Viruswarnung: Bewerbung von Wolfgang Meyerle und Rolf Drescher enthält Malware


Bitte unterstützen Sie uns

Mit einmalig 3 € tragen Sie zur Erhaltung von Verbraucherschutz.com bei und erkennen unsere Leistung an. Jetzt 3,00 Euro per PayPal senden. So können Sie uns außerdem unterstützen.

Mit einem freiwilligen Leser-Abo sagen Sie Betrügern den Kampf an, unterstützen die Redaktion und bekommen einen direkten Draht zu uns.

Selbstständige, Gewerbetreibende und Personalabteilungen werden aktuell mit einem Virus angegriffen. Dieser kommt in Form einer Bewerbung, die besonders trickreich ist und deshalb nicht erkannt wird. Wer den Anhang öffnet, installiert sich Schadsoftware. Wir erklären, woran Sie die E-Mail erkennen.

Erneut wird schädliche Software über eine Bewerbung verteilt. In der Vergangenheit haben wir über Bewerbungen mit Virus bereits berichtet. Jetzt macht eine neue E-Mail die Runde, die aufgrund ihrer Aufmachung besonders gefährlich ist. Wir möchten gleich vorab warnen:

Öffnen Sie den Anhang der E-Mail nicht!
Wichtiges Update:
Seit 08.12.2016 wird die E-Mail mit dem gefährlichen Virus mit weiteren Namen versendet. Absender ist jetzt nicht mehr nur Rolf Drescher, sondern auch Andreas Meier, Wolfgang Meyerle und weitere Namen. Die Texte und die Namen der Anhänge wurden geringfügig abgeändert. Neuerdings wird die vermeintliche Bewerbung auch in englischer Sprache versendet. Es handelt sich weiterhin um einen gefährlichen Virus, der nicht nur den eigenen PC, sondern den gesamten Geschäftsbetrieb zum Stillstand bringen kann.

Woran erkennen Sie die Bewerbung per E-Mail?

Die uns vorliegenden Bewerbungen stammen alle von dem gleichen Absender. Genannt ist ein Rolf Drescher, Wolfgang Meyerle oder Andreas Meier, der als Absender jedoch unterschiedliche E-Mail-Adressen verwendet. Besonders gefährlich ist, dass die Kriminellen den Inhalt der E-Mail ganz exakt auf das empfangende Unternehmen ausrichten. Im Text ist ein Berufsbild genannt, welches zum Unternehmen passt. Nicht auszuschließen ist, das die Stelle aktuell gerade zu besetzen und deshalb in öffentlichen Stellenmärkten ausgeschrieben ist. Deshalb wird der Nachricht oft vertraut. So lautet der Text der E-Mail:

Sehr geehrter Herr …,

hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen für die die Stelle als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker. Meine vollständigen Bewerbungsunterlagen können Sie dem Anhang entnehmen.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe Ihnen bei Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Drescher

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen für die die Stelle als Berufserfahrener, zuverlässiger KFZ Mechaniker für …. Meine vollständigen Bewerbungsunterlagen können Sie dem Anhang entnehmen.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe Ihnen bei Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Andreas Meier

 

Dear Sir or Madam,

As a qualified individual with international experience and strong motivation to work on your company, I am submitting my CV to be considered for any openings you may have.

These courses, as well as the experience of working abroad, have given me a valuable understanding of various approaches. My strengths also include strong communication skills and excellent problem-solving abilities. I possess a number of characteristics that may align with your needs.

I am particularly interested in a career with Mechanical engineering technician because of your good reputation as an employer and your excellent training scheme. I believe that all these factors combine to make me an ideal candidate for your company

I would greatly appreciate the opportunity to discuss how I may utilize my education and experience to become an asset to your company. I look forward to hearing from you in the near future.

Yours sincerely,

Wolfgang Meyerle

In manchen Branchen ist diese E-Mail vielleicht zu ordentlich verfasst. Dennoch wirkt sie seriös und gibt zunächst keinen Anlass für Misstrauen. Vor allem dann nicht, wenn man wie hier im Beispiel gerade einen Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker oder KFZ-Mechaniker sucht.

Folgende Namen werden ebenfalls als Absender verwendet:

  • Marcel Meier
  • Andreas Meier
Denkbar ist, dass auch andere Namen als Absender verwendet werden. Falls Sie die E-Mail mit einem anderen Namen bekommen, senden Sie uns diesen bitte an [email protected] oder verfassen Sie einen Kommentar mit dem Namen. Wir aktualisieren die Warnung dann.

Im Anhang der E-Mail befinden sich zwei Dateien, die ebenfalls auf das Unternehmen ausgerichtet sind. Diese beginnen immer mit dem Namen des Unternehmens oder Empfängers. Danach kommt ein Bindestrich und das Wort „Bewerbung“.

Update: 08.12.2016: Die Betrüger haben den Namen des Dateianhangs geringfügig geändert: In der Virus-E-Mail von Andreas Meier steht zuerst das Wort Bewerbung. Danach kommt ein Leerzeichen und der Name des Empfängers.

Bei der ersten Datei handelt es sich um eine PDF-Datei. In dieser konnten wir keinen Virus feststellen. Dennoch empfehlen wir Ihnen, die Datei nicht zu öffnen.

Die zweite Datei ist scheinbar eine Excel-Datei. Diese haben wir ebenfalls auf Viren geprüft. Sie enthält Malware und sollte auf keinem Fall geöffnet werden.

Verpassen Sie keine Warnung. Hier können Sie uns folgen:
100% Datenschutz - Kein Spam
Aktuelle Warnungen seriös per Mail
Aktuelle Warnungen seriös per Mail

Wird der Virus von Virenscannern erkannt?

Einige Virenscanner erkennen den Virus aktuell noch nicht, weshalb sich die Schadsoftware sehr gut verbreiten kann. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten. Falls Sie die Datei angeklickt haben, sollten Sie den Virus mit den aktuellen Virenscannern Avira Antivirus Pro und Kaspersky Internet Security 2017 erkennen und entfernen können.

Die besten Virenscanner für WindowsDie besten Virenscanner für Windows 10 und Windows 7

Ein aktueller und hochwertiger Virenscanner ist für jeden Computer Pflicht. Lesen Sie in dieser Bestenliste, welche Virenscanner unter Windows aktuell in einem unabhängigen Test am besten abschneiden.

Welchen Schaden richtet der Virus an?

Wir können aktuell nicht genau sagen, welche Aufgabe der Virus hat. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass sich die Schadsoftware tief im Windows-System einnistet und versucht weitere Software nachzuladen. Im besten Fall zeigt der Trojaner nur Werbeanzeigen und Pop-ups an, was allerdings mit der Zeit dazu führt, dass der Computer fast nicht mehr zu nutzen ist. Im schlimmsten Fall lädt die Malware einen Erpressungstrojaner nach, der Ihre Festplatte verschlüsselt und unbrauchbar macht.

Update 07.12.2016: Hohe Gefahr für Windows-Rechner
Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Virus in der Lage, die Festplatte des Computers zu verschlüsseln und damit unbrauchbar zu machen. Anschließend wird ein Lösegeld gefordert. Allerdings wird das Programm beziehungsweise dessen Auswirkungen nicht sofort nach der Ausführung aktiv, was besonders gefährlich ist. Der beste Schutz ist immer noch, dass Sie die Datei gar nicht erst öffnen.


Wie können Sie Ihren Computer wieder zum Laufen bekommen? Datenrettung

Haben Sie die Datei geöffnet und der Windows-Rechner wird verschlüsselt, dann gibt es derzeit keine guten Nachrichten. Sie haben in diesem Fall nur die Möglichkeit, eine vollständige Datensicherung von einem Zeitpunkt vor dem Empfang der E-Mail einzuspielen. Dadurch gehen nur die in der Zwischenzeit gespeicherten Daten verloren.

Infizierte Computer sollten sofort ausgeschaltet werden!
Wichtig: Sollten Sie die Datei geöffnet haben und feststellen, dass Ihr Computer verschlüsselt wird, dann empfehlen wir diesen sofort auszuschalten beziehungsweise vom Netzwerk zu trennen. Derzeit ist nicht bekannt, ob durch das Tool auch Daten in der Cloud verschlüsselt werden, die auf Ihrem PC eingerichtet ist. In der Vergangenheit war das bei einigen Erpressungstrojanern der Fall. 

Nachdem Sie den Computer ausgeschaltet haben, können Sie die noch unverschlüsselten Daten von einem Spezialisten retten lassen. Bitte beachten Sie auch die wertvollen Praxis-Hinweise unserer Leser in den Kommentaren unter diesem Artikel. Diese geben Aufschluss darüber, wie andere Nutzer den Virus erfolgreich entfernen konnten.

Rolf Drescher ist Opfer eines Identitätsdiebstahls

Update: 07.12.2016: Zumindest teilweise werden in der mit einem Virus verseuchten Bewerbung von Rolf Drescher real existierende Daten verwendet. Wie Nutzer berichten, gibt es tatsächlich einen Rolf Drescher. Allerdings ist dieser nicht der Versender der Virusnachricht, sondern selbst Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden. Die angegebene Rufnummer führt also nicht zum eigentlichen Absender der E-Mail. Wer tatsächlich hinter dem groß angelegten Angriff auf Unternehmen in Deutschland und Österreich steht, ist derzeit noch völlig unklar.


Ist die Virus-Bewerbung schon bei Ihnen eingetroffen?

Haben Sie die Bewerbung von Rolf Drescher oder Andreas Meier  schon in Ihrem Postfach? Als was hat sich die fiktive Person bei Ihnen beworben? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar unterhalb des Artikels.

Haben Sie andere E-Mails in Ihrem Postfach, bei denen Sie einen Virus vermuten? Bitte leiten Sie die Nachrichten per E-Mail an [email protected] an uns weiter.

Bitte teilen Sie diese Viruswarnung, damit die Verbreitung gestoppt wird.

Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?
Sende
Benutzer-Bewertung
4.81 (36 Stimmen)



106 Gedanken zu „Viruswarnung: Bewerbung von Wolfgang Meyerle und Rolf Drescher enthält Malware“

  1. Hallo! Auch ich habe nicht aufgepasst. Einmal auf dem Ipad. Aber da ist nix passiert.
    Dann unter Windos 7 prof. Ich habe einige male die Makros aktiviert.
    Aber das System läuft heute noch immer einwandfrei. Im Artikel stand, dass sich der Virus nicht sofort bemerkbar macht…wann wäre es soweit ? Am 08.12. habe ich die Datei aufgemacht. Noch eine Frage: Solange noch nichts aufgebrochen ist: Kann ich Videodateien in die Cloud hochladen? oder klebt hier der Virus auch dran und wird beim näcshten Videostream übertragen und infiziert das Gerät?

    Antworten
      • Danke für die Antwort. Bitte auch noch ein Statement zur 2. frage…die Dateien die nicht verschlüsselt sind…kann ich die sichern, oder infiziere ich damit die ganze Festplatte? Mein Gerät wird von meinem AG ausgetauscht, es sind aber dennoch ein paar Dateien drauf (selbsterstellte Videos).

        Nach dem aktivieren habe ich auch Datensätze in unsere interne Datenbank verschoben. Findet dadurch auch eine Infizierung statt?
        Bisher habe ich keine einzige verschlüsselte Datei gefunden. Tipp wo ich anfangen kann zu suchen? Ich hoffe noch, dass trotz Klick nichts passiert ist. Realistisch?

        Antworten
        • Es klingt so, dass Sie noch einmal großes Glück hatten.

          Nach unserem Kenntnisstand können Sie unverschlüsselte Videos anstandslos sichern. Da sollte nichts passieren. Sicherheitshalber sollten Sie diese Dateien auf dem Zielmedium noch einmal mit einem Virenscanner überprüfen.

          Normalerweise werden zuerst Office-Dateien verschlüsselt, sodass man relativ schnell merkt, wenn was nicht stimmt.

          Antworten
  2. Von: Wolfgang Meyerle [mailto:[email protected]]
    Gesendet: Montag, 19. Dezember 2016 08:59
    Betreff: Bewerbung als Altenpfleger von Meyerle

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen für die die Stelle als Altenpfleger. Meine Bewerbungsunterlagen können Sie dem Anhang entnehmen.

    Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe Ihnen bei Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Meyerle

    Anhänge
    Lebenslauf
    Zertifikate

    Antworten
  3. Wir haben heute diese Mail von einem Wolfgang Meyerle erhalten. Berwerbung als Rohrreiniger.
    Dummerweise habe ich die excel Datei geöffnet. Scheinbar hat uns aber die geschützte Ansicht gerettet.

    Antworten
  4. Bewerbung ist als Marcel Meier bei mir eingegangen. Habe nur die PDF geöffnet. Laut virustotal ist die PDF harmlos. die excel Datei ist mit Viren / Schadsoftware verseucht

    Antworten

Schreibe einen Kommentar