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Entwarnung: E-Mail von DPD „Für Ihr Paket sind Einfuhrabgaben fällig.“ ist echt


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Aktuell verunsichert Verbraucher eine E-Mail vom DPD mit dem Betreff „Für Ihr Paket sind Einfuhrabgaben fällig.“ Was hat es mit der Nachricht auf sich? Warum müssen Sie plötzlich zusätzlich Gebühren bezahlen, wenn Sie Waren aus dem Vereinigtem Königreich erwarten? Wir klären auf, was hinter dieser Nachricht steckt.

Oftmals fällt es in der heutigen Zeit schwer, echte Nachrichten von Spam und Phishing-Mails zu unterscheiden. Auch im Namen der Postdienstleister wie DHL, UPS und DPD sing gefälschte Nachrichten im Umlauf. So werden beispielsweise für angeblich zu erwartende Pakete Zollabgaben fällig. Selbst der deutsche Zoll hat schon vor den betrügerischen E-Mails gewarnt.

Doch was ist, wenn Sie jahrelang bei einem Unternehmen Ware bestellt haben und plötzlich werden zusätzliche Gebühren fällig. Da ist klar, dass Sie stutzig werden können. So geht es derzeit vielen Verbrauchern, die Ware aus dem Vereinigtem Königreich erwarten. Plötzlich flattert eine E-Mail vom DPD ins Postfach, welche zusätzliche Einfuhrabgaben fordert. Doch was hat es mit der E-Mail mit dem Betreff „Für Ihr Paket sind Einfuhrabgaben fällig.“ auf sich? Ist diese echt?

E-Mail vom DPD „Für Ihr Paket sind Einfuhrabgaben fällig.“ ist kein Spam

An dieser Stelle wollen wir erst einmal auflösen. Die E-Mail mit dem Betreff „Für Ihr Paket sind Einfuhrabgaben fällig.“ stammt tatsächlich vom DPD und ist keine Spam-Nachricht. Dabei kann die echte E-Mail von Betrügern bald nachgemacht werden. Deshalb ist es immer wichtig, dass Sie die E-Mails ganz genau prüfen. Nur Sie wissen, wo Sie tatsächlich Ware bestellt haben.

So sieht die DPD-Mail aus:

Absender:

Betreff:

  • Für Ihr Paket sind Einfuhrabgaben fällig.

Text:

Lieber Paketempfänger,
Ihre Sendung … von Firma Mustermann aus dem Vereinigtem Königreich ist auf dem Weg! Für dieses Paket sind Einfuhrabgaben fällig.
Diese betragen … EUR
Bezahlen
Nach Zahlungseingang stellen wir Ihr Paket gerne an folgende Adresse zu:
Max Mustermann
Max Mustermann
Musterstraße 1
Musterstadt
00000
Deutschland
Bitte bezahlen Sie die fälligen Einfuhrabgaben bis 02/03/2021 über unseren sicheren Online-Zahlungsdienst. Sollten Sie die Einfuhrabgaben bis dahin nicht begleichen, wird Ihr Paket leider an den Absender zurückgeschickt.
Viele Grüße
Ihr DPD Team
Auf diese E-Mail können Sie leider nicht antworten. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung. Diese E-Mail dient lediglich zu Ihrer Information. Wir verwenden Ihre E-Mail-Adresse ausschließlich, um Ihr Paket anzukündigen. Sie wird nicht für werbliche Zwecke genutzt. dpd.de

Entwarnung DPD Mail Vereinigstes Koenigreich
(Foto: Screenshot)

Sollten Sie eine E-Mail mit abweichenden Daten oder Text erhalten, leiten Sie diese gerne weiter an [email protected], damit wir gegebenenfalls eine Warnung veröffentlichen können, so es sich dabei um Spam oder Phishing-Mails handelt.

Wie erkennen Sie die Echtheit der Nachricht?

Fakt ist, dass Sie die Bezahlung des Paketes scheinbar nur über den Link in der E-Mail vornehmen können. Gehen Sie mit dem Mauszeiger über den Link „Bezahlen“ und schauen Sie, welcher Link sich öffnen würde. Dort muss definitiv „tax.dpd.com“ stehen, damit Sie auch auf der Seite des DPD landen. Sobald in der URL etwas anders ist, können Sie von Betrug ausgehen.

Warum müssen Sie zusätzliche Abgaben leisten?

Die Frage ist relativ schnell beantwortet. England (Vereinigtes Königreich) ist aus der Europäischen Union ausgetreten. Damit fallen zusätzliche Kosten in Form von Mehrwertsteuer, Importzöllen und Verwaltungskosten an. Wenn das Unternehmen, bei dem Sie Ware bestellt haben, diese Kosten nicht übernimmt, müssen Sie diese bezahlen. Das ist das Gleiche, wie wenn Sie Ware aus dem nicht europäischen Ausland bestellen. DPD schreibt dazu auf seiner Seite:

Da das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausgetreten ist, sind die zwischen ihnen bestehenden Handelsverträge nicht mehr gültig. Das bedeutet, dass für Pakete aus dem Vereinigten Königreich Mehrwertsteuer, Importzölle und Verwaltungskosten anfallen können. Wenn der Versender nicht angegeben hat, dass er die Mehrwertsteuer und/oder die Importzölle übernimmt, müssen Sie für diese Kosten aufkommen, bevor Sie Ihr Paket erhalten. Wenn der Warenwert des Pakets weniger als 22 Euro beträgt, werden keine Mehrwertsteuer und keine Einfuhrzölle erhoben. Wenn der Wert der Waren 22 Euro übersteigt, aber unter 150 Euro liegt, wird die Mehrwertsteuer erhoben, aber es werden keine Einfuhrzölle fällig. Übersteigt der Wert 150 Euro, werden Mehrwertsteuer und Einfuhrzölle in Rechnung gestellt.

Der Betrag, den Sie zahlen müssen, setzt sich aus Importzöllen, der Mehrwertsteuer und Verwaltungskosten zusammen. Der genau Betrag hängt vom Wert der Waren im Paket, dem Mehrwertsteuersatz und dem Importzollsatz ab. Die unterschiedlichen Beträge finden Sie unter der Registerkarte „Angaben zum Paket prüfen“.

Wenn Sie sich über den Link „Bezahlen“ die Sendungsübersicht aufrufen, sehen Sie auch, wie sich der zu zahlende Betrag zusammensetzt.

Sollten Sie Links in dieser E-Mail nutzen?

Gerade bei unerwarteten Nachrichten sollten Sie vorsichtig sein. Spam oder Phishing-Nachrichten verwenden gefälschte Absender und unmerklich veränderte E-Mail-Adressen. Auch die Anhänge dürfen Sie nicht achtlos öffnen. Hier werden von den Cyberkriminellen meist die Schadprogramme, wie Viren, Trojaner und eine Ransomware versteckt.

Leider ist es im Fall von DPD augenscheinlich nicht möglich, die Zahlung anders vorzunehmen, als auf den Link in der E-Mail zu klicken. Deshalb sollten Sie vorher genau prüfen, ob Sie tatsächlich auf der Seite „tax.dpd.com“ landen.

Sie sind bei einer E-Mail ebenfalls unsicher?

Dann senden Sie uns die E-Mail an [email protected]. Wir prüfen diese und geben Ihnen auf Wunsch eine Rückmeldung.

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