Vorsicht: Corona-Betrüger an der Wohnungstür – Kettenbriefe auf WhatsApp im Umlauf


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Wohnung Haustür Klingel Symbolbild
Symbolbild (Foto: LumineImages/stock.adobe.com)

Kriminelle machen vor keinem Thema halt, um an das Hab und Gut ahnungsloser Menschen zu kommen. Aktuell versuchen sie den Coronavirus als Türöffner zu nutzen. Wir erklären, wie die Masche funktioniert.

Seit Jahrzehnten tauchen Kriminelle an der Wohnungstür auf und versuchen mit diversen Tricks in die Wohnung oder das Haus zu kommen. Meist sind die Trickbetrüger in Banden organisiert. Sie kommen als Handwerker, Apothekenlieferdienst oder Polizisten und manchmal möchten sie nur einen Stift und ein Blatt Papier. Doch auch Notlagen werden gern vorgetäuscht, dann bitten die Betrüger beispielsweise um ein Glas Wasser. Alle Maschen an der Wohnungstür dienen einem Ziel: dem Zugang in die eigenen vier Wände des Opfers.

So funktioniert die Türöffner-Masche mit dem Coronavirus

Jetzt setzen die Ganoven auf den Coronavirus, zuletzt im Raum Düren. Um den trickreichen Türöffner zu aktivieren, klingeln die Betrüger an Wohnungstüren, häufig bei älteren Menschen. Dazu geben sich die Kriminellen als Mitarbeiter vom Gesundheitsamt aus, sind oft mit weißen Kitteln und Atemschutzmasken bekleidet. Wird die Tür geöffnet, behaupten die überraschenden Besucher, dass der Bewohner sich vermutlich mit dem Coronavirus infiziert hat. Um das zu prüfen, müssen die Besucher für weitere Untersuchungen in die Wohnung.

Wenn Sie die Fremden jetzt in die Wohnung lassen, haben Sie in der Regel verloren. Gerade ältere Menschen können keine 2 Personen im Blick behalten. Zudem gehen die Trickdiebe geschickt vor und bedienen sich im Haushalt. Fallen Sie auf den Unfug nicht herein und lassen Sie fremde Personen niemals in Ihre Wohnung. 

DHL Deutsche Post Symbolbild

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WhatsApp Kettenbrief warnt vor den falschen Mitarbeitern

Vor der Betrugsmasche mit den falschen Mitarbeitern vom Gesundheitsamt wird auch mit einem Kettenbrief auf WhatsApp gewarnt. Dieser Kettenbrief ist grundsätzlich gut gemeint und es handelt sich dabei weder um einen Virus noch um eine Falschinformation. So sieht der Kettenbrief beispielsweise aus:

Hallo ihr Lieben,
bei uns kommt gerade eine Meldung rein, das Leute von Haus zu Haus gehen und sich als Leute vom Gesundheitamt ausgeben. Sie sind ausgerüstet mit Mundschutz, Schutzanzug u.s.w. (Sieht ziemlich echt aus) und wollen die Menschen testen und in deren Wohnung gelangen. Diese Leute sind NICHT vom Gesundheitsamt. Es sind Betrüger, die sich die momentane Verunsicherung und Angst der Menschen zu Nutze mache. Ist gestern in Leverkusen einer 82 jährigen passiert. Bitte aufpassen.
Lieben Gruß

Falls Sie eine andere Version bekommen haben, leiten Sie uns diese bitte per WhatsApp an 03054909774 weiter. 

Generell sehen wir die Verbreitung derartiger Warnungen per Kettenbrief kritisch. Das Problem ist, dass diese erfahrungsgemäß oft über Jahre im Umlauf sind. Sie werden also auch dann noch verbreitet, wenn die Betrugsmasche nicht mehr aktuell ist. Dadurch werden viele Menschen unnötig beunruhigt, teils verängstigt. Dennoch ist es wichtig, andere Menschen zu warnen. Dafür können Sie beispielsweise diesen Artikel verwenden. Hier kann jeder Empfänger anhand des Datums herausfinden, wann die Warnung herausgegeben wird. Außerdem werden unsere Warnungen regelmäßig aktualisiert.

So schützen Sie sich vor derartigen Betrugsmaschen

Ganz gleich welchen Grund die fremden Personen vor der Tür erfinden: Fallen Sie nicht darauf herein. Die nachfolgenden Maßnahmen dienen Ihrem Schutz vor Betrügern an der Wohnungstür. Vor allem ältere und einsame Menschen sollten diese Verhaltensregeln kennen:

  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in die Wohnung zu lassen.
  • Lassen Sie nur Handwerker herein, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Rufen Sie im Zweifel die Hausverwaltung oder den Hausmeister an, ob alles seine Richtigkeit hat.
  • Lassen Sie sich auch bei angeblichen Notfällen, zum Beispiel einem Rohrbruch, nicht drängen. Fragen Sie im Zweifel bei den Stadtwerken, beim Hausmeister oder bei Nachbarn telefonisch nach.
  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür genau an,  zum Beispiel durch den Türspion oder das Fenster. Benutzen Sie die Türsprechanlage.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
  • Zeigen oder erklären Sie niemandem, wo Sie Geld oder Wertgegenstände aufbewahren.
  • Sind Sie allein, dann bitten Sie einen Nachbarn hinzu oder bestellen Sie den Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. Zwei Personen haben die Besucher besser im Blick.
  • Reichen Sie bei einer angeblichen Notlage das Gewünschte hinaus oder bieten Sie an, nach Hilfe zu rufen. Lassen Sie dabei stets Ihre Tür durch eine Sperre gesichert.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.

Bitte sehen Sie sich ergänzend unseren Übersichtsartikel zu allen Betrugsmaschen rund um das Coronavirus an.

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