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Definition: Ist ein Tarif mit Ökostrom und Ökogas überhaupt sinnvoll?


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In Bezug auf die Energiewende sind Ökostromtarife oftmals nicht hilfreich. Hier finden Sie Erklärungen, warum sich dies so verhält und welche Labels aufzeigen, an welcher Stelle wirklich dem Klima geholfen wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Sie sich für einen Ökostromtarif entscheiden, übernehmen Sie innerhalb von Deutschland lediglich einen kleinen Beitrag zur Energiewende. Tatsächlich wird der Ausbau der erneuerbaren Energie hauptsächlich über die Umlage des EEG durchgeführt. Diese wird sowieso von jedem Stromverbraucher über die übliche Stromrechnung beglichen.
  • Eine Vielzahl an Ökostromtarifen besitzen keinen zusätzlichen Nutzen für das Klima. Doch mithilfe von Labels ist es möglich, die besten, dementsprechenden Angebote zu entdecken.
  • Selbst bei Klima- Öl oder Gas ist es nur bedingt machbar, Vorteile für die Umwelt nachzuweisen.

Ökostrom – was ist das?

Ökostrom ist Strom, der vollständig aus erneuerbaren Energien stammt. Allerdings ist ein höherer Bezug an Ökostrom hierzulande nicht gleichbleibend mit einer höheren „grünen“ Strom-Erzeugung.

Die Bezeichnung „Ökostrom“ bedeutet, dass es sich hierbei um Strom handelt, der zu 100 Prozent aus den sogenannten „erneuerbaren Energien“ gewonnen wird. Das heißt, der Strom stammt aus Wasser- beziehungsweise Windkraftwerken oder wird in Biogasanlagen oder aus Solarstromanlagen gewonnen. Jeder Anbieter, der Strom aus diesen Quellen verkauft, ist dazu verpflichtet, für die Menge an Strom, die als Ökostrom veräußert wird, Nachweise über dessen Herkunft zu beziehen.

Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage, die der Verbraucherzentrale Bundesverband in Auftrag gegeben hat, wird deutlich, dass insgesamt 69 Prozent der Verbraucher bei einem Umstieg zu einem neuen Gas- oder Stromanbietet das Ökostrom-Angebot als „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“ einstufen (insgesamt handelt es sich um 1.002 Befragte, im September sowie Oktober des Jahres 2019). Jedoch gilt es zu bedenken, dass innerhalb von Deutschland ein Mehr-Bezug an Ökostrom nicht zwangsläufig ebenfalls bedeutet, dass es tatsächlich zu einer höheren Erzeugung des sogenannten „grünen Stroms“ kommt.

Nicht alle Ökostromtarife helfen bei der Energiewende

Geförderter grüner Strom darf nicht als Ökostrom angeboten beziehungsweise verkauft werden.

Es spielt keine Rolle, für welchen Tarif Sie sich entscheiden: Der jeweils physische Ursprung ist stets gleichbleibend. So stammt selbst bei einem Ökostrom-Bezug die Energie von einem Kraftwerk in der Nähe Ihres Wohnortes. Allerdings ist Ihr Anbieter dazu verpflichtet, hierfür Herkunftsnachweise zu erstehen. Diese besagen, auf welche Weise und an welcher Stelle die Stromerzeugung stattfindet. Das bedeutet, dass ein Anbieter Herkunftsnachweise für die Strom-Menge erwirbt, die aus erneuerbaren Quellen kommt, die dann wiederum den Kunden als Ökostrom angeboten wird.

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Herkunftsnachweise und das EEG-Gesetz

In Deutschland wird die gesetzliche Förderung in Bezug auf die erneuerbaren Energien über das EEG-Gesetz geregelt.

Allerdings existieren innerhalb von Deutschland kaum derartige Herkunftsnachweise. Das kommt daher, dass in Deutschland eine gesetzliche Förderung über den Ausbau von erneuerbaren Energien besteht; und zwar über das sogenannte Erneuerbare-Energien-Gesetz, das kurz auch als „EEG“ bezeichnet wird. Es ist jedoch nicht erlaubt, grünen Strom, der auf diese Weise gefördert wird, gesondert als Ökostrom zu veräußern. Dementsprechend ist hier auch kein Herkunftsnachweis vorhanden. Andernfalls wäre es den Betreibern der Anlagen möglich, das Doppelte für den grünen Strom zu erhalten: und zwar durch die Förderung sowie ebenfalls durch die Erlöse des Verkaufs. In Deutschland hat sich nahez jeder Öko-Anlagenbetreiber dazu entschieden, die staatliche Förderung zu nutzen. Aufgrund dessen sind hierzulande fast keine Herkunftsnachweise auffindbar.

EEG-Umlage

Alle Haushalte fördern durch die EEG-Umlage erneuerbare Energien durch die eigene Stromrechnung. Dabei spielt es keine Rolle, ob tatsächlich Ökostrom bezogen wird oder nicht. Derzeit handelt es sich hierbei um 6,7 Cent pro Kilowattstunden, was somit etwa 20 Prozent der gesamten Stromkosten ausmacht. Aufgrund dieser Regelung ist innerhalb von Deutschland ein hoher Ökostromanteil innerhalb des allgemeinen Strommixes vorhanden: es sind circa 50 Prozent.

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Herkunftsnachweise aus dem Ausland?

Herkunftsnachweise stammen oftmals tatsächlich aus dem Ausland.

Da in Deutschland fast keine Herkunftsnachweise erhältlich sind, kommen diese oftmals aus dem Ausland, wie etwa aus Österreich oder Norwegen. Der hier dahinterliegende Strom wird zumeist sowieso hergestellt. Die grüne Beschaffenheit überträgt sich aufgrund des Kaufs von einem Herkunftsnachweis dann auf den jeweiligen Käufer-Strom. Dementsprechend ist es diesem möglich, auf der Rechnung, die der Ökostrom-Kunde erhält, 100 Prozent Ökostrom aufzuschreiben. Alles in allem ist jedoch genauso viel grüner sowie herkömmlicher Strom vorhanden, wie das bereits im Vorfeld der Fall gewesen ist. Aus klimatechnischer Sicht ist hiermit somit nichts gewonnen. Aufgrund dessen, dass bei einer Vielzahl an Ökostromtarifen lediglich dieses „grüne Aussehen“ vorhanden ist, hilft der Ökostrom-Bezug zumeist nicht bei der Energiewende.

Ganz anders sieht es dagegen bei den Anbietern von Ökostrom aus, die sich auf politischer Ebene für die Energiewende einsetzen und die aus wirtschaftlicher Sicht für den EEG-unabhängigen Ausbau von erneuerbaren Energien engagieren. Wählen Sie einen dieser Anbieter von Ökostrom aus, dann unterstützen Sie ebenfalls die dort herrschende, ökologische, geschäftliche Politik und auf diese Weise indirekt somit ebenfalls die Energiewende innerhalb von Deutschland.

Regionalnachweis: um was handelt es sich hierbei?

Regionalnachweise bestehen in Deutschland bereits seit dem Jahr 2019. Mit den Nachweisen für Ökostrom haben sie jedoch nichts zu tun, denn sie sorgen dafür, dass der Erzeugungsort von Strom, der EEG gefördert ist, nachvollziehbar ist. Außerdem tragen Regionalnachweise dazu bei, dass die Vermarktung des EEG-Strom als „regionaler Strom“ in einem Umkreis von 50 Kilometern, bezogen auf die jeweilige Verbrauchsstelle des Stromkunden, durchgeführt werden kann.

Jedoch leisten Regionalnachweise keinen Beitrag zur Energiewende, denn hierbei kommt es nicht zu einem zusätzlichen Ausbau von erneuerbaren Erzeugungsanlagen. Im Gegenteil: Es muss sich erst noch herausstellen, ob dieses neue, doch komplizierte System, auf dem Markt bei Stromanbietern und Verbrauchern richtig ankommt.

Ökostromlabel – was ist das?

Der tatsächliche Klimanutzen kann sehr unterschiedlich ausfallen.

In den meisten Fällen verhält es sich so, dass Ökostromlabels einzelne Tarife und manchmal ebenfalls die anbietenden Firmen zertifizieren. Herkunftsnachweise bezeugen, dass es sich um Strom handelt, der aus erneuerbaren Energien stammt. Dagegen wollen Labels sicherstellen, dass ein zusätzlicher Umweltnutzen besteht. Aufgrund dessen garantieren Labels unter anderem, dass der Strom wenigstens teilweise aus neuen Kraftwerken bezogen werden muss oder das ein Teil des Erlöses des Ökostroms einen wirklichen Beitrag in Bezug auf die Energiewende leistet. Auf diese Weise ist es möglich, Tarife auszuwählen, die einen zusätzlichen Nutzen für das Klima aufweisen können.

Unterschiedlicher Klimanutzen

Es ist jedoch sehr unterschiedlich, wie genau der Klimanutzen ausfällt:

  • Erneuerbare Energien – Ausbau: Hier besteht eine Option darin, dass der Erlös, der aus einem Ökostromtarif stammt, zum Teil wirklich in den Ausbau von erneuerbaren Energien gesteckt wird. Hierbei handelt es sich jedoch um höchstens einen Cent je Kilowattstunde; oftmals ist es sogar weniger. Hier ein kleiner Vergleich: Wenn Sie durch Ihren Stromverbrauch 200 Euro an EEG-Umlagen im Jahr bezahlen, dann würden Sie in demselben Jahr, bei einem Öko-Cent je Kilowattstunden 30 Euro zusätzlich dazugeben.
  • Weitere Projekte zum Thema Energie: Einige Labels fördern andere Aktivitäten in Bezug auf die Energiewende. Hierbei kann es sich beispielsweise um Mieterstrommodelle, Energiesparmaßnahmen oder auch Bürgerenergieprojekte handeln. Ebenso gut kann es jedoch auch ein Vorhaben sein, dass in Sachen E-Mobilität und Speichertechnologien tätig ist. Da derartige Aktivitäten innerhalb der Kriterienkataloge der Ökostromlabels immer bedeutsamer werden, gerät der zusätzliche Ausbau der erneuerbaren Energien hier in den Hintergrund.
  • Deinvestment: Bei einigen Ökostromlabels ist es so, dass diese lediglich Anbieter bekommen, die keine Beteiligungen an Atom- oder Kohlekraftwerken besitzen. Allerdings ist der diesbezügliche, direkte Druck aufgrund dieses persönlichen Deinvestments bestimmt überschaubar. Jedoch kann eine derartige Entscheidung aus Sicht des Anbieters, als Zeichen sowie eine Abwendung von gefährlichen oder klimaschädlichen Technologien, durchaus Sinn haben.
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Empfehlenswerte Ökostromlabels

Verschiedene Tarife besitzen mittlerweile ein Label, das ein Mindestmaß an Energienutzen verspricht.

Sie wünschen sich Ökostrom? Dann entscheiden Sie sich am besten für einen Tarif, dessen Label garantiert ein gewisses Mindestmaß an Energiewendenutzen verspricht. Das ist etwa bei dem Grüner-Strom-Label sowie bei dem ok-Power-Label der Fall. Beide Label stehen zudem dafür ein, dass die jeweiligen Anbieter von Ökostrom keine Beteiligungen an neuen Steinkohle- und Atomkraftwerken halten. Außerdem verhält es sich bei ok-power so, dass hier ebenfalls keine Beteiligungen an Braunkohlekraftwerden vorhanden sind. Ähnliche Ansprüche erfüllen die in den Eco-Top-Ten aufgeführten Tarife.

Wieso ist Ökostrom oftmals günstig?

Ökostrom ist in Europa gemeinhin deshalb günstiger, da die Nachfrager niedriger als das Angebot ist.

Eine Vielzahl an Anbieter ist dazu in der Lage, ihren Ökostrom sehr preisgünstig zu offerieren. Diese Tatsache ist deshalb möglich, da innerhalb von Europa die Nachfrage in Bezug auf die Herkunftsnachweise geringer ausfällt als das vorhandene Angebot. Immerhin schlägt ein Nachweis, der bestätigt, dass eine Strom-Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien kommt, derzeit lediglich noch nicht einmal einen ganzen Cent. Aufgrund dessen sind viele Firmen dazu in der Lage, Ökostrom lediglich zu geringen Zusatzkosten sehr günstig anzubieten; allerdings ohne, dass sie hierfür tatsächlich etwas für das Klima tun.

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Wie ist eine bessere Förderung der Energiewende möglich?

Zur Förderung der Energiewende bieten sich verschiedene Optionen an.

Damit die Energiewende vorankommt, bietet es sich an, dass Sie direkt eine Investition in erneuerbare Energien tätigen. Das ist zum Beispiel mithilfe einer Photovoltaikanlagen, die Sie auf dem Dach Ihres Hauses betreiben, einem Stecker-PV-Gerät auf Ihrem Balkon oder auch einer Wärmepumpenheizung beziehungsweise einer Solarthermieanlage möglich. Außerdem bietet es sich an, dass Sie sich über Bürgerenergieprojekte an Biomasse-, größeren Solar- und Windkraftwerken beteiligen, um auf diese Weise zum Ausbau erneuerbaren Energien beizutragen.

Des Weiteren ist es nach wie vor von hoher Wichtigkeit, dass Sie selbst Ihre Energieverbrauch so niedrig wie möglich halten. Durch sparsame Haushaltsgeräte schonen Sie zudem Ihr Portemonnaie.

Ökogas – wie umweltfreundlich ist es?

Um beim Heizen das Klima zu schonen, ist es am besten, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.

Beim Heizgas werden ebenfalls verschiedene, dementsprechende Tarife angeboten: Hierbei handelt es sich um Bio-, Öko- oder Klimatarife. Allerdings kann der Nutzen für die Umwelt hier nicht so ganz einfach abgeleitet werden. Dazu kommt, dass ebenfalls eine zuverlässige Orientierung, durch Siegel oder Labels nicht machbar ist. Im Allgemeinen gilt auch hier, dass die sicherste Option, mit der Sie beim Heizen das Klima so weit wie möglich schönen können, das Senken des persönlichen Energieverbrauchs ist.

Generell können die Ökogastarife in insgesamt drei Gruppen gegliedert werden; und zwar in Kompensations-, Power-to-Gas- und Biomethan-Produkte:

Kompensation

Im Rahmen der Kompensation erhalten die Kunden herkömmliches, fossiles Erdgas. Es wird jedoch ein Aufschlag bezahlt, damit die Klimabilanz gereinigt wird. Auf diese Weise fördern die Unternehmen verschiedene Vorhaben, die den Heizungs-Ausstoß von CO2 wieder „neutralisieren“ sollen. Hierbei kann es sich zum einen durch die Nutzung erneuerbarer Energien handeln oder zum anderen um eine Vermeidung von CO2 gehen. Oder es Bäume gepflanzt, beziehungsweise geschützt, damit CO2 in der Biomasse gebunden wird.

Mittlerweile existieren zwar manche, zum Teil sogar anspruchsvolle Labels und Siegel für derartige Tarife, allerdings taucht hier schnell die Frage auf, ob eine Kompensation, im Rahmen einer dauerhaften Energienutzung, wie das beim Heizen der Fall ist, eigentlich sinnvoll ist. Deutlich besser, und zudem sofort wirksam, ist es, wenn Sie direkt bei sich zu Hause mit dem Energiesparen beginnen. Im Bereich der Heizung ist das jedoch nicht nur mithilfe von moderner Technik und größeren Investitionen möglich, sondern ebenfalls durch kleine Maßnahmen, die den Energieverbrauch optimieren und bewussterem Heizen. Denn: Stromsparen trägt direkter dazu bei, die Klimabilanz zu verbessern, als das jede Kompensation vermag.

Wenn Sie sich für Gas in Kombination mit Kompensation entscheiden, dann orientieren Sie sich hierfür am „Gold Standard“-Zertifikat, das von der Gold Standard Foundation stammt. Das Zertifikat wird vom WWF unterstützt und beachtet ebenfalls soziale Aspekte.

Power-to-Gas

Bei Power-to-Gas-Produkten kommt es beim Erdgas zu einer Beimischung von Wasserstoff, welcher durch Elektrizität aus Wasser erhalten wird. Das genaue Vorgehen wird als „Elektrolyse“ bezeichnet, wodurch das Gas die Bezeichnung „Power to Gas“ erhalten hat. Auf Deutsch bedeutet dies: „Strom zu Gas“.

Die verschiedenen Unternehmen preisen hierbei an, dass es lediglich zum Stromeinsatz aus erneuerbaren Quellen kommt, der andernfalls nicht genutzt würde. Hierbei handelt es sich um den Strom, der aus Anlagen stammt, die die Energie in das Netz einspeisen, der jedoch überflüssig ist. Zu einem derartigen Überschuss kommt es, wenn eine Anlage abgeregelt wurde. Dies bedeutet, dass die Anlage zwar im Moment Strom erzeugen kann, ihn im Moment aber nicht in das Netz einspeisen darf. Das ist etwa dann der Fall, wenn das Stromangebot höher ausfällt als die derzeitige Nachfrage oder wenn das Stromnetz derzeit ausgelastet ist. Den hierbei anfallenden, überschüssigen Strom zu nutzen, ist aus ökologischer Sicht absolut sinnvoll.

Allerding existiert derzeit lediglich wenig überschüssiger Strom, der auf diese Art anfällt, weshalb es nicht machbar ist, die Power-to-Gas-Technologie flächendeckend einzusetzen. Auf lange Sicht wird sie jedoch bereits als „Hoffnungsträger“ bezeichnet. Innerhalb von Deutschland werden derzeit etwa 20 Versuchsanlagen betrieben. Wenn Sie sich für einen solchen Tarif entscheiden, dann unterstützen Sie hauptsächlich neben der Einführung ebenfalls die Weiterentwicklung dieser Technologie. Dagegen ist ein direkter Nutzen aus ökologischer Sicht, aufgrund der sehr niedrigen Mengen, die an Überschussstrom anfallen, noch recht klein.

Biomethan

Bei Biomethan handelt es sich um Biogas, das aus Biomasseanlagen stammt. Damit eine Einspeisung in das Gasnetz möglich ist, kommt es zu einer dementsprechenden Aufbereitung. In den Anlagen selbst ist die Verwendung von Speiseresten, Grünabfall oder Gülle an der Tagesordnung. Oftmals ist es jedoch so, dass hierfür eigens für diesen Zweck angebaute Pflanzen genutzt werden. Somit steht der Anbau der Energiepflanzen, wie etwa Mais, in Konkurrenz mit der Produktion von Lebensmitteln (auch als „Tank oder Teller“ bekannt). Zudem kann er ebenfalls mit einem gewissen Energieaufwand und Umweltproblemen verbunden sein. Komplett unproblematisch ist es diesbezüglich jedoch, wenn Biomethan aus Grünabfall gewonnen wird. Allerdings ist innerhalb von Deutschland lediglich eine begrenzte Menge an Grünabfall vorhanden, sodass klimafreundliches Biomethan ebenfalls recht selten ist.

Dementsprechend bietet es sich an, dass die wenigen Mengen an klimafreundlichem Biomethan auch tatsächlich nur dort verwendet werden sollten, wo die höchste Menge Energie ausgebeutet wird; und zwar in der kombinierten Erzeugung von Wärme sowie Strom in den (Block-heizkraftwerken).

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Ist in Tarif mit Ökostrom und Ökogas überhaupt sinnvoll?

1. Ist Power-to-Gas überall erhältlich?

Nein, derzeit wird Power-to-Gas in Deutschland nicht flächendeckend angeboten. Im Moment existieren circa 20 Versuchsanlagen.

2. Zu Hause Energie sparen – hilft das wirklich?

Beim Klimaschutz spielt das Energiesparen eine große Rolle: Es ist effektiv und wirkt direkt.

3. Welche Ökostrom-Labels bieten sich an?

Im Bereich der Ökostrom-Labels bieten sich zum Beispiel das Grüner-Strom-Label und das ok-Power-Label an.

4.Wieso ist Ökostrom nicht teurer?

Das kommt daher, dass in Europa derzeit das Angebot an Herkunftsnachweisen höher ist als die Nachfrage.

5.Was bezeugen Herkunftsnachweise?

Herkunftsnachweise bezeugen, dass der Strom aus erneuerbaren Energien stammt.

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Fazit

Durch einen Ökostromtarif wird der Energiewende nur bedingt geholfen. Der Ausbau erneuerbarer Energien erfolgt vor allem mithilfe der EEG-Umlagen, deren Bezahlung jedoch sowieso über die herkömmliche Stromrechnung erfolgt. Viele Ökostromtarife weisen für das Klima keinen weiteren Nutzen auf. Allerdings ist es durch Labels möglich, die besten Tarife zu finden. Auch wenn Sie sich für das Heizen mit Klima- oder Ökogas entscheiden, sind Umwelt-Vorteile lediglich bedingt nachweisbar. Dagegen ist es jedoch effektiv, darauf zu achten, dass Sie zu Hause wenig Energie verbrauchen.

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