Bundesinnenministerium: #Warntag 2020 ist fehlgeschlagen (Video)


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Gestern am 10. September 2020, sollten um 11 zeitgleich in Deutschland die Sirenen losgehen, Rundfunkanstalten die Sendungen unterbrechen und Warn-Apps wie Nina den Katastrophenfall zur Probe auslösen. Am Ende war es ein Reinfall. Das gab jetzt selbst das Bundesministerium des Inneren zu.

Der erste bundesweite #Warntag nach der Wiedervereinigung ging in die Hose. Denn statt Sirenengeheul und Warnmeldungen bekamen viele Deutsche nichts mit. Die Smartphones blieben still oder bekamen deutlich verspätet die Meldungen und die meisten Rundfunkanstalten sendeten weiter ihr Programm. Das Bundesinnenministerium hat den landesweiten Probealarm deswegen als „fehlgeschlagen“ beurteilt.

Es ist deutlich geworden, dass es in vielen Orten gar keine Sirenen mehr gibt. Dazu zählen Großstädte wie Berlin und München. Die Sirenen wurden da nach Ende des Kalten Krieges abgebaut. Auch auf vielen Dörfern blieb es ruhig. Im Ernstfall hätten viele Bürger nichts von dem Katastrophenalarm mitbekommen. Schuld am Fehlschlag sei zumindest teilweise ein technischer Defekt gewesen.

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Politiker und Verantwortliche versuchen sich Schuld zuzuschieben

Einige Politiker bezeichnen den Test als Fiasko. Denn die Bürger sind mit den Warnsystemen jetzt immer noch nicht vertraut. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christop Unger, machte dagegen verschiedene Leitstellen für das App-Versagen verantwortlich. So sagt Unger, dass sich die Leitstellen nicht an die Absprachen gehalten haben. Eigentlich sei vereinbart gewesen, dass das Bundesamt die Apps allein von Bonn aus bedienen würde. Fast zeitgleich seien aber etwa 30 andere Warnmeldungen rausgegangen.

Fakt ist, dass wir froh sein können, dass es sich lediglich um eine Übung gehandelt hat. Damit wurde deutlich, an welchen Enden und Ecken es hapert, wo nachgerüstet werden muss. Und sicher weiß auch der ein oder andere beim nächsten #Warntag, dass er besser die Finger vom System lässt, wenn die Regierung einen Alarm ausruft.

Auch das Bundesministerium des Inneren sieht es so und äußert sich wie folgt:

Die Auslösung des Probelalarms am heutigen „Warntag 2020“ ist aufgrund eines technischen Problems fehlgeschlagen. Die Vorgänge werden jetzt umfassend aufgearbeitet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden bei der weiteren Entwicklung des Warnsystems berücksichtigt.

Im kommenden Jahr sollte es am bundesweiten #Warntag 2021 dann deutlich weniger Probleme und viel mehr Benachrichtigungen und Sirenen geben. Wir bleiben gespannt.

Sie möchten wissen, welche Bedeutung die verschiedenen Warntöne haben? Nicht nur das erklären wir Ihnen. Wir verraten auch, dass es sich bei den Facebook und WhatsApp-Meldungen zum #Warntag nicht um einen Fake gehandelt hat.

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Ein Gedanke zu „Bundesinnenministerium: #Warntag 2020 ist fehlgeschlagen (Video)“

  1. Zum Warntag in Deutschlang:
    es ist ja schon blamabel genug, dass trotz aller technischen Möglichkeiten und Spezialisten die heutzutage zur Verfügung stehen, eine solche Warnung auf allen Ebenen versagt! Gute Nacht zusammen und weiterhin einen guten Tiefschlaf!

    Aber die Höhe ist, dass man jetzt ein ganzen Jahr warten will, bis der nächste Test laufen soll. Das zeigt doch entweder die Gleichgültigkeit mit der man Gefahren für die Bevölkerung gegenübersteht oder die Unfähigkeit, schnell realisieren, an was das Versagen denn gelegen hat sowie die Hoffnungslosigkeit, die verantwortlichen Stellen zum Umdenken bewegen zu können.
    Dann warten wir halt auf die nächste Pleite und hoffen, dass nicht inzwischen ein Krieg oder eine andere Katastrophe ausbricht. Vielleicht werden wir dann wenigstens zum Ende derselben informiert, dass da in der Vergangenheit mal irgend etwas war!!

    Seltsam nur dass es Länder gibt, wo das Warnsystem funktioniert (und zur Sicherheit in mind. halbjährlich getestet wird – z.B. Schweiz) Bin überzeugt, wenn man unsere Verantwortlichen in Deutschland dorthin zur Schulung schicken und Ihnen, wenn sie es dann nicht zuwege bringen, das Gehalt kürzen würde, dann ginge es zumindest schneller!
    Könnte mir denken, dass es einfach daran liegt, dass es keinen Verantwortlichen gibt, der für alle Bundesländer die Anordnungs- und Entscheidungsbefugnis hat. Jeder kocht so wie bisher sein eigenes Süppchen und interessiert sich nicht dafür, ob dieses für alle verträglich ist.

    Antworten

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