Twitter/WhatsApp/Instagram: Grusel-Goofy verführt Kinder im Netz zu gefährlichen Aufgaben


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Ein Horror-Goofy ist momentan auf vielen Social-Media-Kanälen unterwegs. Er will Kinder dazu animieren, gefährliche Aufgaben zu erfüllen. Eltern sollten Ihre Kinder vor dem Profil von Jonathan Galindo warnen.

Gefährliche Aufgaben erfüllen, welche sogar zum Tod führen? Dieser Trend aus den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram und WhatsApp kommt uns doch sehr bekannt vor. So haben wir vor einiger Zeit von der BlueWhaleChallenge berichtet.

Komische und teilweise auch gruselig wirkende Fratzen sind ebenfalls nicht neu. So sorgte das Profilbild von Momo im vergangenen Jahr für unheimlich Aufsehen. Denn der WhatsApp Kontakt drohte mit dem Tod.

Aktuell sorgt ein Horror-Goofy ebenfalls für Aufsehen. Was dahinter steckt? Wir haben nachgeforscht.

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Horror-Goofy will Kinder zu Challenge überreden

Goofy ist normalerweise als tollpatschiger und lustiger Hund von Mickey Mouse bekannt. Doch mit tollpatschig und lustig hat dieser Goofy hier nichts zu tun. Denn er weiß genau, was er tut.

Mit einer Goofy-Maske bekleidet, stellt ein Unbekannter bei WhatsApp, Instagram, TikTok und anderen sozialen Netzwerken Freundschaftsanfragen an Kinder und Jugendliche. Werden diese dann durch das „Opfer“ bestätigt, schickt ein „Jonathan Galindo“ einen Link mit Aufgaben. Diese sollen die Jugendlichen erfüllen. Im schlimmsten Fall kann das mit dem Tod enden.

Immer wieder tauchen in den Netzwerken neue Accounts auf den Namen Jonathan Galindo auf. Teilweise handelt es sich auch um Nachahmer.

Cyber Kriminologe Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger warnt ausdrücklich vor diesen Accounts und bittet Eltern mit Ihren Kindern über die Gefahr zu sprechen. Rüdiger dazu:

Der einzig wirkliche Schutz ist auch hier Aufklärung und Vermittlung von Medienkompetenz bei den Kindern.

Es wird empfohlen, die Freundschaftsanfrage von Jonathan Galindo und anderen unbekannten Personen nicht anzunehmen und auch nicht an Freunde weiterzuleiten. Beobachten Sie das Medienverhalten Ihrer Kinder und sprechen Sie mit ihnen darüber.  Vermeiden Sie aber Panikmache. Vermeiden Sie auf jeden Fall auch eine unreflektierte Weiterleitung von Berichten über das Thema.

Sollten Sie allerdings Veränderungen an Ihrem Kind bemerken, heißt es hellhörig werden. Reagieren Sie, wenn Sie Anzeichen von Selbstverletzungen oder undefinierbare Symbole am Körper von Kindern und Jugendlichen feststellen. Je nachdem wie alt Ihr Kind ist, sollten Sie das Thema offen ansprechen. Haben Sie den Verdacht, dass sich Ihr Kind in Verbindung zu gefährlichen Kontakten befindet und Suizid-Gedanken hat, sollten Sie auch professionellen Rat suchen.

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Wer kann helfen?

Sie müssen mit Ihrem Kind nicht gleich einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind Hilfe benötigt, können folgende Institutionen und Vereine hilfreich sein.

Deutschland: Nummer gegen Kummer

Unter 116 111 finden Kinder und Jugendliche einen ersten Ansprechpartner für diverse Sorgen wie Selbstmordgedanken. Die Telefonnummer ist montags bis samstags von 14 Uhr bis 20 Uhr kostenlos aus den deutschen Handynetzen und dem Festnetz erreichbar. Der Anruf erscheint nicht auf der Telefonrechnung. Wer lieber schreibt, kann unter nummergegenkummer.de auch anonym chatten. Bei Bedarf legen Sie Ihrem Kind einfach einen Zettel mit der entsprechenden Nummer auf den Tisch oder weisen Sie in einem offenen Gespräch auf diese Institution hin. Denn gerade wenn das Kind nicht mit den Eltern reden mag, kann diese Nummer eine echte Hilfe und Anlaufstelle sein.


Deutschland: Nummer gegen Kummer Elterntelefon (anonym & kostenlos)

Auch Eltern haben die Möglichkeit sich zu dem Thema Suizid Gedanken bei Kindern beraten zu lassen. Denn gerade bei so einem heiklen Thema ist es fraglich, ob der Rat von anderen Eltern immer der Sinnvollste ist. Unter 0800 111 0 550 können sich Eltern beraten lassen. Das Telefon ist montags bis freitags von 9:00 Uhr bis 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17:00 Uhr bis 19 Uhr besetzt.

Deutschland: Die Telefonseelsorge ist für alle da (kostenlos und anonym)

Unter den kostenlosen Telefonnummern 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 und 116 123 finden Sie ebenfalls ein offenes Ohr, auch bei Suizid-Gedanken. Wer nicht reden möchte, kann sich unter telefonseelsorge.de auch per E-Mail oder Chat beraten lassen.


Österreich: Rat auf Draht (kostenlos und anonym)

In Österreich können Kinder, Jugendliche und Eltern unter der Telefonnummer 147, die ohne Vorwahl erreichbar ist, rund um die Uhr eine kostenlose Telefonberatung erhalten. Wer lieber schreibt, kann sich per E-Mail oder via Chat mit Fachkräften austauschen. Im Internet finden Sie den Rat auf Draht unter rataufdraht.at.

Schweiz: Pro Juventute hilft Kindern und Jugendlichen

In der Schweiz ist das Kinder- und Jugendtelefon ebenfalls unter der Telefonnummer 147 erreichbar. Die Rufnummer ist rund um die Uhr zum Nulltarif geschaltet. Wahlweise ist auch eine Beratung via SMS, Chat oder E-Mail möglich. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite projuventute.ch. Die Elternberatung ist innerhalb der Schweiz unter 058 261 61 61 zu normalen Telefongebühren erreichbar.

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