Postbank: E-Mail „wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit“ ist Phishing


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Kunden der Postbank müssen wachsam sein. Derzeit wird eine Phishing-Nachricht im Namen der Postbank versendet. Diese bezieht sich auf die eIDAS-Verordnung und möchte wie immer an Ihre persönlichen Daten. Konkret geht es um Ihre Mobilfunknummer. Wir erklären, woran Sie die Phishing-Nachricht erkennen und was der Hintergrund der Datenabfrage sein könnte.

Betrüger nutzen die eIDAS-Verordnung nicht das erste Mal, um ahnungslose Bankkunden in eine Falle zu locken. Mit einer ähnlichen Masche wurden schon Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken und Amazon-Kunden reingelegt. Nun trifft es die Kunden der Postbank. Der Phishing-Angriff könnte die Vorbereitung eines größeren Coups sein. Deshalb warnen wir gleich vorab: Führen Sie aufgrund dieser E-Mail keinen Datenabgleich durch und geben Sie keine persönlichen Daten ein.

Wichtig: Die Postbank selbst ist nicht der Absender dieser E-Mails. Das Unternehmen wurde selbst geschädigt, da die gefälschten E-Mails im Namen der Bank versendet werden.

Daran erkennen Sie die gefälschte E-Mail der Postbank

In Ihrem Postfach zeigt sich die E-Mail mit dem Absendertext „Postbank“ und der E-Mail-Adresse „[email protected]“ als Absenderadresse. Im Betreff ist Ihr korrekter Vorname und Name genannt, gefolgt von „wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit„. Das führt dazu, dass viele Nutzer der gefälschten E-Mail ihr Vertrauen schenken. Im Text der vermeintlichen Postbank-Nachricht ist zu lesen:

Sehr geehrter Postbank-Kunde

bitte nehmen Sie sich eine Minute Zeit, es geht um IhrPostbanK-Konto.

Wegen der neuen elDAS-Verordnung sind wir zum Jahreswechsel verpflichtet worden, die Kontaktdaten unserer Kunden aktuell zu halten.

Deswegen ist es erforderlich Ihre aktuelle Mobilfunknummer zu bestätigen, damit wir Sie bei dringenden Angelegenheiten problemlos kontaktieren können.

Bitte Klicken Sie dazu unten auf den Button und bestätigen Sie die Aktualität Ihrer Mobilfunknummer, es dauert nicht länger als eine Minute.

Bitte, führen Sie die Aktualisierung so schnell wie möglich durch, um Probleme mit Ihrem Konto zu vermeiden. Falls Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, sind wir verpflichtet Ihr Konto temporär einzuschränken und die Verifizierung auf dem Postweg oder in einer Filiale nachzuholen. In diesem Fall wird Ihnen eine Gebühr von 7,99€ für die Aktualisiemng berechnet.

Wir bitten um Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten und hoffen auf Ihr Verständnis.

Wir wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffen auch weiterhin auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 20171

JETZT TELEFONNUMER BESTÄTIGEN

Klicken Sie keinen Link oder Button in dieser E-Mail an. Sie gelangen auf eine gefälschte Webseite, über die Ihre Daten direkt an Kriminelle übertragen werden.

Die Kriminellen ändern permanent die Absender, Betreffzeilen und Texte in den E-Mails. Helfen Sie uns, diese Warnung zu aktualisieren. Falls Sie einen anderen Text oder andere Angaben zum Absender oder Betreff erhalten haben, bitten wir um Zusendung der E-Mail an [email protected].

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Was machen die Betrüger mit der Handynummer

Je nach verwendeter Version der gefälschten Webseite, wird nicht nur Ihre Handynummer abgefragt, sondern auch weiter persönliche Daten. So werden oft auch die Zugangsdaten für das Onlinebanking erfragt oder die Kreditkartennummern des Nutzers.

Was die Kriminellen mit den Daten vorhaben, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Denkbar und wahrscheinlich ist, dass die Mobilfunknummer des Kunden genutzt wird, um im zweiten Stepp das Konto abzuräumen. Dazu setzen sich die Betrüger telefonisch mit Ihnen in Verbindung und jubeln Ihnen eine falsche Banking-App unter. Auf Onlinewarnungen.de haben wir ausführlich darüber berichtet, wie Kriminelle seit längerer Zeit über eine falsche Banking-App Geld vom Konto der Bankkunden klauen.

Wie können Sie sich schützen?

Grundsätzlich hilft gesunder Menschenverstand. Mit unserem kostenlosen Ratgeber „Phishing: Woran erkennen Sie eine gefälschte E-Mail?“ erkennen Sie viele gefälschte E-Mails selbst und fallen so nicht darauf rein. Unabhängig davon sollten bei Ihnen generell alle Alarmglocken schrillen, wenn Sie zum Datenabgleich aufgerufen werden.

Auch technisch können Sie vorbeugen. Ein guter Virenscanner schützt Sie auch vor Spam und Phishing-Nachrichten und bewahrt Sie so vor finanziellem Schaden. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall. Wir zeigen Ihnen, welche Virenscanner unter Windows am besten abgeschnitten haben.


Sie haben den Datenabgleich durchgeführt?

In diesem Fall sollten Sie schnell reagieren. Setzen Sie sich unverzüglich mit der Postbank unter der Rufnummer 0800/1008906 in Verbindung. Die Sicherheits-Hotline der Postbank ist rund um die Uhr erreichbar. Falls Sie auch Ihre Kreditkartendaten eingegeben haben, müssen Sie die Kreditkarte sofort sperren lassen. Rufen Sie entweder bei dem Kreditkartenunternehmen an oder wählen Sie den zentralen Sperrnotruf 116 116.

Phishing bekämpfen: Helfen Sie uns dabei

Bitte leiten Sie Phishing-Nachrichten aus Ihrem E-Mail-Postfach an [email protected] weiter. Wir prüfen diese und warnen andere Nutzer vor der Gefahr. Gern können Sie uns auch eine E-Mail senden, wenn Sie selbst unsicher sind. Wir geben Ihnen ein Feedback.

Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar unterhalb des Artikels und informieren Sie unsere Leser, ob die Phishing-Nachricht in Ihrem Fall als Spam erkannt wurde. Hilfreich ist, wenn Sie uns auch mitteilen, welche Antivirus-Software Sie verwenden.

In unserer Übersicht finden Sie alle derzeit bekannten Warnungen für Postbank-Kunden.

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