Facebook: Warnung vor dem Kontakt Ute Lehr – Ist das ein Virus?


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Auf Facebook verbreitet sich gerade eine Warnung vor dem Kontakt mit dem Namen Ute Lehr. Darin heißt es, dass es sich bei Ute Lehr um einen Virus handelt, der die Festplatte zerstört, alle Daten klaut und sich unter Ihren Freunden verbreitet. Was ist an der Meldung dran?

Die Meldung löst bei vielen Nutzern Panik aus. Angeblich gibt es einen neuen Virus, der Ihre Festplatte zerstören kann, wenn Sie die Feundschaftsanfrage annehmen. Doch damit nicht genug. Der Horror geht weiter. Zudem soll die vermeintliche Schadsoftware Daten stehlen und sich unter Freunden wie ein Lauffeuer von selbst verbreiten. Die Warnung vor dem digitalen Monster wird in guter Absicht von vielen Facebook-Nutzern geteilt. Allerdings beunruhigt das sehr viele Facebook-Nutzer. Deshalb möchten wir an dieser Stelle gleich aufklären, dass niemand Angst haben muss. Es handelt sich um eine Falschmeldung, die seit Jahren im Umlauf ist. Sie ist frei erfunden.

Wir haben über die Fake-Meldung von Ute Lehr schon häufiger berichtet. Soweit wir uns erinnern können, hat die Meldung ihren Ursprung bei WhatsApp. In dem beliebten Messenger ist sie erstmals aufgetaucht und verbreitete sich auch dort rasant. In regelmäßigen Abständen wird die Meldung erneut geteilt und sorgt für viel Unruhe. Dabei ist Ute Lehr längst nicht mehr der einzige Name, unter dem der Hoax verbreitet wird. Wir haben auch schon vor Kettenbriefen mit den Namen Hannes Bochtler, Anouk Theiler, Christoph und Jessica Davies, Tobias Mathis, Ute Christoff, Domenik Beutling, Christian Wick und Marcel Hohmann gewarnt.

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Wie sieht die Warnung vor Ute Lehr auf Facebook aus?

Verbreitet wird die Warnung nicht nur per Facebook Messenger, sondern vor allem auch via Posting. Dadurch geht die Meldung viral und immer mehr Nutzer erfahren davon. Nicht zuletzt sorgt die Aufforderung „Weiterleiten“ am Ende des Textes dafür, dass die Mitteilung in typischer Kettenbrief-Manier, oft ohne Prüfung des Wahrheitsgehalts, erneut gepostet wird. So lautet der Text der Nachricht:

Sag mal bitte allen Leuten in deiner Liste, dass sie den Kontakt „Ute Lehr“ nicht annehmen sollen! Das ist ein Virus (über whatsapp) der zerstören die ganze Festplatte und zieht sich die Daten runter, wenn ihn einer deiner Kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die Liste frisst! Wenn dich die Nummer 01719626509 anruft, nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute morgen auch von EUROP1 und SAT1 bestätigt worden!
Weiterleiten!!

Haben Sie einen anderen Text erhalten, vielleicht sogar mit einem Namen, den wir hier noch nicht erwähnt haben? Dann leiten Sie uns die Nachricht bitte an [email protected] weiter. Wir werden diesen Artikel dann aktualisieren.

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Müssen Sie Angst vor dem Virus haben und was hat es mit der Warnung auf sich?

Nein, Sie müssen keine Angst haben und sollten der Information auch keine Beachtung schenken. Denn bei dieser Message handelt es sich um einen Kettenbrief, der sich in den sozialen Netzwerken durch gutgläubige und ungeübte Nutzer verbreitet. Es gibt auch keinen aktuellen TV-Beitrag von EUROP1 oder SAT1 zu diesem Thema, wie das in einigen Texten behauptet wird.

Auch die angegebene Handynummer 01719626509 ist nicht gefährlich. Ein Virus wird durch den Anruf ganz sicher nicht übertragen. Leider gibt es immer wieder Menschen, die an diese Falschmeldungen glauben und sich fürchten. Vor allem für psychisch angeschlagene Nutzer könnte die Meldung ein echtes Problem darstellen. Sie wären nicht die Ersten, die sich aufgrund solchen Unfugs aus sozialen Netzwerken verabschieden.

Was machen mit der Nachricht über Ute Lehr?

Ignorieren Sie diese einfach. Auf keinen Fall sollten Sie diese Warnung posten oder versenden und dafür sorgen, dass sich der Kettenbrief weiter verbreitet. Informieren Sie Ihre Freunde und Kontakte auf Facebook und in WhatsApp und klären Sie diese über den Hoax auf.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Freunde auch weitere Kontakte informieren, an die diese Nachricht gesendet wurde. Nur wenn so viele Nutzer wie möglich Bescheid wissen, lassen sich Spam und Kettenbriefe auf Facebook und in WhatsApp eindämmen. Um Ihre Freunde zu informieren, können Sie beispielsweise einfach den Link zu diesem Artikel teilen.

Ein Spaß ist das längst nicht mehr. Denken Sie immer daran, dass es eine Person mit dem Namen geben könnte, die zu unrecht denunziert wird. Im schlimmsten Fall könnte das für den Versender des Kettenbriefes sogar strafrechtlich relevant sein.


Wer ist für die Nachricht verantwortlich?

Darüber lässt sich nur spekulieren. Am wahrscheinlichsten ist, dass Jugendliche einer Person einen Streich spielen wollten und geschrieben haben, dass niemand mehr einen Kontakt mit dem Namen annehmen soll. Vielleicht wollten die Erfinder der Message aber auch nur sehen, wie weit sich diese verbreitet.

Auf jeden Fall spielt die Nachricht mit der Angst der ungeübten Nutzer. Denn gerade Menschen, die sich mit der Technik nicht weiter auseinandersetzen und Smartphone und Computer nur benutzen, glauben den Quatsch – gerade auch dann, wenn dieser von Freunden gepostet oder per Nachricht gesendet wird.

Vor allem jüngere Nutzer und labile Menschen können durch derartige Nachrichten völlig verängstigt werden. Gehen Sie deswegen sorgfältig damit um und dämmen Sie die Verbreitung ein. Klären Sie Ihre Kinder über diese Art von Unsinn auf und nehmen Sie ihnen die Angst.

Etwas Wahrheit steckt allerdings in jeder Warnung. Nehmen Sie von diesem Kettenbrief mit, dass Sie bei neuen Freundschaftsanfragen wachsam sein sollten. Vor allem wenn Fremde anfragen, sollten Sie diese nicht leichtfertig zu Ihren Freunden hinzufügen. Diese können zwar keine Daten auf der Festplatte löschen, dafür aber Ihre Privatsphäre bedrohen und Sie ausspionieren. Beispielsweise haben wir über den Betrug mit kopierten Facebook-Profilen berichtet und die Polizei hat vor sogenannten Zong-SMS gewarnt.

Haben Sie den Kettenbrief bekommen?

Um unsere Warnungen zu optimieren, benötigen wir Ihre Hilfe. Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar unterhalb des Artikels und teilen Sie uns mit, welche Version des Kettenbriefes Sie aktuell erhalten haben. Wir können so die Verbreitung besser einschätzen und unsere Warnung entsprechend veröffentlichen.

Weitere aktuelle Nachrichten zu Kettenbriefen erhalten Sie auf Onlinewarnungen.de. Außerdem erfahren Sie bei uns, wie Sie Ihre Privatsphäre in WhatsApp und auf Facebook schützen.




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