Entwarnung: E-Mail „Neue Apps wurden mit Ihrem Microsoft-Konto verbunden“ ist echt


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Haben Sie eine E-Mail mit dem Betreff: „Neue Apps wurden mit Ihrem Microsoft-Konto verbunden“ erhalten? Wir erklären Ihnen, ob die E-Mail echt oder ein Phishingversuch ist.

Immer häufiger werden E-Mails relativ schnell als Spam oder Phishing abgetan, denn auf die meisten E-Mails trifft es sogar zu.  Diese Nachrichten werden im Namen bekannter Unternehmen wie PayPalAmazonGoogle oder ebay versendet. Regelmäßig veröffentlichen wir auch Warnungen zu gefälschten E-Mails im Namen von Microsoft. Doch häufig erhalten wir auch E-Mails mit Phishing-Verdacht, die von den Nutzern fälschlicherweise als Spam betrachtet werden. Beispielsweise haben wir über die kritische Sicherheitswarnung von Google berichtet und konnten zur E-Mail mit dem Betreff „Sicherheitshinweis für das Microsoft-Konto“ Entwarnung geben.

Wenn Sie einen Account bei Microsoft besitzen, könnte auch die folgende echte E-Mail in Ihrem Postfach landen. In der E-Mail geht es um eine Warnung vor dem Zugriff neuer Apps auf Ihr Microsoftkonto. Die E-Mail hat den entsprechenden Betreff: „Neue Apps wurden mit Ihrem Microsoft-Konto verbunden“ und wird vom Absender Microsoft-Konto-Team <[email protected]versendet.

Ist die Warnung „Neue Apps wurden mit Ihrem Microsoft-Konto verbunden“ echt?

Ja, diese E-Mail stufen wir als echt ein. Dieser Warnhinweis wird immer dann versendet, wenn ein neues Gerät oder eine neue App mit Ihrem Microsoft-Konto verbunden wurde. Der Grund für die Warnung, welcher Dienst oder welche App nun auf das Konto zugreift, ist im Text enthalten und wird daher bei anderen Nachrichten abweichen.

Microsoft-Konto

Neue Apps haben Zugriff auf Ihre Daten

Gmail Android wurde mit dem Microsoft-Konto ..*****@domain.de verbunden.
Wenn Sie diesen Zugriff nicht gewährt haben, entfernen Sie die Apps aus Ihrem Konto.

Ihre Apps verwalten

Sie können den Erhalt von Sicherheitsbenachrichtigungen auch abbestellen oder die Empfangsadresse ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Microsoft-Konto-Team

2019-12-25 Neue Apps wurden mit Ihrem Microsoft-Konto verbunden
(Quelle: Screenshot)
 

In der echten E-Mail wird die mit dem Microsoft-Konto verknüpfte E-Mail Adresse immer nur teilweise angezeigt. Sind Sie Inhaber dieser Adresse, sollten die wenigen Buchstaben ausreichen, um sie zu erkennen. Wenn Sie keine Aktion vorgenommen haben, die diese E-Mail hätte auslösen können, sollten Sie sich als nächstes in Ihr Microsoft-Konto einloggen und überprüfen, wer oder was Zugriff auf Ihre Daten erlangt hat.

Leider erhalten wir immer wieder Anfragen zu echten E-Mails, die im Namen von Microsoft versendet werden, mit dem Hinweis, dass die im Text genannte E-Mail Adresse völlig unbekannt ist. Wie dieses Phänomen zustande kommt, können wir auch nicht nachvollziehen. Eine Anfrage bei Microsoft zu diesem Vorgang, blieb bislang unbeantwortet.

Microsoft Phishing

Microsoft Phishing: Diese Spam-Mails sind aktuell – Microsoft-Account-Team

Gefälschte E-Mails im Namen von Microsoft werden derzeit von Kriminellen versendet. Ahnungslose Nutzer könnten auf diesen Phishingversuch leicht hereinfallen. In den Nachrichten mit dem Absender Microsoft-Kontoteam oder Microsoft Support, geht […]


Sollten Sie Links in dieser E-Mail nutzen?

Diese echte Nachricht von Microsoft könnte schon morgen als Fälschung in Ihrem Postfach liegen. Deshalb raten wir grundsätzlich davon ab, Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails zu verwenden, um sich bei einem Onlinedienst anzumelden. Die Links in der echten E-Mail von Microsoft führen auf eine Login-Seite. Hier sollen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten anmelden. Die Verwendung des Links stellt ein Risiko dar, da dieser Sie auf eine gefälschte Webseite entführen könnte.

Wir raten: Rufen Sie sich die Webseite von Microsoft in einem Browserfenster manuell auf, indem Sie die Adresse (microsoft.com) in die Adresszeile eingeben. Klicken Sie auf der Webseite oben rechts auf den Button „Anmelden“. Sie werden dann zum Log-in weitergeleitet. Auf der folgenden Webseite (login.live.com) melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten an. So umgehen Sie das Risiko, auf einen Phishing-Angriff hereinzufallen.

Tipp: Wenn Sie sich einmal mit Ihrem Microsoft-Konto beschäftigen, dann sollten Sie gleich die Überprüfung in zwei Schritten einrichten. Damit schützen Sie Ihre Microsoft-Konto vor Hackerangriffen.

 

Was sollten Sie nach Erhalt des Sicherheitshinweises tun?

Auf keinen Fall dürfen Sie die Nachricht ignorieren. Schließlich ist denkbar, dass Dritte Zugang zu Ihrem Microsoft-Konto haben oder hatten und somit auch persönliche Daten stehlen können. Wir raten, dass Sie Ihr Microsoft-Konto zunächst überprüfen. In den letzten Aktivitäten können Sie nachvollziehen, wann und wo Sie sich zuletzt angemeldet haben und welche Apps und Dienste Zugriff zu Ihrem Microsoft-Konto haben. Gibt es hier Anmeldungen oder Zugriffe, die nicht von Ihnen stammen, wurde Ihr Microsoft-Konto womöglich gehackt.

Rufen Sie sich zunächst die letzten Aktivitäten des Microsoft-Kontos manuell in Ihrem Browser auf. Geben Sie dazu in die Adresszeile „account.microsoft.com/privacy/activity-history“ ein und melden Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem Passwort für das Microsoft-Konto an. Danach gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Wenn Sie sich mit Ihren Zugangsdaten noch anmelden können, aber eine nicht von Ihnen durchgeführte Anmeldung oder den Zugriff einer App sehen, dann sollten Sie das Passwort für das Microsoft-Konto ändern. Dadurch stellen Sie sicher, dass der Fremde keinen Zugriff mehr hat. Den Dienst oder die App sollten Sie zudem aus Ihrem Konto entfernen. Damit kappen Sie sofort die Verbindung der App oder des Dienstes und verhindern weitere Zugriffe-
  2. Falls Sie sich nicht mehr anmelden können, müssen Sie das Kennwort für das Microsoft-Konto zurücksetzen (zur Anleitung).

Anschließend sollten Sie das gesamte Microsoft-Konto überprüfen. Kriminelle öffnen häufig eine Hintertür, um auch nach der Kennwortänderung auf wichtige Informationen zugreifen zu können. Überprüfen Sie alle gesendeten und empfangenen E-Mails. Checken Sie E-Mail-Filter und Weiterleitungen. Häufig wird eine Weiterleitung von E-Mails angelegt. Dadurch erhalten die Kriminellen unbemerkt im Hintergrund eine Kopie jeder eingehenden oder ausgehenden E-Mail. Denken Sie bei der Prüfung auch an mögliche Einkäufe über Ihr Microsoft-Konto. Auch den Cloudspeicher Onedrive sollten Sie auf neu hinzugekommene Dateien überprüfen.

Falls Sie das Kennwort für das Microsoft-Konto auch bei anderen Onlinediensten verwenden, müssen Sie auch dort das Passwort ändern.

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