Deutscher Zoll warnt: Betrüger geben sich als Zollverwaltung aus


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Das Hauptzollamt Potsdam warnt aktuell vor drei Betrugsmaschen, bei der sich die Kriminellen als deutsche Zollbehörde ausgeben. Worauf Sie achten sollten, wenn sich der Zoll bei Ihnen meldet, lesen Sie hier.

Immer wieder geben sich Kriminelle als Behörde aus. So treten die Betrüger beispielsweise als falsche Polizisten aus. In anderen Fällen versenden sie Schreiben im Namen der Staatsanwaltschaft. Dabei setzen die Betrüger auf das Vertrauen der Deutschen in Ihren Staat.

Aktuell warnt der Zoll in Potsdam gleich vor drei betrügerischen Methoden. Dabei geben sich die Kriminellen immer als Zollbehörde aus. Damit Sie nicht auf diese Machenschaften hereinfallen, wollen wir Ihnen die drei Methoden kurz erklären. Im Zweifel sollten Sie sich immer die Telefonnummer des Zolls aus dem Telefonbuch besorgen und per Anruf nachfragen, was an der jeweiligen Sache dran ist. Nur so verhindern Sie, dass Sie in die Falle tappen.

Anrufe des vermeintlichen Zollamtes (Spoofing)

Aus der gesamten Bundesrepublik gibt es Meldungen, dass Betrüger per Bandansage zur Zahlung auffordern. Verwendet wird dabei der Telefonnummernblock (0711 922-XXXX) des Hauptzollamts Stuttgart.

In den Anrufen wird den Opfern suggeriert, dass ein Vollstreckungsbeschluss des Zolls vorliege. Damit der Angerufene das Gerichtsverfahren abwenden kann, wird er zu einer Zahlung auf ein Treuhandkonto aufgefordert. Das Hauptzollamt Potsdam schreibt dazu, dass der Zoll sich auch in Vollstreckungsaufträgen niemals solcher Bandansagen bedienen würde.

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Vermeintliche Briefpost vom Zoll

Bei diesem Fall waren vor allem Personen aus dem Hamburger Raum betroffen. Sie bekamen Post von einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei. Diese informierte die Opfer, dass sie beim Lotto im Ausland gewonnen hätten. Die Gelder könnten allerdings nicht ausgezahlt werden, da beim Zoll noch Transferabgaben zu zahlen wären.

Zusammen mit dem Schreiben der Kanzlei wurde den Anrufern ein Brief des Zolls mit angeblich korrektem Briefkopf vorgelegt. In der Regel ist es jedoch so, dass auf Bargeldimporte keine Zollabgaben erhoben werden. Prüfen Sie solche Schreiben mit dem Zoll vor Ort.

E-Mails im Namen des Zolls

Auch betrügerische E-Mails mit dem Zoll als Absender befinden sich aktuell wieder vermehrt im Umlauf. In den Nachrichten werden Sie zu Zahlungen von Zoll und Steuern aufgefordert. Dafür sollen Sie anonyme Prepaid-Zahlungsdienstleister nutzen.

Der deutsche Zoll würde Sie niemals auffordern, anonyme Prepaid-Zahlungsdienstleister für die Zahlung von Einfuhrabgaben zu verwenden.


Haben Sie solche Schreiben oder Anrufe erhalten?

Uns interessiert, wie weit diese Schreiben und Anrufe verbreitet sind. Haben Sie Post vom vermeintlichen Zoll oder einen Anruf bekommen? Nutzen Sie die Kommentare unter dem Artikel, um sich mit anderen Lesern auszutauschen.

Haben Sie diese Videos schon gesehen?



Ein Gedanke zu „Deutscher Zoll warnt: Betrüger geben sich als Zollverwaltung aus“

  1. Ich wurde am Freitag über die Rufnummer 0711 922-383 angerufen. Als ich mich meldete, wurde gleich „durch Banddurchsage“ mitgeteilt, dass Sie ein Strafmandat gegen mich hätten. Ich glaube es ging um 39,95€ oder so, habe es nicht richtig verstanden.
    Wenn ich mich außergerichtlich einigen wolle, so soll ich die Taste „1“ drücken. Ich habe dann sofort den Hörer aufgelegt, denn ich glaube dass es ein Fake war. Ich glaube nicht, dass das Zollamt über einen „Automaten“ Kontakt aufnimmt.
    Außerdem wüsste ich nicht, was ich mit dem Zoll zu tun hätte, bin mir keiner Schuld bewusst.

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