fuuze.com: Vorsicht Abofalle – Verbraucherzentrale warnt vor Streaming-Portal


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Auf fuuze.com sollen Sie Musik und Videos unbegrenzt streamen können. Neben dem Streaming werden eBooks, Games und Software versprochen. Leider sind die Preisangaben nicht sehr transparent. Die Stiftung Warentest bezeichnet das Angebot sogar als Abofalle, denn der Dienst kostet nach kurzer Testphase 49 Euro pro Monat.

Grenzenloses Entertainment im Internet: Der Anbieter fuuze.com hat einiges im Angebot. Sport, Musik und Videos, dazu eine ganze Bibliothek von E-Books, Spielen und Software. Schade nur, dass der Verbraucher hier mit undurchsichtigen Abos zur Kasse gebeten wird. Wir berichten seit längerer Zeit über Streaming-Dienste, die ihre Kunden mit einem Probeabo von 3 Tagen in eine Kostenfalle locken.

Zunächst kann der Entertainment-Dienst mit seinem Angebot beeindrucken, aber letztlich ist er nur an den Kreditkarten der Surfer interessiert. Und der Betreiber der Webseite, die niederländische Cmind BV, hat einige üble Tricks auf Lager, berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg.

Unerwartetes Abonnement

Der ahnungslose Internet-Freak nimmt gerade an einer Umfrage teil, installiert eine neue App oder lädt eine Gebrauchsanweisung herunter. Da poppt mit einem Mal ein Fenster auf, der User soll kostenfrei eine Mitgliedschaft eingehen. Zusätzlich sind auch die Daten der Kreditkarte gefragt, damit die ursprüngliche Aktivität im Netz fortgeführt werden kann. Was der Kunde nicht weiß: Die Einwilligung beinhaltet ein Abo beim Entertainment-Anbieter Cmind, aber das stellt sich erst später heraus. Als nämlich die Abrechnung der Kreditkarte nachgesehen wurde, fand sich da unerwartet eine Abbuchung in Höhe von 49 Euro. Auch anderen Internet-Enthusiasten ist es so ergangen. Abgebucht werden die Beträge von firmeneigenen Zahlungsdienstleistern wie cebapay.com, sayopay.com, fuzpay.com oder ginapay.com. Wir berichten ständig über derartige Abofallen.


Haben Sie das schon gesehen?

Informationspflichten werden nicht erfüllt

Die Vorgehensweise der Geschäftemacher ist für den User äußerst undurchsichtig. Nach der ungewollten Registrierung gibt es erst nur einen Testzugang, der aber automatisch in einen Premium-Vertrag übergeht. Bemerkenswert sind auch die überschaubaren Fristen: schon nach zwei Stunden oder einem Tag ist der Neukunde „Vollmitglied“ mit allen damit verbundenen Kosten. Und die werden dank der internen Bezahlsysteme zügig eingetrieben.

Die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) hat sich des Falles angenommen. Sie weist darauf hin, dass vor dem Abschluss der angeblich kostenfreien Mitgliedschaft eine Kundeninformation nicht in ausreichender Weise stattgefunden hat. Laufzeiten und Fristen für die Kündigung wurden ebenso nicht genannt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen wurden also nicht bereitgestellt, der Kunde im Unklaren gelassen.



Ist die Webseite fuuze.com seriös?

Da sich fuuze.com an deutschsprachige Verbraucher richtet, müsste die Webseite auch den deutschen Rechtsnormen entsprechen. Wir haben uns die Seite genauer angesehen und festgestellt, dass auf fuuze.com kein Impressum zu finden ist. Dieses ist in Deutschland jedoch gesetzlich vorgeschrieben. Hinzu kommt, dass die Domain über einen Anonymisierungsdienst registriert wurde. Aus diesem Grund raten wir generell davon ab die Dienste in Anspruch zu nehmen, da Sie nicht wissen, wer die Seite betreibt und für den Streaming-Dienst verantwortlich ist. Zudem sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nur in englischer Sprache verfügbar.

Die selbe Masche in vierfacher Ausfertigung

Darüber hinaus ist bei einer minimalen Testphase und intransparenten Informationen davon auszugehen, dass der Kunde mit Absicht hinter die Fichte geführt werden sollte, das Premium-Abo wurde ihm einfach nebenbei angedreht.

Die Marktwächter der Verbrauchzentralen konnten im Internet noch weitere Seiten finden, die vollkommen identisch gestaltet sind. Nur der Name des Unternehmens und die URL sind jeweils anders. Die Bezeichnungen dieser dubiosen Dienste sind onlinefuntime.com, volterak.com und poakita.com. Auch wenn im Impressum immer ein anderer Betreiber genannt wird, die Methode ist wahrscheinlich jedes Mal die selbe – zum Schaden der Verbraucher.

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