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Wechselwirkungen mit Medikamenten – Das sollten Sie beachten


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Manche Nahrungsergänzungsmittel können Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen. Es kann passieren, dass die Wirkung der Medikamente dann verstärkt oder geschwächt wird. Informieren Sie sich deshalb vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

Das Wichtigste in Kürze

  • Einige Nahrungsergänzungsmittel verringern oder verstärken die Wirkung von Medikamenten. Zudem haben Sie Einfluss auf Blut- und Urinwerte bei Untersuchungen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt darüber, dass Sie ein Nahrungsergänzungsmittel nehmen und sagen Sie ihm welches.
  • Sofern Sie regelmäßig auf Medikamente angewiesen sind, fragen Sie erst Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie sich ein Nahrungsergänzungsmittel kaufen und dieses einnehmen.
  • Treten bei Ihnen Nebenwirkungen auf, so melden Sie das der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde an Ihrem Wohnort sowie dem Hersteller. Nehmen Sie das Produkt vorerst nicht weiter ein und sprechen Sie erst mit Ihrer Apotheke oder Ihrem Arzt.

Nehmen Sie Medikamente?

Sofern Sie regelmäßig Medikamente nehmen, wissen Sie auch, wie wichtig es ist, sich an die Einnahmevorschriften zu halten.

Während Sie ein Medikament eine halbe Stunde vor dem Essen nehmen müssen, soll das andere zum Essen und wieder ein anderes nach dem Essen eingenommen werden.

Medikament A verträgt sich nicht mit Medikament B, weshalb bei zeitlich getrennt eingenommen werden sollen. Ein Hauptgrund dafür können Wechselwirkungen sein, die zwischen Medikamenten entstehen können. Die Wirkung wird dann verstärkt, verringert oder gar verhindert. Dies kann für Sie sogar lebensgefährlich sein.

Doch diese Wechselwirkungen gibt es nicht nur zwischen Medikamenten, sondern auch zwischen Lebensmittel und Arzneimitteln. Aus diesem Grund sollen Medikamente auch mit Leitungswasser anstatt mit Säften eingenommen werden. Gerade bei Grapefruitsaft ist Vorsicht geboten.

Ein Großteil der Nahrungsergänzungsmittel enthält ebenfalls pflanzliche Stoffe, die Wechselwirkungen auslösen können. Doch auch bei Nährstoffen wie Mineralstoffen, Vitaminen oder Fettsäuren ist diese möglich, speziell dann, wenn die Dosierung sehr hoch ist. Biotin sei hier als Beispiel genannt, welches Schilddrüsen- und Sexualhormone bei Blutuntersuchungen sowie den Troponintest, einen Herz-Kreislauf-Marker, verfälschen kann.

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So schützen Sie sich

Nehmen Sie Medikamente sein, so lassen sie sich vor dem Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Diese haben das Wissen, Ihnen zu sagen, ob eine Wechselwirkung entstehen können und wie Sie diese eventuell umgehen.

Sie sollten wissen, dass Nahrungsergänzungsmittel sich auch auf Laborwerte wie die Blutgerinnung, den Blutzuckerspiegel oder den Hormonstatus auswirken können. Der Arzt wundert sich dann, weshalb Ihre Werte anders als erwartet sind und warum das von ihm verordnete Medikament keine Wirkung zeigt.

Ebenso kann der Urin sich durch Nahrungsergänzungsmittel ändern und eine andere Farbe haben oder einen falschen pH-Wert. Dies gilt auch für Stuhlproben.

Aus diesem Grunde ist es auch so wichtig, dass Sie allen Gesundheitsfachleuten, die Sie betreuen und behandeln, erzählen, was Sie alles nehmen und machen, um Ihre Gesundheit zu erhalten oder unterstützen. Erstellen Sie eine Liste, in der Sie alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie nehmen, auflisten.

Im Normalfall sollte der Arzt den Patienten fragen, ob er neben den verordneten Arzneimitteln noch andere Produkte einnimmt. Jedoch geht das im Alltagsstress oftmals unter. Somit denken auch Sie daran, dies bei Ihrem Arzt zu erwähnen, wenn Sie zusätzlich ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Negative Wirkung bemerkt?
Bemerken Sie nach der Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels Wechselwirkungen oder überraschende Reaktionen, vielleicht sogar schlimmere Symptome, dann gehen Sie so vor:

  • Setzen Sie sich mit dem Hersteller und der für Sie zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde in Kontakt.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Hersteller sind nicht informationspflichtig

Lebensmittelproduzenten sowie Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel müssen keine Erklärung zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln geben.

Ebenso sind sie nicht verpflichtet, Gegenanzeigen oder Nebenwirkungen zu nennen.

Jedoch gibt es Mineralstoffe und Vitamine nicht nur in Form der Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch als Arzneimittel. Hier sieht die Informationspflicht anders aus und Gegenanzeigen, Nebenwirkungen sowie Wechselwirkungen müssen im Beipackzettel vermerkt sein. Für Nahrungsergänzungsmittel gilt das jedoch nicht, selbst wenn diese sehr hoch dosiert sind. Möchten Sie wissen, welche eventuellen Wechselwirkungen von den Anbietern von Nahrungsergänzungsmittel verschwiegen werden, dann schauen Sie sich hier die Übersicht an.

Dennoch fällt auf, dass in den meisten Gebrauchsinformationen von Arzneimitteln auch keine Angaben gemacht werden, sie es genau mit der zusätzlichen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder mit Lebensmittel aussieht, die mit Mikronährstoffen angereichert sind. Es gibt in manchen Fällen keinen Hinweis darauf, dass zum Beispiel das Medikament ABC nicht mit Milch oder Käse eingenommen werden sollte. In so einem Fall kann es nämlich sein, dass genau dieses Medikament auch nicht zusammen mit einer Calcium-Brausetablette genommen werden darf. Medikamente für die Schilddrüse zum Beispiel sollen nicht mit Eisen genommen werden. Trinken Sie aber gleich auf die Schilddrüsentablette einen mit Eisen angereicherten Fruchtsaft, so wäre das ein Fehler. Ein weiteres Beispiel sind Nahrungsergänzungsmittel mit Kalium, diese sollten nicht mit Bluthochdruckmedikamenten genommen werden.

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(Fehlende) Warnhinweise

In der Lebensmittelinformations-Verordnung, Anhang III finden Sie lediglich die Aussage, dass Warnhinweise für bestimmte Zutaten wie Süßholzwurzel, Koffein, Phytosterine oder Azo-Farbstoffe gegeben werden müssen. Ebenso ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Allergene gekennzeichnet sein müssen.

Allerdings können freiwillige Hinweise gegeben werden und diese Möglichkeit sollten Hersteller nutzen. In der Abbildung sehen Sie, wie ein Nahrungsergänzungsmittel auf positive Weise Hinweise gibt.

Ferner wäre es wichtig, dass auch Nahrungsergänzungsmittel mit Melatonin einen Warnhinweis tragen, denn eigentlich sollten Sie nach der Einnahme keine Maschinen mehr bedienen oder Autofahren. Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA gibt zudem die Empfehlung, bei Isoflavonen einen Hinweis zu geben, wie lange diese maximal eingenommen werden sollten. Jedoch sind solche Hinweise bei vielen Produkten nicht zu finden.

Hinweisvorschläge des Bundesinstitutes für Risikobewertung

  • Vitamin K: Sofern Sie gerinnungshemmende Medikamente nehmen – Einnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
  • Eisen: Schwangere, Männer und Frauen nach der Menopause – Einnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
  • Zink: sofern die Tagesdosis 3,5 mg übersteigt: Verzichten Sie auf die Einnahme weiterer Zink-haltiger Nahrungsergänzungsmittel.
  • Calcium: übersteigt die Tagedosis 250 mg: Verzichten Sie auf die Einnahme weiterer Calcium-haltiger Nahrungsergänzungsmittel.
  • Kupfer: für Kinder und Jugendliche nicht zu empfehlen.
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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Wechselwirkungen mit Medikamenten – Das sollten Sie beachten

1. Gelten diese Informationen nur, wenn ich Medikamente einnehme?

Es ist für Ihren Arzt generell wichtig zu wissen, welche Nahrungsergänzungsmittel Sie einnehmen. Auch wenn er Ihnen später einmal ein Medikament verordnen muss, wie Antibiotikum, so muss er von der Einnahm wissen. Deshalb sollten Sie Ihren Arzt immer informieren, unabhängig davon, ob Sie eine Dauermedikation haben.

2. Warum dürfen diese Nahrungsergänzungsmittel überhaupt verkauft werden?

Sie gelten als Lebensmittel. Zudem haben Sie keine schädliche Dosis. Die Wechselwirkungen können nur auftraten, wenn Sie auch noch bestimmte Medikamente einnehmen. Ebenso sind sie nur dann bedenklich, wenn Sie zu viele Produkte gleichzeitig nehmen und somit die tägliche Höchstdosis der Mineralstoffe und Vitamine überschreiten.

3. Kann mein Arzt mir auch empfehlen, welche Nahrungsergänzungsmittel ich nehmen soll?

Selbstverständlich kann Ihr Arzt oder Apotheker eine Empfehlung aussprechen und dabei die Einnahme Ihrer Medikamente berücksichtigen.

4. Woher weiß ich, ob meine Tabletten richtig wirken, wenn ich keine Beschwerden spüre?

Es ist nicht immer einfach, Wechselwirkungen selbst zu erkennen. Ihrem Arzt könnte es zum Beispiel auffallen, weil der Blutdruck trotzt hoher Dosierung eines Blutdruckmedikamentes immer noch zu hoch ist. Gerade weil Sie es nicht immer merken, sollte Ihr Arzt von der Einnahme wissen.

5. Kann ich ein Nahrungsergänzungsmittel einfach so absetzen??

Das können Sie durchaus. Sollte sich das Nahrungsergänzungsmittel jedoch negativ auf Ihre zum Beispiel Blutdrucktabletten auswirken, so passen Sie auf, denn Ihr Blutdruckwert könnte plötzlich sehr hoch oder niedrig sein und Ihnen somit Probleme bereiten.

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Fazit

Obgleich Nahrungsergänzungsmittel so harmlos zu sein scheinen, sind sie es nicht. Gerade wenn Sie Dauermedikamente einnehmen, können hier Wechselwirkungen entstehen, die für Sie sogar gefährlich sein können. Nehmen Sie deshalb nichts ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

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