SARS-CoV-2: Aktuelle Empfehlungen im Umgang mit dem neuen Coronavirus – FAQ (Video)


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Arzt Besprechung Hilfe Empfehlung Symbolbild
Symbolbild (Foto: yurolaitsalbert/stock.adobe.com)

Jeden Tag gibt es neue Meldungen zu SARS-CoV-2 und den Umgang mit Covid-19. Jeder meint mit seinen Ratschlägen helfen zu wollen. Dabei ist es eher sinnvoll, wenn Sie sich auf offizielle Informationen verlassen. Welche Empfehlungen die Bundesregierung im Umgang mit dem neuen Coronavirus gibt, erfahren Sie bei uns.

Der neue Coronavirus sorgt für mächtig Schlagzeilen. Nicht immer sind diese gut, um die Menschen zu beruhigen. Oftmals tragen selbst die puren Fakten dazu bei, dass ein Mensch verunsichert wird und nicht mehr weiß, wie er sich in solch einer Situation am besten Verhalten soll. Soll man nun einen Lebensmittelvorrat anlegen? Oder führen die eher zu Lieferengpässen. 

Zusätzlich gibt es aufgrund der Informationsfülle das Problem, dass man selber nicht mehr weiß, was man glauben soll. Denn auch Betrüger nutzen die Situation aus. Da werden Kettenbriefe versendet, die angeblich beschreiben, wie man sich vor der Ansteckung schützen kann. Außerdem sind Kriminelle unterwegs, welche die Angst um den neuen Coronavirus ausnutzen, damit ihnen Türen geöffnet werden.

Leeres Restaurant

Shutdown für Deutschland: Worauf wir jetzt achten sollten

Gestern Abend gab es einen Erlass der Bundesregierung bezüglich der Coronakrise. Diese Anordnung wurde zusammen mit den Regierungschefs und -chefinnen der Bundesländer erarbeitet. Ab sofort soll der nicht lebensnotwendige Einzelhandel […]

Wir wollen Ihnen im Folgenden die häufigsten Fragen zum Coronavirus beantworten und die aktuellen Empfehlungen der Bundesregierung veröffentlichen. Wenn Sie sich an diese Fakten halten, verringern Sie das Risiko sich mit dem neuen Coronavirus zu infizieren. Sie haben noch eine Frage die hier nicht geklärt ist? Dann nutzen Sie dafür die Kommentare unterhalb des Artikels.

Was ist das Coronavirus?

Der Coronavirus zählt zu einer großen Familie von Viren. Das neuartige 2019-nCoV Coronavirus wurde erstmals Ende letzten Jahres nachgewiesen. Die bekanntesten Viren aus der gleichen Familie sind das SARS-Coronavirus (SARS-CoV) und das MERS-Coronavirus (MERS-CoV).

Je nach Typ verursachen die Viren leichte Erkältungen bis hin zu schweren Erkrankungen der Atemwege. Teilweise gehen diese mit hohem Fieber, Lungenentzündungen einher und können unter Umständen tödlich enden. Das hängt vom Gesundheitszustand der jeweiligen Person vor der Erkrankung ab. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem müssen, wie auch bei anderen Krankheiten, mit einem schwereren Verlauf rechnen.

Erste Erfahrungen zeigen, dass Erkrankte das Coronavirus besiegen und das Krankenhaus gesund wieder verlassen können.

Symbolbild Coronavirus

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Wie wird das Virus übertragen und welche Symptome gibt es?

Die Infektion kann von Tier zu Tier, Mensch zu Mensch oder von Tier zu Mensch stattfinden. Dabei erfolgt die Ansteckung per Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen). Die Ansteckungsrate ist aber deutlich geringer als bei einer Grippe. Der Ansteckungszeitraum (Inkubationszeit) liegt zwischen 2 bis 14 Tagen.

Als Symptome treten beim neuartigen Cornoavirus Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden auf. Bei einem schweren Verlauf kann es zur Lungenentzündung oder zum schweren akuten respiratorischen Atemwegssyndrom (SARS) kommen. Auch ein Nierenversagen und der Tod sind möglich. Auch über Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost wurde berichtet.

So schützen Sie sich am besten vor der Ansteckung mit dem neuen Coronavirus

Wie in unserem Fakten-Artikel zu SARS-CoV-2 bereits geschrieben, sollten die gleichen Hygienemaßnahmen wie beim Schutz vor Grippeviren gelten. Dazu gehört:

  • regelmäßiges Händewaschen
  • richtiges Husten und Niesen (in die Armbeuge)
  • Abstand zu Erkrankten halten
  • Händeschütteln unterlassen

Zusätzlich können Sie aktuell noch weitere Maßnahmen ergreifen, um sich nicht mit dem neuen Coronavirus anzustecken.

  • Versuchen Sie, auf Reisen zu verzichten.
  • Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel.
  • Versuchen Sie, von zu Hause zu arbeiten.
  • Reduzieren Sie Ihre Kontakte zu anderen Menschen.
  • Gehen Sie nicht auf größere Veranstaltungen mit über 1.000 Menschen (in Österreich liegt die Grenze schon bei 100 Personen).
  • Sind Sie älter als 60 Jahre, sollten Sie sich gegen Pneumokokken impfen lassen, um das Risiko einer Erkrankung beziehungsweise schwerer Komplikationen zu verringern. Pneumokokken verursachen die Mehrzahl aller bakteriellen Lungenentzündungen.
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Verdacht auf Corona-Infektion – Was ist zu tun?

Sie haben den Verdacht, dass Sie sich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben? Dann sollten Sie nicht gleich zu Ihrem Hausarzt gehen. Denn da würden Sie weitere Personen anstecken. Hatten Sie Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person? Dann sollten Sie sich unabhängig von Symptomen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen, einen Arzt oder die 116117 anrufen. Bleiben Sie in jedem Fall zu Hause, bis Sie weitere Anweisungen bekommen.

Diese Verhaltensregeln gelten auch, wenn Sie nicht wissen, ob Sie mit einer infizierten Person Kontakt hatten. Treten grippeähnliche Symptome wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit oder auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost auf, sollten Sie lieber Vorsicht walten lassen. Lieber einmal zu vorsichtig sein, als weitere Personen anzustecken.

Verdacht auf Coronavirus was tun
(Quelle: Screenshot/bundesgesundheitsministerium.de)

Der Gesundheitsminister hat seit 9. März auch eine Ausnahmeregelung für die Krankschreibung getroffen. Diese gilt zunächst für vier Wochen.

Wer entscheidet, ob ein Coronatest durchgeführt wird?

Aktuell entscheiden das die Spezialisten an der Hotline 116117, die Hausärzte und Krankenhäuser. Symptome wie Fieber, Halsschmerzen und Atembeschwerden allein reichen demnach nicht aus. Die Person muss außerdem Kontakt zu einer infizierten Person gehabt oder sich in einer Region aufgehalten haben, in der das Virus flächendeckend nachgewiesen wurde. Bezahlt wird der Test durch die Krankenkassen.


Sie waren auf Auslandsreise?

Haben Sie sich in einem ausgewiesenen Risikogebiet befunden? Dann sollten Sie ab sofort, wenn möglich, zu Hause bleiben und unnötige Kontakte vermeiden. Entwickeln Sie innerhalb von 14 Tagen Symptome, sollten Sie sich telefonisch mit dem Gesundheitsamt, einem Arzt oder der 116117 in Verbindung setzen.

Gibt es einen Schnelltest für das Coronavirus?

Nein, aktuell gibt es keinen Schnelltest, den Sie als Verbraucher kaufen und selbst durchführen können. Derzeit kann das Coronavirus SARS-CoV-2 nur über eine Labordiagnostik nachgewiesen werden.


Gibt es eine Impfung als Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2?

Es wird an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet. Bisher ist aber keine Schutzimpfung verfügbar.

Diese Inhalte werden von unserer Redaktion noch erstellt.

Kann ich mich mit einem Mundschutz vor dem Coronavirus schützen?

Es gibt keine hinreichenden Beweise dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person verringert. Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, sollten nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Für Personen mit einer akuten Atemwegserkrankung kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen zu verringern.

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Polizei warnt: Corona-Partys und private Treffen gefährden Menschenleben

Die Einschnitte in unser Leben werden von Tag zu Tag größer. Dennoch kann es deutlich schlimmer kommen, wenn wir die jetzigen Vorsichtsmaßnahmen nicht beachten. Einige verantwortungslose Deutsche organisieren Corona-Partys, treffen […]


Wird sich der Coronavirus in Deutschland weiter ausbreiten?

Experten rechnen in Deutschland mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell als „mäßig“ ein. Unabhängig von der Lage in Deutschland wird eine weltweite Ausbreitung erwartet.

Welche Regeln gelten aktuell für Bahnreisende?

Im öffentlichen Personenfern- und Regionalverkehr tätige Bahnunternehmen müssen COVID-19-Verdachtsfälle unverzüglich dem Führungs- und Lagedienst der Bundespolizei melden. Tritt ein Verdachtsfall auf, müssen Reisende in diesem Zug die „Aussteigerkarte Bahnverkehr“ ausfüllen. Diese werden den Reisenden im Bedarfsfall ausgehändigt.

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Deutsche Bahn: Fahrkarten können wegen dem Coronavirus kostenlos storniert werden (Video)

Wegen dem Coronavirus werden zahlreiche große Veranstaltungen abgesagt. Auch kleinere Meetings oder Geschäftsreisen in Firmen werden verschoben. Nicht zuletzt treten einige Verbraucher den geplanten Urlaub nicht an. Wenn Sie mit […]

Krankenhäuser sollen gestärkt werden

Die Krankenhäuser in Deutschland müssen sich in den nächsten Wochen und Monaten auf einen steigenden Bedarf an Intensiv- und Beatmungskapazitäten zur Behandlung von schweren Atemwegserkrankungen durch COVID-19 einstellen. Es gilt jetzt, alle verfügbaren Kapazitäten zu aktivieren. Gleichzeitig appelliert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Krankenhäuser planbare Operationen und eingriffe zu verschieben. Wirtschaftliche Folgen sollen bei den Krankenhäusern ausgeglichen werden.

Die Bundesregierung wird durch zügige Maßnahmen sicherstellen, dass die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Folgen für die Krankenhäuser ausgeglichen werden und kein Krankenhaus dadurch ins Defizit kommt.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Wohin kann ich mich bei speziellen Fragen zum Coronavirus wenden?

Es gibt einige Telefonnummern, über die Sie Informationen zum Coronavirus erhalten. Falls Sie der Meinung sind, dass Sie selbst mit dem Coronavirus infiziert sein könnten, sollten Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder unter 116117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Allgemeine Informationen bekommen Sie über folgende Rufnummern:

  • 0800/0117722 – Unabhängige Patientenberatung Deutschland
  • 030/346465100 – Bürgertelefon vom Bundesministerium für Gesundheit
  • 115 – Behördentelefon für die allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung
  • Fax: 030/340606607 – Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte 
  • https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/ – Gebärdentelefon (Videotelefonie)

Wo können Sie sich über das Coronavirus informieren?

Generell gilt: Nutzen Sie die offiziellen Quellen im Internet. Trauen Sie nicht irgendwelchen Facebook-Posts. Im Folgenden finden Sie eine Liste mit offiziellen Quellen:

Wie denken Sie über die Empfehlungen der Bundesregierung?

Glauben Sie, dass die Empfehlungen der Bundesregierung ausreichend sind, um die Ansteckung mit dem neuen Coronavirus in den Griff zu bekommen? Welche Vorsorgemaßnahmen haben sie getroffen oder werden Sie demnächst treffen? In den Kommentaren unter dem Artikel finden Sie Platz für Hinweise, Tipps und Anregungen.

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