Unwetterwarnung: So verhalten Sie sich bei Sturm und Orkan richtig


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Immer häufiger erhalten wir von den Wetterdiensten Warnungen vor Sturm und Orkan. Doch wie verhalten Sie sich richtig, wenn der Wind bläst und was sollten Sie vor, während oder nach dem Sturm tun?

Viele Menschen haben seit längerer zeit das Gefühl, dass die Wetterlagen extremer werden. Damit ist nicht nur der Eindruck gemeint, dass es Sommer wie Winter wärmer wird. Auch der Wetterumschwung ist oft mit einem Unwetter begleitet. 

Die Medien tragen einen Teil zu dieser Wahrnehmung bei. Denn heute werden wir vor allen möglichen Gefahren frühzeitig gewarnt. Die Wetterdienste wissen oft schon sehr zeitig, wie sich eine bestimmte Wetterlage entwickelt und können dann die passende Warnung vor Sturm, Orkan, Gewitter oder Hochwasser herausgeben. Außerdem informiert Sie die Warn-App Nina zu derartigen Bedrohungen per Nachricht auf Ihrem Smartphone. Bei orkanartigen Böen kann es schnell zu Einschränkungen im Flugverkehr, im Bahnverkehr und wahrscheinlich auch im Straßenverkehr kommen. Planen Sie also bei Warnung vor Sturm und Orkan mehr Zeit für den Arbeitsweg ein.

Was ist ein Sturm?

Von einem Sturm wird gesprochen, wenn der Wind mit einer Geschwindigkeit von mindestens 74,9 km/h weht. Alles was darunter ist kann noch als heftiger Wind bezeichnet werden. Auf der Beaufortskala  entspricht das der Klasse 9. Ab der Klassifizierung 12 Bft wird von einem Orkan gesprochen.

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Was ist ein Orkan?

Weht der Wind mit einer Geschwindigkeit von mindestens 117,7 km/h, wird von einem Orkan gesprochen. Mit der Beaufortskala werden Orkane mit der Stärke 12 klassifiziert. Das ist die höchste Einstufung der Beaufortskala.

Wie verhalten Sie sich bei Orkan und Stürmen richtig?

Aufgrund der Medienberichte und durch frühzeitige Unwetterwarnungen bleibt in der Regel genügend Zeit, sich auf die Sturmsituation einzustellen. Somit können Sie Gefahren reduzieren und Schäden vermeiden beziehungsweise mindern. 

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt ein paar Tipps, an die Sie sich bei Orkanen, starken Stürmen und Wirbelstürmen halten sollten. Beim Deutschen Wetterdienst können Sie sich über das bevorstehende Wetter informieren.

Grundsätzlich sollten Sie bei Unwetterwarnungen an diese drei Sachen denken:

  • ein netzunabhängiges UKW-Radio mit ausreichend Batterien
  • netzunabhängige Lichtquellen wie Taschenlampen und Kerzen (Batterien beziehungsweise Streichhölzer nicht vergessen)
  • Notgepäck und wichtige Dokumente, falls Sie Ihre Wohnung verlassen müssen

Das BBK weist darauf hin, dass Sie in der Dokumentensicherung eine Dokumention des Eigentums haben. Dies ist beispielsweise in Foto-Form möglich. Wird das Haus oder das Auto bei Unwetter beschädigt, könnten die Nachweise bei der Versicherung hilfreich sein.


Vorbereitung auf den Sturm / Orkan – was ist zu tun? 

In Vorbereitung auf den Sturm oder Orkan gilt es, die möglichen Schäden so gering wie möglich zu halten. Dazu zählen vor allem folgende Punkte:

  • außenstehende Mülltonnen sichern
  • Gartenmöbel sichern, gegebenenfalls in einem Gartenhaus
  • Blumentöpfe und bewegliche Gegenstände wegräumen
  • Garten / Balkon / Terrasse sichern
  • Das Auto in der Garage, Tiefgarage oder mit großem Abstand zu Bäumen und Häusern parken. Hier gilt die Regel: Je höher der gefährliche Gegenstand, desto länger sollte der Abstand sein.
  • Präventiv kann das Dach gesichert werden. Ziegel mit Sturmhaken sichern die Dachdeckung vor Windsog.
  • Kaminabdeckungen, Antennen, Satellitenschüsseln auf Stabilität überprüfen.

Verhalten bei Sturm / Orkan

Ist der Sturm erst einmal da, heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Jetzt geht es darum, sich selber zu schützen. 

  • Halten Sie sich möglichst nicht im Freien auf. Suchen Sie Schutz in einem festen Gebäude.
  • Werden Sie im Freien vom Sturm überrascht, legen Sie sich am besten in eine Mulde oder einen Graben mit dem Gesicht zur Erde. Schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen.
  • Auf dem Weg zu einem Gebäude sollten Sie Wälder und Freileitungen meiden. Achten Sie auf herunterfallende Dachziegel.
  • Ebenfalls zu meiden sind Baugerüste, Kräne und baufällige Gebäude.
  • Schließen Sie alle Türen und Fenster sowie alle Rollläden und Fensterläden.
  • Halten Sie sich von Öffnungen fern, die Sie nicht mit Roll- der Fensterläden schützen können.
  • Bei Wirbelstürmen sollten Sie einen möglichst tiefliegenden Raum wie den Keller aufsuchen.
  • Meiden Sie Räume mit großen Deckenspannweiten wie Hallen.

Schützen Sie Ihre Tiere. Wenn Sie Haustiere haben, dann sollten Sie auch an diese Lebewesen denken, wenn es Ihre Situation zulässt. Im Freien sollte sich kein Haustier bei Unwetter befinden. Tiere können durch extreme Wetterlagen verängstigt werden.


Nach dem Unwetter

Hat sich der Sturm oder Orkan erst einmal verzogen, geht es ans Aufräumen. Dazu zählt auch, dass Sie Ihr Hab und Gut auf Schäden prüfen. Gibt es irgendwo Wassereinbruch? Ist es zu Glasbruch gekommen? Wurde das Auto beschädigt?

Sollten durch den Sturm Schäden am Dach entstanden sein, so sollten Sie sich aus dem Sturzbereich fern halten. Verständigen Sie die Feuerwehr. Diese kann die Gefahr beseitigen oder mit einer Absperrung dafür sorgen, dass niemand den Gefahrenbereich betritt.

Elektrische Geräte sollten nur in Betrieb genommen werden, wenn Sie sicher gehen können, dass diese nicht mit Feuchtigkeit in Berührung gekommen sind.

Wurde eine Person verletzt, dann müssen Sie erste Hilfe leisten. Außerdem sollten Sie den Notruf wählen, damit Sie ärztliche Unterstützung bekommen. 

Wie Ihre persönliche Notfallvorsorge für den Katastrophenfall aussehen sollte, erfahren Sie ebenfalls bei uns.

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