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Maqui – Die neue Super-Beere? Brombeeren, Blaubeeren und schwarze Johannisbeeren sind genauso gut


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Die Marqui-Beere wird mit außergewöhnlichem Nährstoffgehalt von den Herstellern beworben, so dass zahlreiche positive Eigenschaften auf ihr Konto gehen sollen. Sie soll nicht nur gegen trockene Augen sehr hilfreich sein, sondern auch bei Diabetes und gegen Entzündungen ein wirksames Mittel sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Maqui-Beere hat einen hohen Anthocyangehalt und wird als exotische Superbeere bezeichnet.
  • Die „Superbeere“ wird als Saft, Pulver oder Extrakt angeboten, aber der Anthocyangehalt in den verarbeiteten Produkten ist nicht bekannt. Zudem ist auch nicht bewiesen, dass es zu einer gesundheitlichen, positiven Wirkung kommt. Untersuchungen gibt es in der Hinsicht nicht.
  • Es gibt zurzeit nur wenige Studien, wenn es um die Sicherheit der Nahrungsergänzungsmittel mit Maqui-Extrakten geht. Allerdings ist der Verzehr von anthocyanreichen natürlichen Lebensmittel unbedenklich, so dass Sie ohne Bedenken zugreifen können.
  • Die Aussagen „hilft bei trockenen Augen“ oder „reguliert den Blutzucker“ auf Nahrungsergänzungsmitteln sind gesetzlich verboten, so dass die Hersteller sie nicht nutzen dürfen.

Die Werbung mit Maqui-Beeren-Produkten

Es gibt mittlerweile schon die eine oder andere „Superbeere“ auf dem Markt, denn Noni-, Acai- und Goji sind auch Beeren, die im Bereich Nahrungsergänzungsmittel wahre Wunder versprechen.

Mit der Maqui-Beere kommt jetzt die nächste exotische „Superbeere“ auf den Markt und wird mit zahlreichen Werbeaussagen rund um die Gesundheit angepriesen. „Stärkung des Immunsystems“, einem „gewaltigen Gewichtsverlustpotential“ oder auch mit der „starken Entgiftungs­funktion“ sind nur ein paar nennenswerte Beispiele. Aufgrund des hohen angeblich höchsten Anthocyangehalts auf der Welt sollen die Produkte bei vielen gesundheitlichen Beschwerden eine gute Vorbeugung sein. Die Nahrungsergänzungsmittel mit Maqui sollen nicht nur bei Entzündungen des Bewegsungsapparates hilfreich sein, sondern auch bei Herzproblemen. In der Maquibeere ist ein hoher ORAC-Wert (antioxidatives Potential) enthalten und somit soll sie sogar gegen chronische Krankheiten (Krebs, Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes) als Vorbeugemaßnahme hilfreich sein.

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Die neuen Werbeaussagen

Neben den bekannten Werbeaussagen kommen auch immer wieder neue Aussagen hinzu und dazu gehört, dass die Maqui-Extrakte auch gegen trockene Augen helfen sollen.

Durch Anthocyan Delphinidin wird die Tränenproduktion angeregt und somit sollen dies Produkte sogar eine Alternative zu den bekannten Augentropfen sein. Allerdings handelt es sich um eine verbotene gesundheitsbezogene Werbeaussage, denn die EU hat sie nicht zugelassen. In vielen Fällen entlarven sich die Hersteller meist selber, denn sie setzen die Aussage „Aufrechterhaltung der normalen Sehkraft“ nur hinzu, wenn Vitamin A und B2 enthalten sind.

Die Maqui-Extrakte werden auch zur Regulierung des Blutzuckerspiegels angeboten und hier gehen die Hersteller nach dem gleichen Muster vor. Sie schreiben „Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels und Stoffwechsel“ auf das Produkt und beziehen sich dabei auf das zugesetzte Chrom.

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Anthocyane sind Antioxidantien

In den Maqui-Beeren sind Anthocyane enthalten und sie gehören zur Antioxidantien-Gruppe, die im Körper für das Abfangen der freien Radikale zuständig sind.

Bei einem normalen Stoffwechselprozess entstehen die Radikale und sie schädigen nicht nur die Zellen, sondern beschleunigen auch den Alterungsprozess. In frischen Maqui-Beeren ist besonders viel Anthocyan enthalten, aber es ist nicht ersichtlich wie hoch der Gehalt in Saft, Pulver oder Extrakt ist. Zudem ist auch noch wirklich untersucht, ob und wie viel von dem Körper überhaupt aufgenommen wird. Auch die gesundheitliche Wirkung lässt sich nicht eindeutig klären.

In den Anthocyanen ist Delphinidin enthalten. Es handelt sich um einen Stoff mit blauvioletter Färbung, wobei der Farbstoff auf der roten Weintraube Cabernet Sauvignon bekannt ist. Es gibt Untersuchungen, die eine Wirkung auf Krebserkrankungen zeigen, aber es handelt sich nur um Zelluntersuchungen.

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Die Verwendung von Maqui-Produkten

Heute gibt es die Superbeere Maqui in vielen Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, aber bei der Verwendung sollten Sie auf ein paar wichtige Dinge achten.

  • Der Verzehr des Fruchtpulvers gilt im Allgemeinen als sicher, aber das Wissen über die Maqui-Extrakte ist sehr lückenhaft. Es gibt bis heute kaum wissenschaftliche Studien zu Langzeitrisiken, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder zum Thema Bioverfügbarkeit. Im Lebensmittelbereich sind Extrakte zudem nicht definiert, so dass es sich auch um Blattextrakte handeln kann. Sie können sich nur sicher sein, wenn Sie einen Blick auf die Zutatenliste werfen.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät zur Vorsicht vor diesen neuen Pflanzenstoffen und -extrakten, denn es ist nicht bekannt, wie viel Anthocyane ein Mensch am Tag zu sich nehmen darf oder sollten. Zudem sollten Sie wissen, dass Nahrungsergänzungsmittel immer ein gewisses Risiko bergen, vor allen Dingen wenn Anthocyane enthalten sind. Die Hersteller sind in der Pflicht, dass sie nur sichere Mittel verkaufen. Bei einem Einkauf aus dem Nicht-EU-Ausland kommt es eventuell zu Schwierigkeiten.
  • Die Gefahr einer zu hohen Zufuhr besteht bei den natürlichen Lebensmitteln nicht, so dass es in Bezug auf Beeren, Saft oder Fruchtpulver keine Probleme geben wird. Somit spricht absolut nichts dagegen, wenn Sie einen großen Verzehr von anthocyanhaltige Gemüse- und Früchtesorten haben, wenn es im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung stattfindet.
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Maqui-Beeren

Maqui-Beeren sind auch unter den Namen Chilenische Weinbeere oder Aristotelia chilensis bekannt, wobei es sich um kleine, tief violette Beeren handelt.

Sie ähneln der Heidelbeere, aber diese Beeren sind in Chile (Patagonien) beheimatet und sind die Früchte des Maqui-Baums. Die Beeren können im rohen Zustand oder getrocknet verzehrt werden, aber sie lassen sich sehr schwer lagern. Aus dem Grund werden sie meist zu Saft gepresst oder werden zu Fruchtpulver verarbeitet. Danach kommen die Produkte zur Weiterverarbeitung nach Europa.

Das Fruchtpulver aus der Maqui-Beere ist aus einem Nicht-EU-Land ein sicheres und traditionelles Lebensmittel und somit auch anerkannt. Im Durchschnitt enthalten 100 g Beerenpulver etwa 5 g Polyphenole, darunter auch Anthocyane. Ein halber Teelöffel wird als übliche Portionsgröße angegeben, wobei es sich um 1,5 bis 2 g handelt.

Die anthocyanhaltigen Maqui-Beeren-Extrakte kommen überwiegend in den Nahrungsergänzungsmitteln zum Einsatz.

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Die Inhaltsstoffe der Maqui-Beeren

Berichtet wird in erster Linie von dem hohen Anthyocyanen-Gehalt in den Maqui-Beeren, denn sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen mit antioxidativer Wirkung.

Ein paar kleine Studien haben gezeigt, dass die Maqui-Beeren ähnlich viele Anthocyane, Vitamine und Mineralstoffe enthalten wie Heidelbeeren oder Brombeeren. Allerdings wird nicht untersucht, wie die Menge der enthaltenen Inhaltsstoffe in den Produkten verarbeitet werden. So ist es möglich, dass die Inhaltsstoffe von Produkt zu Produkt unterschiedlich sind.

Tipp!

Große Mengen an Anthocyane sind auch in den heimischen dunklen Beeren (Brom-, Heidel-, Holunder- und schwarze Johannisbeere und Apfelbeere), aber auch in Kirschen, roten Weintrauben und Rotkohl ist eine große Menge enthalten.

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Die Schadstoffe in Maqui-Beeren

Es liegen bislang keine Untersuchungsergebnisse in Bezug auf eine Schadstoffbelastung von Maqui-Beeren vor.

Allerdings kommt es immer wieder vor, dass die exotischen Superfoods bei den verschiedenen Trockungsprozessen mi Mineralöl oder aromatischen Kohlenwasserstoffen verunreinigt werden. Immer wieder kommt es auch zu Pestizidbelastungen beim Superfood.

Achten Sie am besten auf den Kauf von Bio-Produkten, wobei auch das Wildpflanzensammeln in der freien Natur und im Wald als ökologische Produktion gelten. In der EU-Öko-Verordnung sind die bestimmten Vorschriften festgehalten. Wenn es sich um ökologische Produktion handelt, dann dürfen die Flächen innerhalb der letzten drei Jahre nicht mit Pflanzenschutz- oder Düngemitteln behandelt worden sein. Außerdem darf das Sammeln den natürlichen Lebensraum und die Artenerhaltung in einem Gebiet nicht beeinträchtigen. Die EU-Rechtsvorschriften zur ökologischen Landwirtschaft machen keinen Unterschied in Bezug auf die Bio-Kennzeichnung, ob es um angebaute oder wild gesammelte Pflanzen geht.

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Maqui-Beeren

1. In welchen Varianten werden die Maqui-Beeren angeboten?

Die Maqui-Beeren gibt es im rohem oder getrockneten Zustand, aber sie können im Saft, als Pulver oder Extrakt gekauft werden.

2. Wie viel Maqui-Beeren-Produkte darf man täglich einnehmen?

Bei der Einnahme von Maqui-Beeren-Produkten sollten Sie sich immer an die Richtlinien des Herstellers halten, denn er kennt sein Produkt am besten.

3. Wo gibt es maquihaltige Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen?

Die maquihaltigen Nahrungsergänzungsmittel gibt es in ein paar Drogerien zu kaufen, aber der Hauptabsatzmarkt ist das Internet.

4. Gibt es die Maqui-Beere als frisch zu kaufen?

In Europa gibt es die Maqui-Beere nicht frisch zu kaufen, denn die Beere ist ein kleines Sensibelchen. Die Frucht ist viel zu empfindlich für einen langen Transport, so dass es sie nur im verarbeiteten Zustand bei uns gibt.

5. Worauf beim Kauf von Maqui-Produkten achten?

Achten Sie immer auf die Reinheit, so dass in dem Produkt 100% Maqui-Pulver vorhanden sein sollte. Leider wird heute Maltodextrin als Füllstoff verwendet.

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Fazit

In den letzten Jahren sind immer mehr Superfoods auf den Markt gekommen, die mit zahlreichen positiven Eigenschaften glänzen. Dazu gehört auch die Maqui-Beere, die sich gut mit den heimischen Brom- und Blaubeeren vergleichen lässt. Achten Sie beim Kauf auf die Herstellung und die Reinheit, damit sie einwandfreie maquihaltige Produkte zu sich nehmen.

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