Schon gewusst? – Was bedeuten die Zahlen auf der Mehlverpackung?


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Sie wollen mal wieder backen und stehen im Supermarkt vor dem Regal mit den Mehlsorten. Sollen Sie jetzt Mehltype 405, 550 oder 1050 nehmen? Und was bedeuten die verschiedenen Zahlen auf der Mehlverpackung eigentlich? Wir haben für Sie nachgelesen.

Mehl ist aus der Küche nicht wegzudenken. Gerade wenn es um das Backen geht, brauchen Sie in den meisten Fällen diese Zutat. Ob Kuchen, Brötchen oder Brot spielt dabei erst einmal keine Rolle. Aber wussten Sie schon, dass Weizen-, Dinkel- und Roggenmehl gefährliche Keime enthalten kann?

Und daran anschließend stellt sich gleich die nächste Frage: Was bedeuten eigentlich die Zahlen auf der Mehlverpackung? Klar, sie stehen für unterschiedliche Mehltypen. Aber was sagt die Zahl aus und welches Mehl ist am gesündesten? Und wie viele Mehltypen gibt es eigentlich? Diese Fragen beantworten wir in unserem Artikel.

Was bedeuten die Zahlen auf der Mehlverpackung?

Sie glauben, die Zahlen auf der Mehlverpackung haben etwas mit der Feinheit des Mehles zu tun? Falsch gedacht. Vielmehr gibt die Zahl an, wie viele Mineralstoffe in Milligramm pro 100 Gramm Mehl durchschnittlich enthalten sind.

Mineralstoffe entstehen bei der Verbrennung von Mehl. Wird eine klar definierte Menge Mehl bei 900 Grad Celsius verbrannt, bleiben die Mineralstoffe als Asche zurück. Die Typisierung ist in Deutschland geregelt. Seit 1992 gibt es eine DIN-Norm (10355) für Mahlerzeugnisse.

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Wie viele Mehltypen gibt es?

Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie sich die verschiedenen Mehlsorten (Weizen, Dinkel und Vollkorn) getrennt voneinander ansehen. Im Supermarkt finden Sie beispielsweise Weizenbackschrot Type 1700 und Weizenmehl Type 405, 550, 812, 1050 und 1600.

Für Brot sollten Sie lieber auf Roggenmehl umsteigen. Da gibt es die Typen 815, 997, 1150, 1370 und 1740. Außerdem gibt es auch das Roggenbackschrott Type 1800.

Beim Dinkelmehl dagegen gibt es nur die drei Typen 630, 812 und 1050. 

Da bei Vollkornmehl und -schrot alle Bestandteile des Korns enthalten sind, werden Sie nicht wie Weizen-, Roggen- und Dinkelmehl typisiert.

Eiweiss Spiegelei Symbolbild

(Bild von RitaE auf Pixabay )

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Welche Mehltypen sind am gesündesten?

Kurz gesagt: Je höher der Mehltype ist, desto mehr Mineralstoffe und somit auch Vitalstoffe bringt das Mehl mit. Die höheren Mehltypen sind demnach auch die gesünderen. Besonders gesund sind natürlich Vollkornmehl und Vollkornschrot, da diese sämtliche Bestandteile des Korns enthalten. Sie sind damit besonders reich an Mineral- und Ballaststoffen (gesunde Kohlenhydrate). Außerdem enthält Vollkornmehl noch jede Menge B-Vitamine. All dies führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel beim Verzehr nicht zu stark ansteigt, Verstopfungen werden verhindert und die Darmtätigkeit angeregt.

Wussten Sie übrigens schon, dass Dinkelmehl nicht per se gesünder als Weizenmehl ist? Denn Dinkel gehört zur Weizenfamilie. Und durch diese Verwandtschaft unterscheiden sich die Inhaltsstoffe beider nicht wesentlich.

Wenn Sie sich also gesund ernähren wollen, greifen Sie ruhig zu den höheren Zahlen auf der Mehlverpackung.


Wofür können Sie die unterschiedlichen Mehltype nutzen?

Jetzt kommt natürlich die Frage auf, welche Mehlsorte Sie für was nutzen können. Womit backt es sich am besten Brot und Brötchen? Welches Mehl ist optimal für einen Kuchen?

Weizenmehl Type 405

Diese Mehlsorte finden Sie in der deutschen Küche am häufigsten. Es wird auch als Weißmehl bezeichnet. Da es die besten Klebeeigenschaften besitzt und sich leicht verarbeiten lässt, kommt es besonders bei Kuchen, Keksen und Torten zum Einsatz.

Dieser Typ Mehl enthält viel Stärke, welche von den Klebereiweißen (Gluten) umgeben ist. Gluten wiederum sorgt für eine gute Wasserbindung und Elastizität. Der Teig bleibt länger frisch. 

Weißmehl ist auch länger haltbar als Vollkornmehl. Es gibt keine Rückstände des ölhaltigen Keimlings. Dafür hat das Weißmehl die wenigsten Vitalstoffe im Mehl.


Dinkelmehl Type 550 und 630

Für feine Backwaren können Sie das Weizenmehl 550 oder auch das Dinkelmehl Type 630 nutzen. Das Dinkelmehl bringt eine leicht nussige Note in Ihre Backprodukte. Es besitzt einen hohen Kleberanteil und eine gute Backfähigkeit. Auch ein feiner Biskuitteig sollte mit Dinkelmehl 630 kein Problem sein.

Mehltype 1050

Dieses Mehl (egal ob Weizen oder Dinkel) kann durchaus für Brötchen, Gebäck und Brot genutzt werden. Es ist auf jeden Fall gesünder als das Weizenmehl Type 550, welches in den meisten Rezepten verwendet wird. Auch pikante Kuchen, Quiches, Pizza sowie Nudeln sind mit dieser Mehlsorte kein Problem.

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Vollkornmehl

Bei Broten sollten Sie durchaus auf ein Vollkornmehl zurückgreifen. Denn dann bekommen Sie die volle Getreidepower und damit auch die meisten Vitalstoffe. Aber selbst süße Teige wie ein Mürbeteig lassen sich auch mit Vollkornmehl herstellen. 

Beachten sollten Sie, dass das Vollkornmehl mehr Flüssigkeit benötigt als die Mehltypen 405 oder 550. Die Randschichten des Getreides benötigen diese zum Aufquellen.

Zusammenfassung

Am gesündesten sind die Mehltypen mit den höheren Zahlen, weil diese mehr Mineralstoffe enthalten. Dinkel gehört zur Weizenfamilie und ist damit nicht per se gesünder. Zum Backen von Keksen, Kuchen und Plätzchen sollten Sie das helle Weizenmehl 405 nutzen. Dagegen lassen sich mit Type 550 (Weizenmehl und Dinkelmehl) hervorragend Brötchen, Gebäck und helles Brot backen. Nudeln und Hefegebäck gelingen am besten mit Weizenmehl 550. Eine Pizza sollten Sie am besten aus Dinkelmehl Type 630 machen. Und für Ihr Mischbrot nutzen Sie am besten Weizenmehl Type 1050, das Roggenmehl Type 1150 oder das Dinkelmehl Type 1050. Denken Sie nur an genügend Flüssigkeit.

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