Stiftung Warentest: AirDrop auf iPhone und iPad soll ausgeschaltet werden


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Symbolbild (Quelle: pixabay.com/Free-Photos)

Die Stiftung Warentest informiert Nutzer von Apple, dass diese die praktische Funktion AirDrop zum Schutz vor Belästigungen ausschalten sollten. Sie erfahren in diesem Artikel, was bei eingeschaltetem AirDrop passieren kann und ob die Abschaltung der praktischen Funktion wirklich notwendig ist.

AirDrop auf Apple-Geräten wie dem iPhone, dem iPad oder einem Mac ist praktisch. Schließlich können Apple-Nutzer damit Dateien schnell von einem Gerät auf ein anderes beamen. Der Versand von Dateien via E-Mail, eine Cloud oder anderen Internetdiensten entfällt. Doch die Stiftung Warentest warnt nun ausgerechnet vor dieser nützlichen Funktion und rät sogar, diese abzuschalten, wenn Sie AirDrop nicht benötigen.

Laut den Warentestern können über AirDrop Stalker zuschlagen und Ihnen obszöne Bilder senden. Diese bekommen Sie als Vorschaubild sofort zu sehen, auch wenn Sie das Foto gar nicht annehmen und es nicht auf Ihrem iPhone gespeichert wird. Außerdem ist es theoretisch möglich, dass Sie über diese Funktion auf Phishing-Seiten gelockt werden. Dort könnten Sie, wie auf jeder gefälschten Webseite, zur Eingabe von persönlichen Daten aufgefordert werden. Allerdings sind diese Horror-Szenarien aus unserer Sicht wenig wahrscheinlich.

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Was ist AirDrop und was kann die Funktion?

Mit AirDrop teilen Sie Fotos, Videos, Dokumente und vieles mehr in Echtzeit mit anderen Apple-Geräten, die sich in der Nähe befinden. Dabei kann es sich bei dem sendenden und empfangenden Gerät um ein iPhone, ein iPad oder einen Mac beziehungsweise ein MacBook handeln. Die Dateien können auf dem Gerät des Empfängers gespeichert werden. Allerdings geschieht das nicht automatisch. Vielmehr müssen Sie das jeweilige Dokument erst annehmen.

Sind die Bedenken zu AirDrop berechtigt?

Aus unserer Sicht ist eine Aufklärung des Nutzers deutlich sinnvoller, als Angst und Schrecken zu verbreiten. Zumal die von Stiftung Warentest genannten Szenarien eher unwahrscheinlich sind und wohl eher der Phantasie beziehungsweise Laboruntersuchungen entsprechen. Dennoch ist der Ansatz des Ratgebers nicht falsch, denn die richtige Einstellung für AirDrop sollten Apple-Nutzer vornehmen.

Warum meinen wir, dass die Panik vor AirDrop und daraus resultierenden Belästigungen unbegründet ist? Um das einzuschätzen ist ein Blick auf die technischen Besonderheiten wichtig. Vor allem die Frage, wer Ihnen überhaupt etwas senden kann, ist von Bedeutung. Voraussetzung für den Versand und den Empfang von Dateien via AirDrop ist, dass Sie Bluetooth oder WLAN aktiviert haben, sich beide Personen innerhalb der Reichweite von Bluetooth und WLAN befinden und Sie AirDrop für Jedermann freigegeben haben. Unter diesem Umständen wäre es theoretisch möglich, dass ein Fremder Ihnen ein Foto oder einen Link sendet.

In der Praxis ist uns das Problem mit Spam über AirDrop allerdings nicht bekannt. Auch unsere Leser haben in der Vergangenheit keine diesbezüglichen Vorfälle gemeldet. Es handelt sich hier wahrscheinlich um Einzelfälle. Unabhängig davon, müssten Sie die gesendete Datei ohnehin noch annehmen, damit diese auf Ihrem iPhone gespeichert wird.



Aus unserer Sicht ist es übertrieben, AirDrop gleich ganz abzuschalten. Vielmehr sollten Sie die praktische Funktion nur auf Ihre Kontakte begrenzen. Dann können Fremde Ihnen per AirDrop gar keine Dateien oder Links mehr senden. Wir erklären in unserer ausführlichen Anleitung, wie Sie AirDrop auf Ihre Kontakte einschränken und damit Ihre Privatsphäre schützen.

Haben Sie schon einmal Daten via AirDrop von Fremden empfangen?

Uns interessieren Ihre Erfahrungen. Bitte teilen Sie uns in den Kommentaren unterhalb des Artikels mit, ob Sie schon einmal von fremden Personen Fotos oder andere Daten via AirDrop erhalten haben.

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