Coronavirus: Warnung vor Betrugsmaschen rund um Covid-19 und SARS-CoV-2


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Symbolbild Geldtransport, Geldkoffer, Betrug
(Quelle: pixabay.com/3dman_eu)

Die Angst vor dem Coronavirus nutzen Kriminelle aus, um Geld zu machen. Deswegen warnen beispielsweise das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg vor verschiedenen Maschen der Betrüger. 

Das Coronavirus ist das zentrale Thema nicht nur in den Medien. Auch unter den Menschen selber ist SARS-CoV-2 und die Krankheit Covid-19 ein zentrales Thema. Kein Wunder also, dass sich die Betrüger die Angst vor diesem Virus zunutze machen und sich neue Gaunereien ausdenken. Teilweise werden aber auch die alten Tricks ausgegraben und an die neue Situation angepasst.

Ralf Michelfelder, Präsident des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg sagt dazu:

Die Betrüger machen sich die Sorgen der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Coronavirus schamlos zunutze. Das ist eine besonders abstoßende und niederträchtige Vorgehensweise skrupelloser Krimineller.

Deswegen möchten wir Ihnen im Folgenden die uns bisher bekannten Tricks vorstellen. Sollten Sie Hinweise auf neue Vorgehensweisen haben, teilen Sie uns dieser per E-Mail unter kontakt@verbraucherschutz.com oder per WhatsApp (03054909774) mit. Mit Ihrer Hilfe tragen wir die neuesten Tricks der Betrüger zusammen und helfen allen Lesern, nicht auf die Betrugsmaschen hereinzufallen.


Diese Coronavirus-Maschen sind bekannt

Damit Sie in dieser eh schon schwierigen Situation nicht allein gelassen werden, möchten wir an dieser Stelle die aktuellsten Tricks der Betrüger in Zusammenhang mit dem Coronavirus präsentieren. Wir werden die Liste ständig aktualisieren, da in nächster Zeit mit weiteren Gemeinheiten Krimineller zur Rechnen ist.

Kriminelle zapfen per TelefonOnlinebanking an

Betrüger nutzen das Coronavirus als Vorwand und nehmen telefonisch Kontakt mit ihren Opfern auf. Ziel ist es, das Onlinebanking der Verbraucher anzuzapfen und Geld auf ausländische Bankverbindungen zu überweisen. Wir erklären, wie die Betrugsmasche funktioniert.


Nachbarschaftshilfe wird von Betrügern ausgenutzt

In ganz Deutschland entstehen in den letzten Tagen hervorragende Angebote unter den Menschen. Jüngere Menschen kaufen für ältere und besonders gefährdete Menschen ein. Auch andere Hilfsangebote in der Nachbarschaft etablieren sich. Das nutzen Betrüger schamlos aus. Unter dem Deckmantel der Nachbarschaftshilfe versuchen Kriminelle Zutritt zur Wohnung zu bekommen, die dann geplündert wird. Lassen Sie sich darauf nicht ein.

Das sollten Sie bei Angeboten der Nachbarschaftshilfe beachten:

  • Legen Sie ein gesundes Misstrauen bei Hilfsangeboten an den Tag.
  • Wer für Sie einkaufen möchte, muss nicht in Ihre Wohnung. Im Gegenteil. Es ist mit Blick auf die Infektionsgefahr ohnehin besser, wenn die Einkäufe an der Haus- oder Wohnungstür übergeben werden.
  • Nehmen Sie am besten über eine Institution (wie Kirche, Gemeinde, DRK oder andere Hilfsorganisation) organisierte und abgesprochene Hilfe (für Einkauf, Post- oder Apothekengänge) in Anspruch. Lassen Sie sich von der Organisation den Namen oder die Legitimation der Person geben, die zu Ihnen an die Haustür kommt.

Corona-Betrüger kommen als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes

In mehreren Orten in Deutschland haben Betrüger an Wohnungstüren geklingelt und sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgegeben. Sie waren teilweise in weißen Anzügen und mit Mundschutz bekleidet. Angeblich führt das Gesundheitsamt einen Corona-Test durch, weil es im Haus oder im näheren Umkreis zu Infektionen mit dem Coronavirus gekommen ist. Ziel der Täter ist es, sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Dort sollen dann Geld und Wertgegenstände gestohlen werden. Fallen Sie auf diese Maschen nicht herein.

So können Sie sich schützen:

  • Lassen Sie sich nicht verunsichern.
  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.
  • Lassen Sie sich den Legitimationsausweis zeigen – kontaktieren Sie die entsprechende Institution beziehungsweise die Polizei, bevor Sie den Besuchern Zutritt gewähren.
  • Schließen Sie die Tür und rufen Sie die Polizei.

WhatsApp-Kettenbrief mit kostenloser Netflix-Mitgliedschaft

Neu sind die dubiosen Angebote nicht, die eine kostenloses Abo für den beliebten Streamingdienst Netflix versprechen. In der Vergangenheit haben wir schon über gefälschte E-Mails mit einem vermeintlichen Jahresabo für Netflix berichtet. Jetzt nutzen unseriöse Geschäftemacher die Corona-Krise aus. Die Menschen müssen zuhause bleiben und suchen natürlich nach einer Beschäftigung und Ablenkung. Viele nutzen die Zeit auch, um einen schönen Film zu streamen. Betrüger verbreiten per WhatsApp-Kettenbrief ein Angebot, nachdem Netflix angeblich aufgrund des Coronavirus seinen Dienst 3 Monate kostenlos anbietet. Doch die Aktion stammt natürlich nicht von Netflix, sondern führt in eine Abofalle.

Klicken Sie den Link nicht an und teilen Sie die dubiose Aktion nicht mit Ihren Freunden.

pharmacyfirstgmbh.com verkauft angeblich Schutzmaterial gegen Coronavirus

Und noch ein Fakeshop ist in Sachen Coronavirus unterwegs. die Onlineplattform pharmacyfirstgmbh.com spielt ebenfalls mit der Angst der Menschen. Viele suchen derzeit Mundschutz beziehungsweise Atemmasken und Schutzkleidung. Genau diese Materialien bietet der Shop an. Doch auch hier werden Sie für Ihr Geld nichts bekommen. Dafür sprechen zu viele Punkte gegen den Shop.

Hier geht es zum Faktencheck für pharmacyfirstgmbh.com


Fakeshop corona-testkit.shop nutzt Angst aus

Der Onlineshop corona-testkit.shop verkauft angeblich Test, mit denen Sie sich selber auf Covid-19 testen können. Doch hier sind Kriminelle am Werk, die mit der Angst der Menschen Geld machen möchten. Bestellen Sie nichts in dem Webshop. 

Hier geht es zum ausführlichen Artikel mit Faktencheck zu corona-testkit.shop

Phishing-Mails im Namen von Gesundheitsämtern, WHO, Behörden und Institutionen

Betrüger nutzen das Informationsbedürfnis der Verbraucher in der Coronakrise aus. Per Phishing-Mail versuchen die Kriminellen an sensible Daten zu kommen. Dabei werden die Mails getarnt, als wenn sie von offiziellen Stellen kommen. 

Öffnen Sie keine unaufgefordert zugesendeten E-Mails. Lassen Sie die Finger von Anhängen!

Die gefälschten E-Mails sind im Namen von Gesundheitsbehörden, der Weltgesundheitsorganisation, anderer Behörden, Institutionen und Firmen unterwegs. Die schädlichen Anhänge werden meist in den Formaten .docx oder .exe versendet. Öffnen Sie diese Dateien, wird sich eine Spyware auf dem Computer installieren.

Als Tipp der Polizei:

  • Öffnen Sie keine Dateien, Anhänge oder Links von unbekannten Adressaten. Seien Sie auch misstrauisch, wenn es sich um Anhänge in E-Mail von scheinbar offiziellen Stellen handelt.
  • Folgen Sie Aufforderungen in E-Mails, Programme herunterzuladen, nur dann, wenn Sie die entsprechende Datei auch auf der Internet-Seite des Unternehmens finden (Starten Sie keinen Download über den direkten Link).
  • Gehen Sie nicht auf mögliche Geldforderungen ein, wenn Ihr PC gesperrt wird.

Corona-Karte bringt Schadsoftware

Laut Aussagen des Bundeskriminalamtes kursiert derzeit im Internet eine „Corona-Karte“. Diese soll in Echtzeit anzeigen, wo Corona-Infektionen registriert worden sind. Diese Karte wird von den Kriminellen als Lockmittel genutzt. Wird die Karte geöffnet, lädt im Hintergrund eine Schadsoftware. Diese liest Passwörter und Zugangsdaten aus.

Update: 19.03.2020

Gefälschte Schreiben und Informationen zum Coronavirus

Im Namen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit werden gefälschte Schreiben verbreitet, die Informationen zum Überleben des Virus auf Oberflächen verbreiten. Darin beziehen sich die unbekannten Verfasser auf eine US-Studie. Die Schreiben stammen nicht wie behauptet vom Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Zudem haben wir vor zahlreichen Kettenbriefen gewarnt, die ebenfalls nur zurr Verunsicherung der Menschen beitragen. Beispielsweise werden Verbraucher über Audio-Nachrichten auf WhatsApp verunsichert. Auch zahlreiche Kettenbriefe auf WhatsApp mit Halbwahrheiten und Fake-Informationen tragen zur Verwirrung bei.

Enkeltrick

Dieser Trick ist nicht neu. Die Betrüger wandeln ihn derzeit ab. Mit dem Enkeltrick versuchen die Kriminellen vorwiegend an das Geld älterer Menschen zu gelangen. Dabei geben sich die Betrüger am Telefon als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert haben und nun finanzielle Unterstützung für die Behandlung benötigen. Sie bitten Ihre Opfer um Geld und andere Wertgegenstände, die ein Freund dann abholen würde.

Geben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!

Coronabetrüger an der Wohnungstür

Auch vor Wohnungstüren machen die Kriminellen nicht halt. Sie klingeln einfach bei Ihnen und behaupten, dass Sie sich mit dem neuen Corona-Virus infiziert haben. Deshalb bräuchten Sie nun Zutritt zu Ihrer Wohnung, um Sie genauer untersuchen zu können. Haben die Betrüger es in die Wohnung geschafft, wollen sie nur an Ihr Geld und andere Wertgegenstände.

Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung!

Facebook-Mail: Entschädigung für Corona-Virus-Ausbruch

In einer E-Mail wird behauptet, dass es eine Entschädigung für den Corona-Virus-Ausbruch gibt. Ihr Facebook-Konto hätte angeblich eine Million US-Dollar gewonnen. Die Nachricht wird im Namen von Mark Zuckerberg versendet und ist natürlich eine Fälschung. Die Kriminellen wollen zunächst an Ihre Daten und anschließend an Ihr Geld. 

Löschen Sie unaufgefordert zugesendete Mails in denen Ihnen viel Geld versprochen wird!


Haben Sie das schon gesehen?

Fakeshops verkaufen Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel

Vermehrt setzen die Ganoven auch auf die Sachen, welche derzeit knapp sind. Sie eröffnen Fakeshops, in denen sie Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken anbieten. Fallen Sie auf einen derartigen Webshop herein, ist Ihr im Voraus bezahltes Geld weg und Sie bekommen nie Ware.

Wir halten Sie mit unseren Fakeshop-Listen und den extra Artikeln zu Fakeshops auf dem Laufenden. Achten Sie auf ungewöhnlich günstige Preise und bezahlen Sie bei unbekannten Shops nicht im Voraus. Mit unserem Ratgeber lernen auch Sie, Fakeshops sicher zu erkennen.

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