WhatsApp: Audio-Nachricht droht den Nutzern mit Verstümmelung und Tod


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Derzeit werden auf WhatsApp wieder vermehrt Audio-Nachrichten versendet, welche mit Tod, Verstümmelung und Gewalt drohen. WhatsApp, Facebook und Kettenbriefe – das ist wie eine never ending Story. Immer wieder tauchen neue Kettenbriefe auf. Alternativ werden auch gern ältere Versionen genommen und einfach noch einmal versendet. Was ist nun dran an den Drohnachrichten?

Kettenbriefe über WhatsApp zu versenden, ist schnell erledigt. In Gruppen oder per Broadcast-Listen erreichen Sie viele Nutzer auf einmal. Dass diese Kettenbriefe aber nicht immer harmlos sind, erfahren wir gerade wieder selber. Mehrere Leser haben uns zum Teil sehr verstörende Sprachnachrichten weitergeleitet und fragen, was es mit diesen Audio-Messages auf sich hat. Und ob man diese Nachrichten unterbinden kann.

Im September 2017 haben wir zuletzt über einen Kettenbrief per WhatsApp-Nachricht berichtet, welcher mit dem Tod droht. Auch die Polizei hatte damals vor diesem Kettenbrief gewarnt. Gerade wenn Kinder oder jüngere WhatsApp-Nutzer derartige Nachrichten erhalten, kann das verstörend auf sie wirken. 

Neben dem bereits erwähnten Kettenbrief kursiert eine zweite Sprachnachricht im Messenger WhatsApp, die nicht weniger verstörend ist.

Verpassen Sie keine Warnung. Hier können Sie uns folgen:

Was ist im Kettenbrief zu hören?

Auch in der zweiten Variante wird mit Gewalt und Verstümmelung gedroht. An 20 Leute soll der Kettenbrief weitergesendet werden, damit man Glück hat und alles gut ist. Im Kettenbrief hören Sie Sätze wie:

Wenn du es nicht weiter schickst, wirst du morgen nicht mehr leben. Oder du schickst es weiter und wirst viel Glück haben.

Schicke es in 20 Minuten an 20 Leute. Wenn du es nicht tust, wird deine Mutter in fünf Jahren ermordet. Beeile dich, wenn du deine Mutter liebst.

Beispiele von verschiedenen Personen, sollen die Nachricht untermauern.

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Was sollen Sie mit dem Kettenbrief tun?

Auch wenn es schwer fällt: Glauben Sie nicht, was Sie hören. Ignorieren Sie den Kettenbrief. Am besten ist, wenn Sie diese Nachricht gleich löschen.

Stoppen Sie den Kettenbrief. Teilen Sie ihn NICHT weiter. Löschen Sie die Nachricht.

Auf keinen Fall sollten Sie den Kettenbrief weiterleiten. Denn kommt dieser bei einer psychisch labilen Person an, kann das schlimme Folgen haben.

Vor allem sollten Sie aber mit Ihren Kindern über diese virtuellen Nachrichten sprechen. Die Kettenbriefe als Sprachnachricht wirken besonders gefährlich. Sie dringen über das Ohr direkt in das Bewusstsein der Kinder ein. Wichtig ist, dass Eltern mit Ihren Kindern viel sprechen, das Phänomen der Kettenbriefe erklären und den Kids die Angst davor nehmen. Schließlich können die Sprachmessages bei aufgeklärten Kindern keinen Schaden anrichten. Das sollten Sie nach den Empfehlungen der Polizei tun:

  • Lassen Sie die Nachricht löschen und unterbinden Sie damit eine Weiterverbreitung.
  • Das Kind sollte verstehen, dass ein Nichtverbreiten der Nachricht keine negativen Konsequenzen hat.
  • Das Versenden der Nachricht aus Spaß, Angst oder anderen Beweggründen verunsichert nur weitere Empfänger.
  • Ein Hinweis in der Statusmeldung des Messengerdienstes, wie z.B. „Bitte keine Kettenbriefe!“ kann zusätzlich helfen.
  • Empfänger von Kettenbriefen sollten mit den Versendern diesbezüglich reden und über die Thematik aufklären. Die Kinder sollten unter anderem ihren Freunden erzählen, dass sie diese üblen Scherznachrichten nicht bekommen möchten.

(Quelle: Ratgeber Internetkriminalität Polizei Niedersachsen)

Sprechen Sie vorbeugend mit Ihren Kindern, denn oft wenden sich diese nach Erhalt der Nachricht aus Angst nicht an Erwachsene.

Anlaufstellen für Kinder

Auch im Internet selber finden Sie Hilfe. Die Seite nummergegenkummer.de hält sowohl ein Kinder- als auch ein Elterntelefon bereit. Hier können Sie sich nicht nur bei Mobbing beraten lassen. Auch anderweitige Probleme können Kids und Eltern loswerden. So wäre es vielleicht ratsam die kostenlose Telefonnummer von nummergegenkummer.de auf dem Smartphone Ihres Kindes zu speichern (116 111). Bei Bedarf kann das Kind die Nummer jederzeit anrufen. Praktisch für die Kinder – es müssen keine Namen genannt werden. Die Beratung findet anonym statt und ist gebührenfrei.

Falls Ihr Kind nicht mit Erwachsenen sprechen möchte, hat es jeden Samstag zwischen 14 und 20 Uhr unter den Rufnummern 116 111 sowie 0800 1110333 die Möglichkeit mit Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren zu sprechen. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, wenn Sie diese Nummern im Telefon einspeichern.

Das Elternetelefon erreichen Sie übrigens unter der Rufnummer 0800 1110550.

Weitere Links zu offiziellen Beratungsstellen finden Sie in der Linkbox.


Wir brauchen Ihre Hilfe

Nur mit Ihrer Hilfe erreichen uns derartige Kettenbriefe, vor denen wir warnen. Haben Sie auch eine dubiose WhatsApp-Nachricht erhalten, dann senden Sie diese per E-Mail an [email protected] oder direkt per WhatsApp an 03054909774 an uns.

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