Belastung.

4. Welche deutschen Regionen sind von der radioaktiven Belastung betroffen?

Besonders betroffen sind Bayern, Südthüringen und Baden-Württemberg, aber auch andere Teile Deutschland sind nicht verschont worden.

5. Wie lange sind die Langzeitfolgen der Reaktorkatastrophen noch vorhanden?

Dadurch, dass es sich um radioaktive Strahlung handelt, müssen wir auch in Zukunft noch mit Belastungen kämpfen, denn die Strahlung ist noch Jahrzehnte aktiv.

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Fazit

Atomkraftwerke haben die Menschheit mit Strom versorgt, aber die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, dass es sich um eine gefährliche Stromerzeugung handelt. Deutschland hat mittlerweile beschlossen alle Atomkraftwerke abzuschalten, die zur Stromerzeugung dienen. Aber auch heute noch sind einige Atomkraftwerke am Netz. Die Langzeitfolgen einer solchen Katastrophe sind unabsehbar und sorgen auch im Lebensmittelbereich für unübersehbare Schwierigkeiten.

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