Facebook-Messenger: Arztsuche-Nachricht mit „Hallo. Wie geht es dir…“ ist Phishing


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Über den Messenger von Facebook werden derzeit Nachrichten versendet, die angeblich auf den Missbrauch der eigenen Fotos hinweisen sollen. In der Nachricht ist ein Link zur Webseite mit den eigenen Bildern. Warum Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen sollten, erklären wir Ihnen in unserem Artikel.

Das Thema Phishing wird wohl immer aktuell bleiben. Kriminelle haben es dabei nicht nur auf die Zugangsdaten von Banken, E-Mail Konten oder Zahlungsdienstleistern abgesehen. Auch die Accounts sozialer Medien wie Instagram oder in diesem Fall Facebook stehen im Fokus der Cyberkriminellen.

Erlangen Kriminelle die Log-In Daten eines Facebook-Accounts, stehen ihnen alle Möglichkeiten offen. Nachrichten und Bilder können in fremden Namen versendet werden. Da man sich in viele Accounts mit den Daten von Facebook einloggen kann, sind diese Anwendungen oder Profile ebenso gefährdet. Über solche Angriffe haben wir bereits in der Vergangenheit berichtet. Es ist auch denkbar, dass die Angreifer dann in Ihrem Namen Kontakt mit Personen aus Ihrer Freundesliste aufnehmen und sie so ins Visier nehmen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bei dubiosen Nachrichten von unbekannten Personen aber auch von Personen aus Ihrer Freundesliste besonders vorsichtig sind. Fragen Sie lieber nach, bevor Sie in eine Falle tappen.

So sieht die Nachricht auf Facebook aus

Zur Zeit werden Nachrichten über den Messenger von Facebook verteilt, die einen Link zu einer vermeintlichen Arztsuche beinhalten. Dieser führt auf eine gefälschte Webseite, auf der Sie sich scheinbar mit Ihren Facebook-Zugangsdaten einloggen. Diese Art des Phishings ist nicht neu. Bei solchen Nachrichten bleibt der Text immer gleich. Nur der eingebettete Link wechselt gelegentlich. Wenn Sie eine ähnliche Nachricht mit abweichendem Text erhalten, können Sie uns diese per E-Mail an [email protected] oder per WhatsApp an 03054909774 weiterleiten.

Die Nachrichten werden teils von Personen versendet, die dem Empfänger völlig unbekannt sind. Immer häufiger erhalten Sie die Messages aber auch von den gehackten Accounts Ihrer Freunde. Diese versenden den Text nicht selbst. Vielmehr sind sie wahrscheinlich auf die Falle hereingefallen und die Kriminellen versenden nun in deren Namen die Botschaften. Der Inhalt der Nachricht ist so verfasst, dass der Empfänger meist gleich reagieren und den Fakt überprüfen will. 

AktuellArchiv
16.04.2020

Hallo. Wie geht es dir? Hoffe gut?!Kann es sein dass jemand deine Fotos benutzt??. Ich bekomme seit gestern viele Werbungsnachrichten von einer Seite namens „ArztSuche“. Auf der Seite unter Informationen steht deiner Name und Foto. Oder gehört sie dir?  Bist Arzt geworden ? 

www. arztchirurgen.ml

An der Seite oben einloggen. Mit FB Daten. Und nach unten scrollen. Sind doch deine Fotos oder? Dort aufs melden klicken! Wenn du kein Arzt bist:))

 

Auch wenn wir regelmäßig vor Phishing-Nachrichten warnen, fallen immer wieder Verbraucher darauf herein. Viele Facebook-Nutzer könnten auf die Masche hereinfallen, weil Sie den Sachverhalt sofort überprüfen wollen, ohne auf mögliche Konsequenzen zu achten.  Ziel der Kriminellen ist es, dass Sie den Link in der Nachricht anklicken. Doch das sollten Sie nicht tun, da Sie auf eine gefälschte Webseite gelangen.

Klicken Sie den Link in der Nachricht nicht an!

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihren eigenen Account und das Facebook-Konto Ihres Kindes mit einem zusätzlichen Schutz versehen, indem Sie die zweistufige Authentifizierung für Facebook aktivieren. Diese Funktion verhindert, dass Fremde ungehinderten Zugriff zu Ihrem Facebook-Account erlangen. So können Hacker selbst dann nicht auf Ihre Daten zugreifen, wenn sie das Passwort erspäht haben.

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Was passiert auf der gefälschten Webseite?

Der Link in der uns bis jetzt bekannten Nachricht führt Sie auf eine gefälschte Webseite. Diese könnte flüchtig betrachtet tatsächlich zu Facebook gehören. Hier werden Sie aufgefordert, sich mit Ihren Log-in Daten anzumelden. Tun Sie dies, werden Ihre Daten sofort an die Kriminellen übermittelt. 

2020-04-16 Facebook Phishing
Auf diese gefälschte Webseite führt der Link aus der Nachricht. (Quelle: Screenshot)

Damit der Betrug nicht gleich auffällt, werden Sie nach der Eingabe Ihrer Daten auf eine nicht existierende Seite weitergeleitet. Auf dieser können Sie lesen, dass die angeforderte Seite nicht erreichbar ist. Viele könnten jetzt denken, dass es sich um einen Scherz gehandelt hat.  Oder sie glauben, die Seite mit den eigenen Bildern wurde schon gelöscht und kümmern sich nicht weiter darum. Doch das könnte ein Fehler sein. 

Sie sind reingefallen – und nun?

Falls Sie die Falle nicht auf den ersten Blick erkannt und Ihre Daten eingegeben haben, müssen Sie schnell handeln. Solange die Verbrecher Ihre Daten noch nicht missbraucht haben sollten Sie Ihr Passwort bei Facebook ändern. Verzichten Sie bitte dabei auf die beliebtesten Passwörter der Deutschen. Ein gehacktes Facebook-Konto wieder zurück zu bekommen ist nicht ganz einfach. Wir erklären Ihnen in einer ausführlichen Anleitung, wie Sie wieder Zugriff auf Ihr gehacktes Facebook-Konto bekommen.


Was können Sie tun, damit Sie die Messages nicht mehr bekommen?

Während einige Facebook-Nutzer die Nachricht einmal bekommen und danach nicht mehr, werden andere geradezu mit Spam-Nachrichten dieser Art überschüttet. Da stellt sich schnell die Frage, was Sie tun können, damit Sie die Nachrichten nicht mehr bekommen. Leider können Sie nicht viel dagegen tun. Einige dieser Nachrichten werden von Ihren Freunden versendet, andere von einem fremden Account. Allerdings können Sie ein paar Einstellungen anpassen. In unseren Facebook-Anleitungen erfahren Sie beispielsweise, wie Sie die Privatsphäre-Einstellungen richtig nutzen oder wie Sie den Onlinestatus verbergen (zuletzt online) können. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Ihr Facebook-Konto vor Hackerangriffen und Phishing schützen.

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In den Kommentaren unterhalb des Artikels können Sie sich mit anderen Lesern austauschen und Ihre Erfahrungen mitteilen. Sie können auch Fragen zum Thema stellen, die dann von der Redaktion oder den Lesern beantwortet werden.




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