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Mit Weihrauch wieder gehen können? Positive Effekte auf die Gesundheit sind nicht wissenschaftlich belegt


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Entzündliche Gelenkerkrankungen sind sehr schmerzhaft und somit sind die Menschen immer auf der Suche nach Linderung. Angeblich soll Weihrauchextrakt die Schmerzen bei einer solchen Erkrankung lindern, aber bis heute ist unklar, ob Nahrungsergänzungsmittel mit Weihrauchextrakt wirklich helfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • In einigen Nahrungsergänzungsmitteln wird mit Weihrauch-Stoffen gearbeitet, aber diese Produkte dürfen nicht mit arzneimittelähnlicher Wirkung verkauft werden. Sie haben keine solche Wirkung und dürfen somit auch nicht damit beworben werden.
  • Achten Sie auf die Inhaltsstoffe, denn nicht immer sind die Boswelliasäuren des Weihrauchs auch in dem Produkt enthalten.
  • Weihrauchpräparate sollten Menschen mit Beschwerden nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen und Kinder sollten auf die Einnahme komplett verzichten.
  • Mit Medikamenten sind Wechselwirkungen möglich und auch unerwünschte Wirkungen sind nicht ausgeschlossen, so dass Sie bei der Einnahme vorsichtig sein müssen.

Die Werbung mit Weihrauch-Produkten

Traditionell kommen Weihrauchextrakte in erster Linie für religiöse Zeremonien als sogenannte Räucherharze zum Einsatz.

In den Extrakten sind Boswelliasäuren enthalten und diese sollen gesundheitliche Wirkungen aufweisen, so dass sie für Linderung bei Gelenk-Entzündungen oder -Schmerzen eingesetzt werden. Zur Stärkung des Immunsystems oder gegen Stress oder Angstzustände sind die Inhaltsstoffe auch gut – zumindest behaupten das die Hersteller mit ihrer Werbung. Einige Produkte sind sogar mit der Werbung „Anti-Krebs-Mittel“ ausgezeichnet.

Bisher wurde die entzündungshemmende Wirkung von Weihrauchextrakten überwiegend an Tieren getestet, so dass es aktuell nur sehr wenige Untersuchungen an Menschen gibt. Die Verwendung von Weihrauch wird laut Arzneimittelkommission der Bundesärztekammer durch die unzureichende Datenlage nicht empfohlen.

Zudem sind Präparate mit Weihrauch in Deutschland nicht als Medikament zugelassen, höchstens als homöopathische Arzneimittel.

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Studien an Arthrosepatienten zeigte Wirkung

In Indien haben vier Studien mit Arthrosepatienten stattgefunden, aber aufgrund der geringen Teilnehmerzahl reichen die Ergebnisse leider nicht aus.

Es haben sich zwar Hinweise für eine Verbesserung der Schmerzen bei abgenutzten Gelenken gezeigt, aber eine sichere Wirkung kann auch damit nicht belegt werden. Allerdings muss ein Wirknachweis vorhanden sein, damit es eine Arzneimittelzulassung gibt.

Zudem weisen sehr viele Studien gravierende Mängel auf, so dass die Aussagekraft auch hier stark begrenzt ist. Forschungsbedarf besteht in vielerlei Hinsicht, somit auch in die Richtung, ob Weihrauch vielleicht sogar den bekannten Schmerzmitteln überlegen ist.

Eine gesundheitsbezogene Aussage wurde bei der EU zur Gelenkgesundheit angefragt, aber bislang wurde über diesen Health Claim noch nicht entschieden. Es geht aber auch nicht um die Heilung oder Linderung von Gelenkproblemen, sondern eher um den positiven Einfluss von Weihrauch auf Gelenke („Helps keep joints cool and comfortable“).

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Die Verwendung von Weihrauch-Produkten

Hierzulande ist Weihrauch nur als Nahrungsergänzungsmittel käuflich zu erwerben, wobei das Gummiharz vom afrikanischen (Boswellia carterii) oder vom indischen Weihrauch (Boswellia serrata) eingesetzt wird. Allerdings nur in Tabletten- oder Kapselform.

Die verschiedenen Produkte der Hersteller können nicht miteinander vergleichen, denn weder die Extraktart noch die Dosierung und auch die Inhaltsstoffe sind nicht standardisiert.

Bisher ist auch nicht bekannt, welche langfristigen Nebenwirkungen durch die Einnahme von Weihrauch-Produkten entstehen und die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind auch unbekannt. Bei den Produkten gibt es unterschiedliche Zusammensetzungen, so dass es keine Möglichkeit zum Vergleich gibt. In wenigen Studien sind Weihrauch-Spezialextrakte untersucht worden, aber laut Angaben der Arzneimittelkommission der Bundesärztekammer sind Unterschiede zu den weihrauchhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland vorhanden. Somit ist eine Übertragung rund um die Dosierungsangaben oder der Wirkung nicht möglich.

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Gut zu wissen

  • Beim Produktvergleich helfen Aussagen wie „enthält 85% Boswelliasäuren“ oder „400 mg Weihrauchextrakt“ nicht. Bei den Produkttests im Internet sollten Sie aufpassen, denn sie dienen in erster Linie der Verkaufssteigerung und das gleiche Prinzip gilt auch bei den Sterne-Bewertungen von angeblichen Käufern.
  • In einigen Studien hat sich gezeigt, dass durch die Einnahme der Weihrauch-Produkte unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können. Übelkeit, Magensäure-Reflux und allergische Reaktionen können die Folgen einer Einnahme sein.
  • Die Weihrauch-Extrakte können verschiedene Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben, vor allen Dingen mit Medikamenten, die mit Hilfe von P-Glycoprotein transportiert werden. Wenn Sie Blutgerinnungshemmer zu sich nehmen, dann sollten Sie Weihrauch-Präparate nicht einnehmen. Vor der Nutzung müssen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen, vor allen Dingen, wenn Sie regelmäßig Medikamente zu sich nehmen.
  • Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Nahrungsergänzungsmittel mit Weihrauch-Extrakten nicht, denn es handelt sich nicht um zugelassene Medikamente.
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Nahrungsergänzungsmittel mit Weihrauch-Extrakt nicht zugelassen

Die Nahrungsergänzungsmittel mit Weihrauch-Extrakten als Wirkstoff dürfen keine arzneimittelähnliche Wirkung haben, denn sonst zählen Sie zu den nicht zugelassenen Arzneimitteln.

Die Lebensmitteluntersuchungsämter haben in den letzten Jahren die Kapseln mit Weihrauch-Extrakt immer wieder als nicht zugelassene Arzneimittel eingestuft. Der Grund ist, dass es sich um eine therapeutische Anwendung handelt, denn die Werbung der Unternehmen weist auf eine objektive Zweckbestimmung hin.

Generell sind krankheitsbezogene Werbungen für Nahrungsergänzungsmittel mit Weihrauch-Extrakten nicht erlaubt. Zudem gibt es auch keine gesundheitsbezogenen Aussagen für diese Produkte, so dass sie von der EU auch nicht zugelassen sind. Gern umgehen die Anbieter solche Regelungen und weisen indirekt auf die Wirkung hin. Sie nutzen Buchtipps oder Hinweise auf passende Internetforen.

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Weihrauch-Extrakt

Weihrauch-Extrakte stammen von verschiedenen Weihrauch-Arten, wobei es sich meist um kleine, gedrungene Bäume mit einer buschähnlichen Wuchsform handelt.

Überwiegend kommen der afrikanische Weihrauch (Boswellia carterii) aus Südarabien oder Afrika oder der indische Weihrauch (Boswellia serrata) aus Ostindien stammend zur Verwendung. Eine klebrige Substanz tritt aus, wenn der Baumstamm verwundet wird und nach ein paar Tagen ist die Substanz zu festem Gummiharz geworden. Das Gummiharz wird dann einfach abgeschabt, eingesammelt und anschließend zu Trockenextrakt verarbeitet.

Die Inhaltsstoffe von Weihrauch-Extrakt

Bis zu 10% ätherische Öle sind im Gummiharz enthalten und das ist ein sehr hoher Anteil.

Verschiedene Boswelliasäuren zählen zu den Hauptwirkstoffen und dazu gehören die Alpha- und Beta-Boswelliasäure. Diese Säue ist zuständig für die Entstehung von Entzündungsreaktionen im Körper, aber es kommt auf das Extrakt und die Höhe der Dosierung an.

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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Weihrauch

1. Wie viele Weihrauch-Kapseln darf man am Tag zu sich nehmen?

Bei der Dosierung achten Sie immer auf die Angaben des Herstellers, denn er kennt sein Produkt am besten und richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften und Höchstmengen.

2. Wann wird Weihrauch eingenommen?

Grundsätzlich sollten Sie sich bei der Einnahme an die Grundempfehlung von 2 bis 3x täglich eine Kapsel halten. Schlucken Sie die Kapseln mit reichlich Flüssigkeit, idealerweise kurz vor dem Essen.

3. Wie schädlich ist die Einnahme von Weihrauch-Produkten?

Ein paar Studien haben unerwünschte Nebenwirkungen offenbart, so dass Sie mit Übelkeit, Magensäure-Reflux und allergischen Reaktionen rechnen müssen.

4. Kann man von Weihrauch wirklich high werden?

Wissenschaftlicher haben in einigen Studien Nachweise gefunden, dass Weihrauch eine stimulierende und beruhigende Wirkung auf das Gehirn hat.

5. Wie lange muss ich Weihrauch-Präparate nehmen, um eine Wirkung zu erkennen?

Damit Sie eine Wirkung erkennen können, müssen Sie die Weihrauch-Präparate über einen Zeitraum von mehreren Monaten einnehmen.

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Fazit

Weihrauch soll viele positive Eigenschaften auf die Gesundheit haben, aber leider sind keine wissenschaftliche Beweise in der Hinsicht vorhanden. In Deutschland werden Weihrauch-Produkte im Bereich Nahrungsergänzungsmittel angeboten, aber sie dürfen keine arzneimittelähnliche Wirkung aufweisen. Wenn Sie Gelenkbeschwerden haben, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen und auf die Einnahme von Weihrauch-Präparaten verzichten!

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