Verbraucherschutz möchte Ihnen Push-Benachrichtigungen schicken.

Bitte wählen Sie Kategorien die Sie abonnieren möchten.



Gemein: Betrüger bieten Kredit an, eröffnen aber ein Bankkonto


Bitte unterstützen Sie uns

Mit einmalig 3 € tragen Sie zur Erhaltung von Verbraucherschutz.com bei und erkennen unsere Leistung an. Jetzt 3,00 Euro per PayPal senden. So können Sie uns außerdem unterstützen.

Mit einem freiwilligen Leser-Abo sagen Sie Betrügern den Kampf an, unterstützen die Redaktion und bekommen einen direkten Draht zu uns.

Sie sind in Geldnot und suchen einen Kredit? Im Internet gibt es zahlreiche Angebote. Fiese Betrüger nutzen die Notsituation und gaukeln die Vergabe eines Kredites vor. In Wirklichkeit eröffnen sie ein Konto, welches für Straftaten genutzt wird.

Kredite sind der heutigen Gesellschaft nicht ungewöhnlich oder gar verpönt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland derzeit bei mehr als 6.000 Euro. Wer sich etwas nicht sofort leisten kann, spart noch ein wenig oder beantragt einen Kredit. Verbraucher, die in finanziellen Nöten sind, werden sehr schnell Opfer dubioser Anbieter. Wir haben in der Vergangenheit über die Masche mit den Krediten ohne Schufa berichtet, bei denen die Antragsteller Opfer von Betrügern wurden. Bei solchen Angeboten schalten manche Verbraucher den Kopf aus und überlegen nicht lange. Doch am Ende haben sie nicht nur kein Geld, auf sie kommen unter Umständen zusätzliche Forderungen zu.

Wie die Polizei Bayern in einer Pressemitteilung berichtet, ist eine 26-jährige Frau bei der vermeintlichen Beantragung eines Kredites Opfer von Betrügern geworden. Ende letzten Jahre beantragte die junge Frau über das Internet einen Kredit. Um ihre Personalien gegenüber den vermeintlichen Kreditgebern zu verifizieren, nahm Sie an einem Video-Identverfahren teil. Hierbei wurde neben einem Bild der Antragstellerin auch eine Kopie des Personalausweises gespeichert. Das ist bei diesem Verfahren üblich.

Verpassen Sie keine Warnung. Hier können Sie uns folgen:

Kein Kredit, dafür noch mehr Schulden

Das Geld hat die Frau aus Bayern nie erhalten. Was ihr nicht bewusst war – Sie schloss keinen Kreditvertrag ab. Sie eröffnete ein Bankkonto bei einer Onlinebank. Doch zu diesem hatten nur die Betrüger Zugang. Das Konto wurde für weitere Betrügereien genutzt. Nach Angaben der Polizei gingen Gelder aus anderen Straftaten, wie Einzahlungen aus Fakeshops und gefälschten Auktionen auf dem Konto ein. Die „Einnahmen“ wurden dann weiter ins Ausland transferiert, wo die Spuren für die Ermittlungsbehörden schnell im Sande verlaufen können. Oft transferieren die Cyberkriminellen das Geld in sogenannte Kryptowährungen

Heute aktuell: Das müssen Sie gelesen haben:

Wer kommt für den entstandenen Schaden auf?

Die Frau ist zwar Opfer von Betrügern geworden, jedoch lief das eröffnete Konto auf ihren Namen. Die weiteren Opfer, die auf das Konto eingezahlt haben, werden sicherlich ihr Geld zurück verlangen. Doch damit nicht genug:

Neben möglichen zivilrechtlichen Forderungen können u. U. strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche als sog. Finanzagent folgen.  
Polizeipräsidium Niederbayern

Aus diesem Grund rät die Polizei zu besondere Vorsicht.

Das Polizeipräsidium Niederbayern warnt zur besonderen Vorsicht, wenn Sie sich mittels Video-Ident-Verfahren verifizieren müssen, wie im vorliegenden Fall für eine Kreditbeantragung aber auch für Jobangebote im Internet. Teilen Sie beim Verifizierungsprozess unmissverständlich mit, wozu die Identifizierung dient. Sollten Sie bereits Ihre persönlichen Daten übermittelt haben, so erstatten Sie umgehend Anzeige bei der örtlichen Polizei. 

Bei Krediten besteht generell nicht nur das Risiko betrogen zu werden. Manchmal ist eine bestimmte Darlehensform für die konkrete Situation des Verbrauchers einfach ungeeignet. So haben wir in unserem Ratgeber beleuchtet, für wen sich ein Sofortkredit lohnt und warum sich Minikredite mitunter nicht lohnen.

Nützliche Links zu diesem Thema

Haben Sie diese Artikel schon gesehen?

Im Visier von Unternehmen: Die Jagd nach Kundendaten

In den letzten Jahren ist das Thema Kundendaten und der vorsichtige Umgang mit ihnen immer wieder thematisiert worden. Auch heute noch spielen die Angaben von Kontodaten, Preisausschreiben und die sozialen Netzwerke eine große Rolle und

0 Kommentare
Datenmissbrauch: Selbsthilfe bei unzureichendem Schutz – Kunden- und Kontodaten vom Diebstahl betroffen

Immer wieder geraten Millionen von Kunden- und Kontodaten in unbefugte Hände. Sie können sich gegen den Missbrauch der eigenen Daten wehren und wir geben Ihnen die richtigen Tipps dafür.

0 Kommentare
Aktien: Fragen und Antworten zur Dividende für Aktionäre

Dividenden sind für Stiftungen, Unternehmen und Kleinanleger immens wichtig. Sie stehen für den Anlageertrag und gehören zur Aktie wie der Zinssatz zum Festgeld. Nicht jede Aktiengesellschaft ist in der Lage, regelmäßig Dividenden an ihre Aktionäre

0 Kommentare
Inkassoforderungen per SMS – oft unseriös von Betrügerfirmen verschickt

Gewinnspiele und Telefonsex waren versprochen, aber die Realität sieht anders aus, denn wenn Sie die beworbenen Telefonnummern wählen, erhalten Sie meist überteuerte Rechnungen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Inkasso-Forderung, die Ihnen einfach per

0 Kommentare
E-Mail: 750 Euro, 500 Euro und 250 Euro Rewe-Gutschein führt zu einem Datensammler-Gewinnspiel

Wieder einmal sollen Sie von einem Lebensmittelgeschäft einen 250 Euro beziehungsweise 500 Euro Gutschein bekommen. Diesmal trifft es erneut Rewe. Was Sie von der E-Mail mit dem Betreff „Dein REWE-Gutschein für …“ oder „Ihr REWE-Einkaufsgutschein

12 comments

Spendieren Sie eine Tasse Tee oder Kaffee?

Empfinden Sie unsere Arbeit als wertvoll und hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Möchten Sie uns unterstützen? Dann spendieren Sie dem Redakteur einen Kaffee oder Tee. Ihre Wertschätzung motiviert uns und erhält Verbraucherschutz.com als unabhängiges Verbraucherportal.

PayPal spenden | Überweisung | Weitere Möglichkeiten

Spendieren Sie eine Tasse Tee oder Kaffee?

Empfinden Sie unsere Arbeit als wertvoll und hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Möchten Sie uns unterstützen? Dann spendieren Sie dem Redakteur einen Kaffee oder Tee. Ihre Wertschätzung motiviert uns und erhält Verbraucherschutz.com als unabhängiges Verbraucherportal.

PayPal | ÜberweisungSonstige

Fanden Sie den Artikel hilfreich?
Sende
Benutzer-Bewertung
0 (0 Stimmen)

Schreibe einen Kommentar