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Synthetisch, gentechnisch oder doch natürlich? So werden Vitamine hergestellt


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Vitamine sind für den menschlichen Organismus lebensnotwendig und unterstützen ihn bei vielen Prozessen, aber auch wenn der Name noch so natürlich klingt, stammen die meisten Vitamine aus dem Labor. Einige Vitamine stammen sogar aus dem Gentechnik-Labor und das ist gar nicht so selten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vitamine aus natürlicher Herkunft gibt es nur sehr selten, so dass sie in den meisten Fällen nicht von Pflanzen oder Tieren stammen, sondern aus den Produktionsstätten der Pharmakonzerne.
  • „Natürlich“ ist ein Begriff, der im Bereich Vitamine und Mineralstoffe keinen rechtlichen Schutz hat, so dass Sie sich nicht zu 100% sicher sein können.
  • Vitamine können auf unterschiedliche Weise gewonnen werden, so dass nicht nur eine synthetische Herstellung im Labor möglich ist, sondern auch der Einsatz von gentechnisch veränderten Bakterien. Allerdings muss keine Kennzeichnung stattfinden.
  • Unter Umständen kann die Zutatenliste eine kleine Orientierungshilfe sein, aber dafür müssen Sie sich ein wenig Zeit nehmen, um die Zutatenliste zu lesen.

Die Herkunft der Vitamine

Durch das Gesetz ist festgelegt, welche Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln zum Einsatz kommen dürfen. Allerdings ist nicht geregelt, wie die Vitamine produziert werden.

Vitamine werden heute synthetisch also im Labor hergestellt und der Grund ist einfach, denn die Produktion ist sehr preiswert. Die Vitamine können durch eine einfache chemische Reaktion entstehen oder durch biotechnische Fermentation. Bei der chemischen Reaktion wird die Synthese von Vitamin C aus Glukose verwendet oder Cracking aus Rohöl oder Rohbenzin und am Ende kommt Vitamin A raus. Bei der biotechnischen Fermentation werden Mikroorganismen, Hefe und Pilze eingesetzt. Darunter können mitunter auch gentechnisch veränderte Organismen sein. Seit ungefähr 15 Jahren ist beim Vitamin C auch ein Fermentationsverfahren mit Hilfe von gentechnisch modifizierten Stämmen im Einsatz. Vitamine aus Pflanzen oder Tieren gibt es heute nicht mehr wirklich und somit fehlt auch die natürliche Herkunft.

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Vitamine und Mineralstoffe „Made in China“

Die größten Vitaminproduzenten sitzen heute in China und teilweise in Indien, aber das war bis vor 20 Jahren anders. Da beherrschten europäische, amerikanische und japanische Produzenten den Markt.

Die vorwiegende Produktion im außereuropäischen Ausland kann auch schon einmal zu Engpässen in der Lieferung führen. Das indische Ministerium für Handel und Industrie hat im Zuge der Corona-Pandemie schon Anfang März 2020 den Export von einigen Arzneimittelstoffen eingeschränkt, so dass Antibiotika, Schmerzmittel und die Vitamine B1, B6 und B12 nicht mehr ausreichend in Europa zur Verfügung standen. Der Grund war, dass Indien die Versorgung der eigenen Bevölkerung sicherstellen wollte. Mittlerweile ist die Beschränkung allerdings auch wieder aufgehoben, so dass Indien wieder ein wichtiger Lieferant für den europäischen Markt ist. Sogar die anderen Regionen der Welt beziehen ihre Wirkstoffe zu 70% aus China.

Vitamin C zum Beispiel wird fast zu 100% in China hergestellt, denn die größten europäischen Hersteller (DSM, BASF und Lonza) sind Pharmakonzerne und sie haben ihre Produktionsstätten mittlerweile in China. Entweder sind sie schon dort oder sie planen dorthin auszulagern. Ein Teil von Chem China ist der französische Hersteller Adisseo. Es gibt sehr viele Nahrungsergänzungsmittel, die damit werden, dass die Produktion in Deutschland stattfindet, aber das bedeutet nicht, dass die einzelnen Zutaten nicht in China oder aus anderen Teilen der Welt stammen. Gerade bei den reinen Vitaminen ist das heute mehr als üblich.

Mittlerweile gibt es ein neues Gesetzt, die sogenannte Durchführungsverordnung (EU) 2018/775 und diese gilt seit dem 1. April 2010 für alle hergestellten Nahrungsergänzungsmittel. Das Gesetz besagt, dass bei den wichtigsten Zutaten unbedingt die geografische Herkunft angegeben werden muss.

Ein Beispiel:

„Hergestellt in China, L-Ascorbinsäure (Vitamin C) aus EU und Nicht-EU“

Das Thema Nachhaltigkeit bei der Produktion ist nicht nachzuweisen und darüber gibt es unzählige Diskussionen, so dass auch über enorme Umweltschäden berichtet wird. Die Umweltauflagen in Deutschland sind sehr teuer geworden, das hat ein Bericht auf dem Jahr 2015 in DER ZEIT gezeigt. Aus dem Grund verlagern viele Unternehmen die Vitaminproduktion nach China. Im Jahr 2018 berichtete die FAZ, dass auch in China die Umweltauflagen mittlerweile erhöht wurden. Shijazhuang will so der hohen Luftverschmutzung entgegentreten.

Gut zu wissen:

Folsäure wird immer synthetisch hergestellt, denn aus den natürlichen Quellen weist das Vitamin Folat keine Stabilität auf.

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Die gentechnischen Verfahren

Der Begriff „weiße Biotechnologie“ kommt immer zum Einsatz, wenn es um die gentechnischen Verfahren zur Produktion von Vitaminen geht. Das Bundesforschungsministerium fördert dies schon seit einiger Zeit.

Schon seit Jahren werden bei den Vitaminen B2, B12 und C die biotechnologischen Verfahren zur Produktion im Zusammenhang mit gentechnischen veränderten Bakterien verwendet. Aber auch heute gibt es noch Verfahren, die ohne GVO arbeiten, darunter die Herstellung von Beta-Carotin als Vorstufe von Vitamin A oder Biotin. Bei Vitamin C und Vitamin B2 ist das auch möglich. Biotechnologisch oder aus GVO-Sojabohnen kann Vitamin E gewonnen werden.

Laut der Datenbank können die folgenden Nährstoffe aus gentechnischer Produktion stammen:

  • Vitamine: C, E, B2, B12, Biotin, Betacarotin
  • Aminosäuren: Cystein, Glutaminsäure, Lysin, Methionin, Tryptophan, Threonin, Phenylalanin
  • Pflanzensterine / Phytosterole
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Strenge EU-Bestimmungen

Verboten ist, wenn die Vitamine mit GVO verunreinigt sind, denn dann werden Sie vom Markt genommen und manchmal schon an der EU-Außengrenze zurückgeschickt. Laut des Europäischen Schnellwarnsystems ist im Jahr 2018 ein solcher Fall gewesen. Es handelte sich um gentechnisch hergestellte, antibiotikaresistene Bakterien und sie waren als Vitaminzusatz in Tierfutter vorgesehen.
Fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) werden auf Trägerstoffe aufgebracht, denn dadurch lassen sie sich viel besser verarbeiten. Gentechnische Veränderungen sind bei einigen Trägerstoffen möglich (Maltrodextrin, Glukose, Stärke). In den Nahrungsergänzungsmitteln können aber auch noch weiter, gentechnisch produzierte Zutaten (Aromen) und Zusatzstoffe

  • Enzyme
  • Emulgatoren (aus GVO-Soja)
  • Füllstoffe (Dextrin, Maltodextrin, Cellulose aus GVO-Mais)
  • Säuerungsmittel Zitronensäure

ohne eine Kennzeichnung enthalten sein.

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Die Kennzeichnung

Zahlreiche allgemeine Kennzeichnungsvorgaben sind bei den Nahrungsergänzungsmittel vorgegeben, aber Hinweise auf die Produktion oder die Herkunft der enthaltenen Stoffe ist nicht notwendig.

Die Aussagen und die Abbildungen sorgen dafür, dass die Verbraucher ein natürliches Image sehen, aber der Begriff „natürlich“ ist gerade bei den Vitaminen und Mineralstoffen nicht rechtlich geschützt. Eine kleine Orientierung bietet die Zutatenliste, wenn Sie die Herkunft der Vitamine rausfinden wollen. Die Zutatenbezeichnung kann klarmachen, um welches spezielle Behandlungsverfahren es sich handelt und ob die Zutaten als Ganzes, getrocknet, in Pulverform oder als Fruchtstückchen zugesetzt werden.

Die synthetisch erzeugte Vitamine werden in der Regel mit dem richtigen Namen, wie Vitamin C, Ascorbinsäure, Magnesiumcarbonat oder in der Art aufgelistet. Wenn das Vitamin aus einer natürlichen Quelle stammt, dann können Sie die folgenden Aussagen lesen:

  • „Vitamin C aus Acerola-Extrakt“
  • „Vitamin D aus Flechten“
  • „D-Vitamin aus UV-bestrahlter Hefe“
  • „Vitamin B12 aus Chlorella-Algen“
  • „Folat aus Zitronenschalenextrakt“

Handelt es sich um ein Bio-Nahrungsergänzungsmittel, dann dürfen keinerlei isolierte Stoffe eingesetzt werden. Dann kommen

  • Acerola-Extrakt
  • Buchweizenkeimpulver
  • Algenpulver (Calcium-Quelle)
  • oder ähnliches

zum Einsatz. Wenn es sich um eine Zutat aus natürlichem Ursprung handelt, dann wird auch der Name des Ursprungs genannt (Sanddornpüree, Grünkohlpulver). Das Nahrungsergänzungsmittel braucht keinen Hinweis auf die Verwendung gentechnischer Verfahren zur Vitamin-Produktion oder auf die gentechnische Herstellung der Trägerstoffe aufweisen. Es muss nur eine Kennzeichnung erfolgen, wenn Vitamin E aus gentechnisch veränderten Sojabohnen eingesetzt wird.

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Tipp!

Das Bio-Siegel und das Ohne-Gentechnik-Siegel sind ein Garant dafür, dass das Nahrungsergänzungsmittel keine gentechnisch hergestellten Vitamine oder Trägerstoffe beinhaltet.
Ein Vitamin darf auf der Verpackung nur hervorgehoben werden, wenn eine Tagesportion von mindestens 15% der Referenzmenge enthält. Informationen zu den Mindestmengen liefert das Bundesinstitut für Risikobewertung und dort können Sie auch Informationen zu den Höchstmengen in den Nahrungsergänzungsmitteln finden.

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Vitamin-Produktion

1. Wer produziert eigentlich die Vitamine?

Die Pharmakonzerne sind für die Produktion von Vitaminen zuständig. Der Sitz der meisten Pharmakonzerne befindet sich in China oder Indien, aber auch in Europa gibt es heute noch Konzerne für die Vitamin-Produktion.

2. Wie viele Vitamin-Arten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Vitamin Arten, aber die folgenden sind für den menschlichen Organismus sehr wichtig. Vitamin A (Retinol),B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6 (Pyridoxin), Vitamin B8 (Biotin) und die Folsäure.

3. Sind künstliche Vitamine gut für die Gesundheit?

Die künstlichen Vitamine können tatsächlich Schaden im Organismus anrichten, aber das passiert eigentlich nur bei einer Überdosierung. Die Nebenwirkungen können recht unterschiedlich sein und kommt auf die einnehmende Person an.

4. Welche Nebenwirkungen sind bei einer Vitamin-Überdosierung üblich?

Die bekanntesten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und allergische Reaktionen, aber normalerweise kommt es selten zu Nebenwirkungen. Wenn Sie betroffen sind, dann suchen Sie einen Arzt auf und unterbrechen Sie die Einnahme.

5. Sind natürliche Vitamine besser aus die künstlichen Vertreter?

Der menschliche Körper braucht Vitamine und idealerweise auch die natürlichen Vertreter, denn sie weisen so gut wie keine Nebenwirkungen auf. Die künstlichen Vitamine hingegen können krank machen, so dass Sie auf eine bewusste Einnahme verzichten sollten.

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Fazit

Der menschliche Organismus braucht Vitamine und funktionieren zu können, so dass eine Zufuhr notwendig ist. Heute wird zwischen den natürlichen und künstlichen Vitaminen unterschieden, aber die besten Varianten sind die natürlichen. Sie weisen kaum Nebenwirkungen auf und werden vom Körper besser aufgenommen. Anders sieht es mit den künstlichen Vitaminen aus, denn Nebenwirkungen sind möglich und der Körper erkennt, ob es sich um natürliche oder künstliche Vitamine handelt. Leider ist eine genaue Kennzeichnung bis heute nicht vorhanden, aber die Zutatenliste kann bei der Orientierung ein wenig helfen. Besser als Nahrungsergänzungsmittel ist die Zufuhr von Vitaminen durch die Ernährung.

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