G20 Hamburg: Falscher Fahndungsaufruf und wie Sie wirklich helfen


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Stimmt alles, was im Internet steht? Nein. Aktuell verbreitet sich ein falscher Fahndungsaufruf. Der Mann auf dem Foto ist sogar recht gut erkennbar. Doch er ist nicht tatverdächtig. Stoppen Sie die soziale Netzjagd und unterstützen Sie die Polizei bei den Ermittlungen. Wie, dass finden Sie im Artikel.

Das im Internet neben vielen nützlichen, wichtigen und aktuellen Informationen auch eine ganze Menge Fake steckt, beweist unser Kooperationspartner mimikama.at jeden Tag. Die Fake-Jäger aus Österreich kümmern sich um Nachrichten und News, die frei erfunden sind. In den letzten Stunden wurde von zahlreichen Facebook-Nutzern und in sozialen Netzwerken ein Fahndungsaufruf geteilt, der gar keinen Tatverdächtigen abbildet. Was war passiert?

Es geht um die Verletzung eines Polizisten an den Augen durch einen vor dem Gesicht explodierenden Böller. Schnell verbreiteten sich News, die von einer Erblindung und besonders schwerwiegenden Augenverletzungen berichteten. Doch auch dabei handelte es sich um Fake-News, denn der Polizei Hamburg war zu diesem Zeitpunkt kein Fall bekannt, bei dem ein Polizist erblindet ist oder schwerwiegende Augenverletzungen hatte. Die Fake-News gipfelten in einem geposteten Foto, welches angeblich den Böllerwerfer zeigt. Das Bild wurde in sozialen Medien wie Facebook und WhatsApp vielfach geteilt. Auch Medien wie die Bild-Zeitung publizierten die Meldung. Um dieses Foto geht es:

Doch es handelt sich um eine Fake-Fahndung. Das Bild zeigt keinen Tatverdächtigen. Das teilte die Polizei Hamburg mit, obwohl die Beamten keinen Fahndungsaufruf herausgegeben hatten:

Wie auch immer das Bild in Umlauf geraten ist. Ein derartiger Aufruf kann eine Online-Hetzjagd verursachen, die sich nicht mehr stoppen lässt. Deshalb sollten jetzt alle den falschen Fahndungsaufruf beenden. Fair gegenüber der abgebildeten Person wäre es übrigens, wenn alle den Fehler richtigstellen und darüber informieren, dass es sich auf dem Foto um keine tatverdächtige Person handelt. Notfalls hilft auch das Teilen dieses Beitrags oder des Twitter-Posts der Polizei Hamburg.

Generell raten wir zu großer Vorsicht beim Teilen von Fahndungsaufrufen. Schnell könnten Unbeteiligte ins Visier geraten. Teilen Sie nur Informationen, die Sie selbst überprüft haben und die aus offiziellen Quellen stammen. Erst gestern hatten wir über die Fake-News berichtet, nach der beim #G20HAM17 angeblich ein Krankenhaus und ein Kindergarten angegriffen wurde.

Heute aktuell: Das müssen Sie gelesen haben:
Fakeshop Symbolbild
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Wie können Sie helfen?

Falls Sie selbst mit Ihrem Handy oder der Kamera Aufnahmen gemacht haben, die für die Strafverfolgung im Nachhinein interessant sein könnten, dann können Sie diese der Polizei übermitteln. Überlassen Sie die Fahndung nach Tätern grundsätzlich den zuständigen Behörden. Veröffentlichen Sie niemals Aufnahmen von Dritten. Erst recht nicht, wenn Sie diese noch als Straftäter kennzeichnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Situation für Sie eindeutig ist.

Polizei Hamburg Hinweisportal
Über das Hinweisportal der Polizei Hamburg können Sie Ihre eigenen Aufnahmen hochladen. (Screenshot/http://www.hh.hinweisportal.de)

Die Polizei Hamburg hat ein Hinweisportal eingerichtet. Hier können Sie Ihre Filmaufnahmen in Form von Fotos oder Videos hochladen und so den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stellen. Beachten Sie jedoch unbedingt, dass Sie nur eigene Aufnahmen hochladen und keine Videos aus YouTube oder von anderen Nutzern. Die Informationen aus sozialen Netzwerken wertet die Polizei selbst aus. Über 1.000 Dateien wurden bisher schon hochgeladen. Wahrscheinlich werden das Portal in den nächsten Stunden noch einige Hinweisgeber nutzen.

Sie können Ihre Aufnahmen der Polizei sowohl mit Ihren Personalien als auch anonym zur Verfügung stellen.

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2 Gedanken zu „G20 Hamburg: Falscher Fahndungsaufruf und wie Sie wirklich helfen“

  1. Auf welchem Portal kann ich denn Video´s und Bilder von Straftaten von Polizeibeamten hochladen ?
    Werden diese taten dann auch tatsächlich verfolgt und geahndet ?

    Antworten

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