Lidl, Edeka und Marktkauf: Rückruf von Oregano – Gesundheitsgefahr


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Aus vorbeugendem Verbraucherschutz rufen mehrere Handelsketten und Vertriebsgesellschaften Oregano-Produkte aus dem Handel zurück. Bei einer Kontrolle wurde der Wert für einen giftigen Pflanzeninhaltsstoff überschritten. 

Regelmäßig werden Lebensmittel zurückgerufen. Das kann ganz harmlose Gründe haben, wie eine falsche Verpackung. Auch bei schwerwiegenden Problemen wie möglichen Fremdkörpern im Produkt oder einem zu hohen Gehalt eines Inhaltsstoffes wird ein Rückruf notwendig. Häufig ist das Qualitätsproblem nicht bei allen verkauften Produkten festzustellen. Sobald eine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher nicht ausgeschlossen werden kann, werden die Nahrungsmittel zurückgerufen.

Im vergangenen Jahr 2019 haben wir mehrfach über Rückrufe von Oregano berichtet. Hier war in einer Charge ein erhöhter Wert von Alkaloiden festgestellt worden. Das Problem scheint also häufiger aufzutreten. 

Auch in unserem derzeitigen bundesweiten Rückruf geht es um gerebeltes Oregano. Bei einer Selbstkontrolle der Teuto Markenvertrieb GmbH und der Fuchs Foodservice GmbH wurden erhöhte Werte von Pyrrolizidinalkaloiden (PA) festgestellt. Diese sogenannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffe kommen natürlich vor und gelangen meist bei der Ernte in das Produkt. Die überhöhten Werte können zu einer Vergiftung  und somit zur Gesundheitsgefahr werden.

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Welche Chargen sind vom Rückruf betroffen?

Vom Rückruf betroffen ist der gerebelte Oregano der Marken „Ostmann“, „Ubena“, „Fuchs Professional“, „Gut&Günstig“, „Kania“ und „Columbia“.

2020-01-28 Artikelbild RR Oregano
(Quelle: Screenshot/produktrueckrufe.de)

In diesem Fall ist nicht nur eine Charge einer Marke vom Rückruf betroffen. Produkte von sechs Marken müssen ihr Oregano zurückrufen. Diese wurden bundesweit bei unterschiedlichen Handelsketten vertrieben. Wir haben für Sie die Marken zusammengetragen und listen sie nachfolgend mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und der entsprechenden LOS-Nummer auf:

Ostmann: 25 g-Vorteilsbeutel

  • MHD 12/2023
  • Losnummer: 9157CB

Ubena: 150 g-Dose

  • MHD 12/2023
  • Losnummer: 9176BB

Fuchs Professional: 250 g-Beutel,

  • MHD jeweils 2023,
  • Losnummern: 9177BE, 9176BA

Gut&Günstig: 12 g-Glas (vorwiegend bei Edeka und Marktkauf angeboten)

  • MHD jeweils 06/2022
  • Losnummern: 9175CA, 9176AA, 9176AB 

Kania: 7,5 g-Glas (angeboten bei Lidl Deutschland)

  • MHD jeweils 06/2022
  • Losnummern: LB91682, LA91682, LC91652, LB91652, LA91652, LC91641, LC91642, LB91641, LA91641, LC91631, LB91631, LA91631, LC91621

Columbia: 15 g Nachfüllbeutel

  • MHD jeweils 06/2022
  • Losnummern: 9158BA, 9158CA

Die Unternehmen haben nach Bekanntwerden sofort reagiert und die betroffenen Produkte aus dem Handel genommen. Andere Produkte der genannten Marken oder Produkte mit abweichenden Kennzeichnungen, sind vom Rückruf nicht betroffen.

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Was sollten Sie mit dem Oregano tun?

Das Oregano sollten Sie auf keinen Fall (weiter) verwenden. Bei einem erhöhten Wert der Pyrrolizidinalkaloiden kann es zu einer Vergiftung kommen. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (kurz AGES) beschreibt die Symptome wie folgt:

Charakteristisch für eine Vergiftung sind Schmerzen im Oberbauch, Bauchwassersucht, Übelkeit und Erbrechen. Seltener können Gelbsucht und Fieber auftreten. Nach wenigen Wochen ist in der Regel eine Lebervergrößerung und -verhärtung feststellbar. Eine akute Vergiftung kann tödlich enden. Da Vergiftungserscheinungen auch erst Tage später auftreten können, wird die Ursache der Vergiftung selten erkannt.

(Quelle: ages.at)

Haben Sie ein Produkt gekauft, das vom Rückruf betroffen ist, können Sie es in den Markt zurückbringen, in dem Sie das Oregano gekauft haben. Sie erhalten den Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenbons zurück.

Haben Sie fragen zum Rückruf? Die Handelskette Edeka hat eine kostenlose Hotline, die Sie unter der Telefonnummer 0800 3335211 (Mo.-So. 8-20 Uhr) und per E-Mail an [email protected] erreichen. Des Weiteren können Verbraucheranfragen unter 05421 309119 (Werktags: 8-18 Uhr) oder per E-Mail an [email protected] gestellt werden.

Weitere wichtige Rückrufwarnungen finden Sie in unserem Übersichtsartikel. Außerdem sollten Sie uns auf Facebook  oder Twitter folgen, um keine wichtige Warnung zu verpassen.




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