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Rein pflanzlich heißt nicht immer harmlos und kann im schlimmsten Fall sogar im Tod enden


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Der Markt der Nahrungsergänzungsmittel boomt seit ein paar Jahren und nachdem alle bekannten Inhaltsstoffe enthalten sind, kommen immer mehr exotische Pflanzen zum Einsatz. Die exotischen Pflanzen sollen gesundheitsfördernd sein und gleichzeitig natürlich, aber das bedeutet nicht sofort, dass es sich um sichere Produkte handelt. Es gibt einige Pflanzen die gefährlich sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Herkunftsort ist teilweise nicht wichtig, denn es gibt Pflanzen und Pflanzenextrakte, die mitunter sehr gefährliche, gesundheitsschädliche Stoffe enthalten.
  • 18 bedeutende Pflanzen sind bisher auf ihre Schädlichkeit untersucht worden und über sie gibt es wissenschaftliche Bewertungen.
  • Für diese Stoffe in den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es bisher noch keine gesetzlichen Verbotslisten, denn zurzeit sind nur Yohimbe und Ephedra-Kraut verboten. Bei allen anderen Stoffen ist der Hersteller beziehungsweise der Vertreiber für die Sicherheit verantwortlich.

Der Markt mit exotischen Pflanzen boomt

Bei den Nahrungsergänzungsmitteln boomt zurzeit der Markt, wenn exotische Pflanzen und Pflanzenzubereitungen als Zutat enthalten sind.

Algen, Pilzen und Pflanzen wird eine außergewöhnliche, gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, so dass die Hersteller mit der Natürlichkeit ihrer Produkte werben und den Eindruck entstehen lassen, dass die Einnahme sicher ist. Leider handelt es sich um einen Trugschluss, denn nicht immer sind nur harmlose Kräuter enthalten, so dass auch unerforschte und teilweise giftige Substanzen in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind.

Das Problem ist einfach, denn für diese Art der Zutaten ist keine amtliche Zulassung notwendig und aus dem Grund prüfen die Behörden auch nicht die Wirkung oder die Bedenklichkeit für die Gesundheit. Somit kommen die Produkte ohne Kontrolle auf den Markt, so dass der Hersteller, der Verpacker und der Verkäufer für die Sicherheit sorgen müssen. In vielen Fällen sitzen diese Personen im Ausland und können somit schwer zur Verantwortung gezogen werden.

Die Lebensmittelüberwachung hat keine leichte Aufgabe, denn es ist nicht einfach, denn es gibt keine rechtsverbindliche Liste für zugelassene Pflanzen in Nahrungsergänzungsmitteln.

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Vorsicht ist besser als Nachsicht

Beim Kauf von „natürlichen“ Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie immer vorsichtig sein, denn Vorsicht ist besser als Nachsicht.

  • Wenn Sie chronisch krank sind oder regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, dann sollten Sie grundsätzlich vorsichtig sein, wenn Sie zu Pflanzen oder Pflanzenzubereitungen greifen wollen. Mitunter können Wechselwirkungen möglich sein. Das BfR hat dazu gesundheitliche Bedenken zu den Goji-Beeren, aber auch bei anderen Inhaltsstoffen. Idealerweise wenden Sie sich vor der Einnahme an einen Apotheker und fragen ihn nach möglichen Wechselwirkungen.
  • Auf eine notwendige medizinische Behandlung sollten Sie für die Einnahme von Pflanzenzubereitungen auf keinen Fall verzichten. Eine solche Entscheidung sollten Sie immer mit dem behandelnden Arzt absprechen, damit Sie keine unnötigen Risiken eingehen.
  • Seien Sie nicht nur bei Ephedrin-Produkten vorsichtig, sondern auch bei Produkten, die Synephrin enthalten. Das gilt besonders, wenn es sich um Kombinationen mit Koffein handelt.
  • Sie sollten auf Produkte mit Schlafbeere (Withania somnifera), Kuduzuwurzel (Pueraria lobata), Erdstachelnuss (Tribulus terrestris), Wermut (Artemisia absinthium) und Geißkraut (Galega officinalis L.) verzichten, denn in Bezug auf die Sicherheit bestehen Unklarheiten.
  • In lebensmitteltauglichen Pflanzen sind sekundäre Pflanzenstoffe enthalten und wenn Sie davon zu viel einnehmen, dann kann es zu Problemen kommen. Es gibt auch ziemlich gefährliche Inhaltsstoffe wie Blausäure, Morphin, THC in Hanfprodukten und Phasin.
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Die verbotenen gesundheitsschädlichen Pflanzen

Die Stoffliste für Pflanzen und Pflanzenteile vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gibt einen ersten Anhaltspunkt für die Sicherheit und die Eingruppierung der Pflanzen als Lebensmittel oder Arzneimittel.

Die Liste wurde zusammen mit Österreich und der Schweiz erarbeitet und im Moment stehen um die 850 Pflanzen und Pilze auf dieser Liste. Sie dient der einheitlichen Einschätzung der deutschen Lebensmittelüberwachungsbehörden, aber bis heute ist sie nicht rechtsverbindlich.

Dazu müssen Sie bedenken, dass die Pflanzenextrakte bei Lebensmitteln nicht standardisiert sind, so dass es keine Vorgaben zur Herstellung oder zur Zusammensetzung gibt. Im Endeffekt kommt es also immer auf den Einzelfall an. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat 18 Pflanzen und pflanzliche Zubereitungen ausgewählt und auf deren gesundheitliche Wirkung überprüft.

8 dieser Stoffe wurden vom Bundesinstitut für Risikobewertung als gesundheitsschädlich eingestuft, so dass sie nicht mehr in Nahrungsergänzungsmitteln zum Einsatz kommen. Aber im Endeffekt ist der Hersteller für die Sicherheit zuständig!

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Die giftigen Pflanzen oder Pflanzenzubereitungen

  • Eisenhut (Aconitum spp.) ist in Europa die giftigste Pflanzengattung. Kommt es zu einer Vergiftung, dann können schwere Schädigungen der Nerven, des Herz-Kreislaufsystems und des Verdauungsapparates die Folge sein. Im schlimmsten Fall kommt es zum Tod und es gibt bis heute kein Gegenmittel.
  • Fingerhut (Digitalis spp.) hat ein sehr breites Vergiftungsspektrum mit einer langanhaltenden Wirkung.
  • Meerträubel (Ephedra spp.) hat eine stimulierende Wirkung auf den Kreislauf, aber es kann zu Übelkeit, Herzrasen, Angstzuständen und Schlaflosigkeit kommen. Sogar lebensbedrohliche Folgen sind möglich. In den USA und Europa ist die Zutat in allen Nahrungsergänzungsmitteln verboten.
  • Weißer Stechapfel (Daktura stramonium), deren Blätter kommt in der traditionellen Heilkunde bei Bronchitis und Asthma zum Einsatz. Es kann zu Vergiftungen mit tödlichen Ausgang kommen.
  • Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) kann bei innerer Anwendung mit zahlreichen Vergiftungserscheinungen drohen und im schlimmsten Fall kommt es zu einem tödlichen Ausgang durch Atemlähmung und Krampfanfällen.
  • Aztekensalbei (Salvia divinorum Epling & Jativa) ist eine halluzinogene Droge mit sehr hohem Missbrauchspotential.
  • Aristolochia (Aristolochia spp.) kann schon in kleinen Dosen zu Nierenschäden führen, das Erbgut verändern und Krebs erregen. Seit 1981 sind die Aristolochia-haltigen Arzneimittel in Deutschland verboten.
  • Schlangenwurzel (Rauwolfia serpentina) führt bei einer Vergiftung zu schweren Nervenstörungen, kann das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen und Störungen des Verdauungsapparates auslösen, was auch langfristige Schäden zur Folge hat.
  • Khat (Catha edulis) muss eigentlich als Droge eingestuft werden, denn es handelt sich um einen psychoaktiven Inhaltsstoff, der auch das Fahrvermögen einschränkt.

Wichtig:

  • Ephadrakraut (Ephedrin, Ephedra) ist seit 2015 verboten. Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde hat im Jahr 2013 festgestellt, dass die Ephadra-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Gewichtsreduktion eingesetzt werden und über das Internet erhältlich sind. In den Nahrungsergänzungsmitteln sind die Mengen teilweise genauso hoch wie bei einer therapeutischen Dosis und im schlimmsten Fall auch noch deutlich höher. Dadurch kann es zu schwerwiegenden Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System kommen, aber auch das zentralen Nervensystem negativ beeinträchtigen. Die Kombination mit Koffein kann die negativen Effekte noch deutlich verstärken und es kann zu Bluthochdruck oder Schlaganfällen kommen.
  • Yohimbe (Pausinystalia yohimbe) ist eine Baumringe, die in vielen Nahrungsergänzungsmitteln zum Einsatz gekommen ist, aber seit dem 15. Mai 2019 wurde eine Verordnung erlassen ( EU 2019 / 650 und somit ist Yohimbe in Nahrungsergänzungsmitteln und anderen Lebensmitteln verboten.

Weitere Verbote werden im Jahr 2021 erwartet!

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Keine wissenschaftlichen Daten

Informationen zur Gesundheitsgefahr fehlen bei 5 weiteren Pflanzenstoffen, so dass es keine wissenschaftlichen Sicherheiten gibt.  

Dadurch, dass bis heute keine Studien in Bezug auf die Sicherheit vorliegen, sollten diese Zutaten auch nicht in Nahrungsergänzungsmitteln vorhanden sein.

  • Schlafbeere (Withania somnifera) (auch als Ashwagandha bezeichnet)
  • Kudzuwurzel (Pueraria lobata)
  • Erdstachelnuss (Tribulus terrestris)
  • Wermut (Artemisia absinthium)
  • Geißraute (Galega officinalis L.)

Es fehlen zahlreiche gesetzliche Maßnahmen hinsichtlich der Pflanzenstoffe, aber es werden weiterhin Prüfungen gemacht, so dass es in Zukunft mit Sicherheit noch einige vorbeugende gesundheitliche Maßnahmen geben wird.

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel

1. Sind „rein pflanzliche“ Nahrungsergänzungsmittel schädlich?

Grundsätzlich sind rein pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel nicht schädlich, aber es kommt immer auf die Inhaltsstoffe an. In einigen Produkten können krebserregende Pyrrolizidinalkaloide enthalten sein, so dass sie durchaus schädlich sind. Achten Sie beim Kauf immer auf die Inhaltsstoffe.

2. Wie sicher sind die Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet?

Das Internet macht den Zugriff auf Nahrungsergänzungsmittel sehr einfach, aber gerade aus unbekannten Quellen können sie gefährlich sein.

3. Welche Nahrungsergänzungsmittel kann an gefahrenlos zu sich nehmen?

Kaufen Sie Nahrungsergänzungsmittel immer nur aus bekannten Quellen, aus Apotheken oder Drogerien. Hierbei handelt es sich um geprüfte Produkte, so dass eine Gesundheitsgefährdung nahezu ausgeschlossen werden kann.

4. Kann man Nahrungsergänzungsmittel kombinieren?

Bei der Kombination von mehrere Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie darauf achten, dass Folsäure und Zink nicht kombinieren. Selen und Vitamin C sind auch keine gute Kombination.

5. Haben pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel Nebenwirkungen?

In den pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel sind verschiedene Wirkstoffe enthalten und je nach Wirkstoff können auch Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen auftreten.

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Fazit

In den letzten Jahren ist der Markt mit pflanzlichen Nebenwirkungen explodiert und jedes Jahr kommen neue Produkte mit neuen Pflanzenwirkstoffen auf den Markt. Sie sollen nicht nur besser, sondern auch schneller sein, aber es gibt einige Pflanzen, die sollten Sie nicht zu sich nehmen. Achten Sie beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln immer auf die Inhaltsstoffe, damit Sie keine Nebenwirkungen bekommen oder gesundheitsschädliche Effekte.

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