Kurios: Falscher Polizist macht Fehler und schickt Opfer zur echten Polizei


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Manchmal sind Kleinkriminelle auch für eine Lachnummer gut. Die echte Polizei Cosefeld berichtet über Täter, die sich mit einer bekannten Masche bereichern wollten. Sie gaben sich als Polizisten aus. Doch ihre eigene Taktik ging nicht ganz auf. Und so landete das eigentliche Opfer bei der echten Polizei und konnte gleich Strafanzeige erstatten.

In der Vergangenheit haben wir immer wieder über falsche Polizisten und ihre Maschen berichtet. Diese versuchen mit filmreifen Geschichten an das Geld und die Wertgegenstände von Senioren zu gelangen. Mit diesen Tricks werden wohl täglich ältere Menschen in Deutschland hereingelegt. In den meisten Fällen handelt es sich um organisierte Banden. Doch manchmal sind diese Banden entweder schlecht organisiert oder es haben unfähige Kleinkriminelle die Masche einfach kopiert. In beiden Fällen kann etwas schiefgehen, so wie in Cosefeld. Das Opfer hatte in diesem Fall Glück und konnte seine Goldmünzsammlung behalten. Doch was war passiert?

Die Masche der falschen Polizisten

In typischer Manier nahmen die Trickdiebe am 3. Januar 2019 telefonisch Kontakt mit ihrem Opfer auf. Wie so oft handelte es sich um einen Senioren. Diesem stellte sich einer der Täter als Kriminalbeamter Beckmann vor, der sehr fleißig sein muss. Komischerweise wird dieser Name nämlich bundesweit immer wieder verwendet. Kommissar Beckmann erklärte dem Rentner, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen ist, die Polizei aber zwei Einbrecher schnappen konnte. Allerdings hatten diese eine Liste bei sich, auf der angeblich auch der Name des angerufenen Mannes stand. Diese Story wird schon ewig verwendet und muss wohl immer herhalten, wenn den Kriminellen nichts anderes einfällt.

Kurz nach dem Anruf des Kriminalbeamten Beckmann meldete sich ebenfalls telefonisch der vermeintliche Staatsanwalt Fink. Dieser bat den Cosefelder um seine Mitarbeit in dem Fall. Mit seiner Hilfe könne man die Täter unter Umständen fassen. Der Anruf sowie einige weitere Telefonate sollten den älteren Herren weich klopfen. Diese Rechnung ging am Ende auch auf. Der Senior machte mit und erklärte sich bereit, seine Goldmünzen zur Polizei zu bringen. Genau das ist beabsichtigt. Je nach Masche treffen sich die potenziellen Opfer entweder mit einem vermeintlichen Beamten in Zivil, der natürlich kein Polizeibeamter ist, oder werden unterwegs abgefangen. Letzteres sollte auch in Cosefeld passieren. Dem Senior wurde erklärt, dass sich dieser nicht über eine Polizeikontrolle mit Zivilkräften wundern solle.

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Wie kam das Opfer mit Goldmünzen zur echten Polizei?

Wahrscheinlich sollten dem potenziellen Opfer die Goldmünzen bei der angekündigten Polizeikontrolle mit Zivilkräften abgenommen werden. Der Herr machte sich mit seinen Goldmünzen auf den Weg zur Polizeiwache in Cosefeld, wo er seine Wertsachen registrieren lassen wollte. Die unfähigen Kriminellen haben ihn allerdings unterwegs nicht abgepasst und damit entfiel auch die Polizeikontrolle mit den Zivilbeamten. Dadurch kam der Herr unbeschadet bei der echten Polizeiwache in Cosefeld an und verlangte den Kollegen Beckmann, den es natürlich nicht gab. Die dortige Beamtin erkannte die Masche und den Betrugsversuch und nahm sogleich eine Strafanzeige auf.

Gleichsam erklärte die echte Beamtin, dass die Polizei niemals Wertsachen registriert oder gar in Verwahrung nimmt. Immer wenn man von der angeblichen Polizei angerufen und nach Bargeld oder Wertsachen gefragt wird, sollte man das Gespräch beenden und Strafanzeige erstatten. Rufen Sie jedoch nie die angezeigten Telefonnummern zurück oder wählen Sie gar Handynummern. Sie erreichen die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder finden die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle im Telefonbuch.

In diesem Fall hatte der Senior aus Cosefeld Glück und konnte seine Goldmünzen behalten.

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