Coronavirus kindgerecht erklären – Covid-19 besprechen oder verschweigen?


Bitte unterstützen Sie uns

Mit einmalig 3 € tragen Sie zur Erhaltung von Verbraucherschutz.com bei und erkennen unsere Leistung an. Jetzt 3,00 Euro per PayPal senden. So können Sie uns außerdem unterstützen.

Mit einem freiwilligen Leser-Abo sagen Sie Betrügern den Kampf an, unterstützen die Redaktion und bekommen einen direkten Draht zu uns.

Aufgrund der Ausbreitung des neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) machen immer mehr Schulen und Kitas dicht. Die Kinder fangen an Fragen zu stellen und wollen wissen warum. Doch wie reagieren Sie richtig? Sollten Sie das Thema Covid-19 ansprechen? Hier ein paar Tipps im Umgang mit dem Coronavirus-Thema gegenüber Kindern.

Der Ausbruch des neuen Coronavirus zieht immer weitere Kreise. Nachdem die USA ihre Grenzen für Europäer dicht gemacht haben und vielerorts die Skisaison abgebrochen wurde, wird jetzt mehr und mehr in den Alltag der Bürger eingegriffen. Kanzlerin Merkel fordert, weitestgehend auf persönliche Kontakte zu verzichten.

Zusätzlich machen immer mehr Schulen und Kindertageseinrichtungen dicht. Teilweise erfolgt diese Maßnahme nicht nur in einzelnen Städten, sondern in ganzen Bundesländern. Dies ist ein Einschnitt in den Tagesablauf der Bürger. Vor allem Kinder werden Fragen haben, warum sie nicht mehr in die KiTa oder Schule dürfen. Doch wie reagieren Sie als Erwachsener angemessen auf die Fragen der Kinder. Sollten Sie das Thema verheimlichen? Wir geben Tipps und Anregungen für das Gespräch mit Kindern zu dem Thema Covid-19.

Video Player von Glomex (Datenschutzrichtlinien)

Wie reden Sie mit Ihrem Kind über das Coronavirus?

Bevor Sie überhaupt das Thema ansprechen, ist es wichtig, dass Sie sich bei den offiziellen Quellen zum Stand der Dinge informieren. Im Moment ist das recht schwierig, da sich die Neuigkeiten zu diesem Thema förmlich überschlagen. Teilweise sind die Internetseiten aufgrund der hohen Zugriffszahlen auch nicht erreichbar. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Ruhe bewahren. Denn Stress, Angst und Hektik wird sich auch auf Ihre Kinder übertragen.

  1. Vermeiden Sie das Thema Coronavirus nicht. Irgendwann werden Ihre Kinder mit den Thema in Kontakt kommen und Fragen stellen. Je nach Alter des Kindes sollten Sie es kindgerecht zu SARS-CoV-2 informieren. Dafür müssen Sie ein Gefühl entwickeln, was Ihr Kind bereits verstehen und verarbeiten kann.
    Älteren Kindern können Sie helfen, indem Sie die offiziellen Seiten zeigen, wo sich das Kind informieren und selbst eine Meinung bilden kann.
     
  2. Achten Sie genau auf die Fragen der Kinder. Was wollen diese wirklich zum Thema Covid-19 wissen? Antworten Sie ehrlich und schwächen Sie das Thema auch nicht ab. Sie entscheiden, was Ihr Kind an Informationen aufnehmen kann.
     
  3. Ermutigen Sie Ihre Kinder offen über ihre Gefühle und Ängste zu sprechen. Beruhigen Sie die Kids, wenn die Angst zu groß wird. Davor sollten Sie selber sich beruhigen. Vermeiden Sie es, Panik zu schüren.
     
  4. Versuchen Sie eine Tagesroutine beizubehalten. Vor allem, wenn die Schulen und Kitas geschlossen werden, sollten die Kinder trotzdem einen Rhythmus haben. Gemeinsame Mahlzeiten, vielleicht sogar kleine Lerneinheiten lenken ein wenig von dem Thema Coronavirus ab. Vermeiden Sie es, die Kinder vor dem Fernseher, PC oder Smartphone zu parken. Gesellschaftsspiele lenken auch Sie ein wenig von dem Thema ab.
     
  5. Erklären Sie Ihren Kindern auch, warum Sie gegebenenfalls Oma und Opa aktuell nicht besuchen fahren oder die Kinder Freunde nicht treffen können (beispielsweise wenn diese unter Quarantäne stehen).
     
  6. Reden Sie über die Ansteckungsgefahren. Die Regeln zur Hygiene sollten Sie mit Ihren Kindern ebenfalls durchgehen. So verringert sich die Gefahr, dass sich die Kinder mit dem Virus infizieren.
  7. Schenken Sie dubiosen Informationen auf WhatsApp oder Facebook, die anonym verbreitet werden, keinen Glauben. Jeden Tage entstehen derzeit neue Horrorgeschichten. Dabei werden oft bereits seit längerer Zeit bekannte Texte neu zusammengesetzt. Oft ändert sich nur die Einleitung, sodass einmal eine Regierung, dann ein Arzt aus Wuhan oder Italien und beim nächsten Mal ein Forscher die scheinbar brisanten Informationen verbreitet. Nutzen Sie ausschließlich offizielle Quellen wie das Robert Koch Institut oder infektionsschutz.de als Informationsquelle.

Sendungen wie „logo!“ erklären das Thema für etwas ältere Schüler verständlich. Suchen Sie nach solchen Webseiten.

100% Datenschutz - Kein Spam
Aktuelle Warnungen seriös per Mail
Aktuelle Warnungen seriös per Mail

Haben Sie Tipps und Ratschläge?

Wir sind gespannt, welche Tipps und Ratschläge Sie noch für uns und andere Leser haben. Nutzen Sie die Kommentare unter dem Artikel, um uns zu erzählen, wie Sie mit Ihren Kindern und dem Thema Coronavirus umgehen.




Schreibe einen Kommentar