Kleinanzeigen Abzocke: Günstige Bahntickets können Betrug sein


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Vorsicht beim Kauf von Billigtickets für Bahnfahrten über private Anzeigen. Über das Internet können Sie Produkte erwerben, welche in einem Geschäft wesentlich teurer wären. Diese legalen Möglichkeiten nutzen auch zahlreiche schwarze Schafe aus und machen aus dem Sparverhalten der Bürger eine Betrugsmasche. Auch Kunden der Deutschen Bahn werden in diesen Betrug hineingezogen. Dadurch hat das Unternehmen einen erheblichen Schaden zu verzeichnen.

Jeden Tag sind zahlreiche Pendler in Deutschland unterwegs. Mit dem Zug der Deutschen Bahn sind die Fahrten sehr teuer und deshalb wird oft nach einer günstigeren Fahrgelegenheit in Kleinanzeigenportalen und Mitfahrzentralen gesucht. Genau hier setzen die Betrüger an und locken mit einem Billigticket für Fahrten mit dem Zug. Über eigene Internetseiten, wie beispielsweise Bahnheld.com, werden entsprechende Bahn Tickets zum halben Preis oder noch günstiger angeboten. Übrigens ist die genannte Internetseite jetzt offline.

Auch über Kleinanzeigenmärkte wie eBay Kleinanzeigen können Sie gefälschte Tickets kaufen. Der Käufer erwirbt das vermeintliche Schnäppchen zum halben Preis und bezahlt mit seiner Kreditkarte. Per E-Mail wird vom Verkäufer darauf hingewiesen, bei einer Fahrscheinkontrolle im Zug keine Angaben zur Person zu machen. Denn bei einer intensiven Kontrolle durch den Schaffner würde der Missbrauch sofort auffallen. Allerdings müsste Ihnen als Käufer auffallen, dass es bei dem geringen Preis nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Denn auf dem zugesendeten Ticket steht der volle Bahnpreis.

Deshalb unser Rat: Sind bei Kleinanzeigenmärkten oder Mitfahrzentralen die Tickets für die Bahn günstig und das Angebot zu verlockend, sollten Sie unbedingt Vorsicht walten lassen.

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Wie kommen die Betrüger an die Tickets?

Die Antwort ist recht einfach: mit gestohlenen Kreditkartendaten. Diese gibt es im Internet in bestimmten Foren und im Darknet für wenig Geld. Werden die Tickets mit den falschen Kontodaten erworben, merkt die Deutsche Bahn dies zunächst nicht. In ganz Deutschland werden laut dem ZDF-Magazin „WISO?“ wöchentlich etwa 500 bis 1.000 Bestellungen verzeichnet, wo eine Keditkarte unberechtigt belastet wurde.

Der eigentliche Kontoinhaber hat die Möglichkeit, unberechtigte Abbuchungen zurückzufordern. Doch auch dies gelingt nicht immer. Zuvor sollte auf jedem Fall eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Mit dem Aktenzeichen können Sie dann bei Ihrer Bank vorsprechen und das Geld zurückfordern. Erst wenn das Geld zurückgefordert wird, bemerkt die Deutsche Bahn, dass etwas nicht stimmt. Das Ticket ist zu diesem Zeitpunkt schon beim Schnäppchenjäger angekommen.

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Was passiert, wenn Sie mit einem „Billigticket“ erwischt werden?

Haben Sie eines der Billigtickets erworben und werden damit im Zug erwischt, wird das nicht nur richtig teuer. Denn neben einem neuen Ticket, welches Sie zum vollen Preis erwerben müssen (einschließlich einer Nachlösegebühr von mindestens 60 Euro), müssen Sie auch damit rechnen, Teil eines Ermittlungsverfahrens zu werden.

Aus dem vermeintlichen Schnäppchen wird damit ganz schnell eine recht teure Angelegenheit.

Wie können Sie sich vor derartigen Betrug schützen?

Jetzt stellt sich die Frage, wie Sie sich vor einer derartigen Abzocke schützen können? Die Deutsche Bahn hat an 47 Partnerseiten das Recht vergeben, offiziell Zugtickets verkaufen zu dürfen. Hier kann der Kunde sicher sein, dass er einen Fahrschein bekommt, welchen er unbekümmert nutzen kann. Auf der Seite der Deutschen Bahn kann eingesehen werden, wo Sie auf seriöse Art ein Fahrschein erwerben können.

Falls Sie doch auf einem Kleinanzeigenportal zuschlagen möchten, sollten Sie auf folgende Dinge achten: Wickeln Sie derartige Geschäfte niemals telefonisch ab. Bestehen Sie auf eine persönliche Übergabe der Bahnfahrscheine und lassen Sie sich von dem Betrüger den Ausweis zeigen. Notieren Sie zu Ihrer Sicherheit die Ausweisdaten. Betrüger werden das in den meisten Fällen nicht mitmachen, da sie den persönlichen Kontakt scheuen.

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