Facebook-Post zur Vergewaltigung in Arnstadt – Echt oder Fake?


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Auf Facebook verbreitet sich aktuell eine Meldung, nach der es am Wochenende eine brutale Vergewaltigung einer 14 jährigen in Arnstadt gegeben haben soll. Trotz Warnung, dass dies nicht an die Öffentlichkeit gelangen soll, wird der Post immer weiter geteilt. Was ist an dieser Meldung dran?

Derzeit beschäftigen uns die massiv geposteten Kettenbriefe im sozialen Netzwerk Facebook. Diese warnen unter anderem vor der Kontaktanfrage von Ute Lehr oder versprechen Ihnen Freikarten für diverse Freizeitparks.

All diese Posts auf Facebook haben eines gemeinsam: sie stellen sich als Fake heraus. Weder ist die Kontaktanfrage von Ute Lehr ein Virus noch erhalten Sie die kostenfreien Eintrittskarten für die Freizeitparks.

Doch was ist nun mit der Meldung zu der brutalen Vergewaltigung einer 14 jährigen in Arnstadt? Angeblich musste ihr sogar die Gebärmutter entfernt werden. Und eigentlich soll diese Nachricht gar nicht an die Öffentlichkeit. Wieso wird sie dann geteilt?

Verpassen Sie keine Warnung. Hier können Sie uns folgen:

Um welche Nachricht auf Facebook geht es?

Es gibt auf Facebook einen Post, der aktuell von immer mehr Menschen geteilt wird. Darin geht es um eine Vergewaltigung eines Mädchens in Thüringen. Und so sieht die Nachricht aus:

Gerade ganz aktuell erfahren ?????
Am Wochenende in Arnstadt wurde eine 14 Jährige so brutal vergewaltigt, dass man ihr die Gebärmutter raus nehmen musste
Es darf aber nicht an die Öffentlichkeit, weil man Angst hat, es könnte diesen Aufstand wie in Cemnitz geben ?????????
Verbreitet das bitte überall

Facebook Vergewaltigung Arnstadt
(Quelle: Screenshot/Facebook)

Haben Sie diesen Post auch schon gelesen und sogar geteilt?

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Facebook-Kettenbrief zur Vergewaltigung in Arnstadt ist ein Fake

Dann sind Sie auf eine Fälschung hereingefallen. Denn diese Vergewaltigung hat es nie gegeben. Ein Artikel in der Thüringer Allgemeinen (Onlinezeitung) beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Und da heißt es:

Der Polizei liege bisher weder eine Anzeige vor, noch sei ihr das Opfer bekannt, versichert eine Behördensprecherin gegenüber unserer Zeitung: „Im Bereich der Landespolizeiinspektion Gotha ist keine derartige Straftat angezeigt worden. Es hat im genannten Zeitraum auch keine ähnlich gelagerten Straftaten gegeben“, stellt Polizeisprecherin Jana Kojer am Mittwoch klar.

Laut dem Chef der Landespolizeiinspektion Gotha , Polizeidirektor Günther Lierhammer, gibt es derartige Meldungen für den Bereich Arnstadt wohl immer wieder. Den Hinweisen müssen die Ermittler dann auch nachgehen. Fakt ist aber, dass es die in dem Facebook-Post beschriebene Vergewaltigung definitiv nicht gegeben hat.

Warum wird die Vergewaltigungs-Nachricht geteilt?

Das hat etwas mit der Oberflächlichkeit der Nutzer zu tun. Den meisten ist wahrscheinlich noch nicht einmal aufgefallen, dass Chemnitz in dem Post ohne „h“ geschrieben wurde. Und dann hängt sicher auch ein Stück Sensationsgier dran. Denn obwohl es ja die Ermahnung gibt, dass die Öffentlichkeit nicht informiert werden darf, wird der Post geteilt. Wahrscheinlich ist, dass viele der Nutzer entweder gar nicht bis dahin gelesen haben oder wissen wollen, was passiert, wenn die Nachricht doch geteilt wird.


Wie ist es zu dem Kettenbrief gekommen?

Das können wir nicht genau sagen. Vermutlich hat sich dies jemand einfallen lasen, der mal sehen wollte, wie schnell sich solch eine Nachricht verbreitet. Denkbar ist mit Blick auf Chemnitz auch, dass hier wieder bewusst Hass geschürt werden soll.

Auffällig ist dennoch, dass es bereits schon einmal eine ähnliche Meldung auf Facebook gab, die 2016 viral ging und sich ebenfalls als Falschmeldung entpuppte. Damals sollten mehrere syrische Asylbewerber eine Frau aus dem Raum Göppingen vergewaltigt haben. Auch hier durfte die Polizei angeblich nichts sagen und der Frau musste laut der Nachricht die Gebärmutter entfernt werden.

Bevor Sie Nachrichten teilen, sollten Sie den Wahrheitsgehalt überprüfen. Teilen Sie nicht blindlinks Beiträge.
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Sind Sie in Facebook auf ähnliche Nachrichten gestoßen oder haben Sie gar einen Kettenbrief per WhatsApp erhalten? Dann leiten Sie uns die Message doch bitte weiter. Schreiben Sie uns eine E-Mail an [email protected] oder senden Sie uns eine WhatsApp-Nachricht an 03054909774.

Auf Onlinewarnungen.de informieren wir Sie auch über andere Kettenbriefe.




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