Video: WHO veröffentlicht Rezept für selbstgemachtes Desinfektionsmittel – echt oder Fake?


Bitte unterstützen Sie uns

Mit einmalig 3 € tragen Sie zur Erhaltung von Verbraucherschutz.com bei und erkennen unsere Leistung an. Jetzt 3,00 Euro per PayPal senden. So können Sie uns außerdem unterstützen.

Mit einem freiwilligen Leser-Abo sagen Sie Betrügern den Kampf an, unterstützen die Redaktion und bekommen einen direkten Draht zu uns.

Laut Medienberichtet hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Rezept veröffentlicht, mit dem Sie ein Desinfektionsmittel selber herstellen können. Ist das wahr? Und warum kursieren in den Medien unterschiedliche Rezepte?

Das neue Coronavirus sorgt nicht nur für Engpässe bei Atemschutzmasken und Lebensmitteln. Auch Desinfektionsmittel werden langsam knapp. Wie gut, wenn es ein Rezept gibt, mit dem Sie ein Desinfektionsmittel selber herstellen können. Und umso besser, wenn dieses Rezept durch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) herausgegeben wird. Da kann man sich doch drauf verlassen. Oder?

Doch handelt es sich bei dem Rezept tatsächlich um einen Tipp der WHO? Und falls ja, warum existieren in den Medien unterschiedliche Rezepte für das Desinfektionsmittel? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dem Rezept für selbstgemachtes Desinfektionsmittel.

Stammt der Rezeptvorschlag wirklich von der WHO?

In diesem Fall können wir Entwarnung geben. Die Weltgesundheitsorganisation hat wirklich zwei Rezepte veröffentlicht, die Ihnen dabei helfen sollen, Desinfektionsmittel selber herzustellen. Allerdings ist das Rezept der WHO nicht für den normalen Haushalt gedacht. Vielmehr sollte es Dritteweltländern eine günstige Alternative zu den fertigen Desinfektionsmitteln bieten. 

Die Zutaten für das Rezept bekommen Sie in den Apotheken zu kaufen. Gleichzeitig gibt die WHO aber auch den Hinweis, dass kein Desinfektionsmittel zu 100 Prozent alle Bakterien und Keime töten kann. Die Rezepte der WHO sind also keine Wundermittel gegen Covid-19. Genauso wenig sind aufgeschnittene Zwiebeln ein Allheilmittel gegen das Virus Sars-CoV 2, wie in einem Kettenbrief behauptet wird.

100% Datenschutz - Kein Spam
Aktuelle Warnungen seriös per Mail
Aktuelle Warnungen seriös per Mail

Warum gibt es unterschiedliche Rezepte in den Medien?

Tja, hier können wir leider nur mutmaßen. Wahrscheinlich wollte jeder der Erste sein, der über das selbstgemachte Desinfektionsmittel schreibt. Durch Schnelligkeit entstehen Fehler. Diese können zur Unwirksamkeit des Desinfektionsmittels führen.

Andere Medien wiederum haben versucht, das Rezept auf die handelsübliche Menge von einem Liter zu berechnen. Auch beim Berechnen können Fehler entstehen. Deswegen legen wir Ihnen ans Herz, ausschließlich das Originalrezept der WHO zu verwenden.

Video Player von Glomex (Datenschutzrichtlinien)

Warum lieber Desinfektionsmittel kaufen?

So lange Sie Desinfektion noch käuflich erwerben können, sollten Sie diese Lösungen dem Selbstgemachten vorziehen. Denn das selbstgemachte Desinfektionsmittel trocknet die Haut unheimlich aus und macht sie dadurch anfälliger. Es sollte also nur als Notlösung verwendet werden. Gekaufte Desinfektionsmittel sind verträglicher und lösen seltener allergische Reaktionen aus.


Haben Sie das Rezept schon probiert?

Uns interessiert, ob Sie das Rezept der WHO bereits ausprobiert haben oder es testen wollen. Wir sind auf Ihre Erfahrungen gespannt. Nutzen Sie die Kommentare unter dem Artikel für einen Austausch mit anderen Lesern.

Diese Meldungen könnten interessant für Sie sein

Beiträge nicht gefunden




3 Gedanken zu „Video: WHO veröffentlicht Rezept für selbstgemachtes Desinfektionsmittel – echt oder Fake?“

  1. Ich habe das Rezept selber zusammengemischt (dank meinem Job in der chemischen Forschung war alles vor Ort) und schon mehrfach benutzt. Außer einem ganz leicht klebrigen Gefühl gibt es keine Hautprobleme.

    Antworten
  2. Ja, ich habe mir eine 500 ml Flasche mit dem zusammengemixten Gebräu bei EBAY gekauft ( 12 Euro).
    Wird auch von den Damen und Herren mit dem freundlichen Grinsen auf Wunsch in den Apotheken zusammengemixt und koste dort das 5 fache.
    Die Inhaltsstoffe unterscheiden sich nicht von älteren Restbeständen aus der Apotheke, als die Preise noch normal waren.
    Riecht ebenso und erfüllt ganz sicher neben dem wichtigen Händewaschen en Zweck.
    Die starke Hautaustrocknung ist zu beobachten.
    Ist aber das kleinere Übel, da Hautcremes nach wie vor Abhilfe bieten.

    Antworten
  3. Ja ich nutze zur Zeit das Rezept. Weniger wegen Corona als der im Moment laufenden Grippesaison. Ist auf alle Fälle nur die Notlösung bis sich die Lage normalisiert hat.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar