Facebook und WhatsApp: Kettenbriefe verbreiten Angst bei Kindern und Erwachsenen


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Im sozialen Netzwerk Facebook und auf WhatsApp kursieren immer wieder Kettenbriefe, die bei Kindern und Jugendlichen Angst und Schrecken verbreiten. Aktuell wird die Chinesische Botschaft verbreitet, die Glück oder Unglück bringen soll. Was man von den Kettenbriefen halten soll, wie Sie damit umgehen sollen und wie Sie präventiv auf Ihre Kinder einwirken können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Während wir Erwachsene uns von Kettenbriefen im sozialen Netzwerk Facebook oder auf WhatsApp weniger beeindrucken lassen, ist dies bei labilen Menschen, Kindern und Jugendlichen anders. Diese denken in vielen Fällen, dass dort die Wahrheit geschrieben steht, weil es ja die eigenen Freunde mit ihnen teilen. Gerade wenn Drohungen ausgesprochen werden, nehmen das einige Menschen sehr ernst und teilen den Kettenbrief weiter, damit ihnen nichts passiert. Als Scherz sehen nur die wenigsten diese Art von Nachrichten an.

Dass von derartigen Meldungen eigentlich gar keine Gefahr ausgeht, können die Kinder aufgrund ihrer Erfahrungen noch nicht wissen. Sie fühlen sich bedroht. Deshalb muss das Ziel sein, derartigen Spam zu stoppen, damit die sozialen Netzwerke davon nicht zugemüllt und unsere Kinder vor derartigem Unfug geschützt werden. 

In diesem Artikel sammeln wir alle Kettenbriefe von Facebook und WhatsApp, die Drohungen in irgendeiner Form enthalten. Sollte Ihnen ein derartiger Kettenbrief begegnen, können Sie diesen gern per E-Mail an [email protected] oder direkt per WhatsApp an 03054909774 weiterleiten.

Folgende Kettenbriefe sind uns bekannt

Nach folgend listen wir die Kettenbriefe mit dubiosen Botschaften auf, die gerade verbreitet werden. Am Datum erkennen Sie, wann diese Nachrichten gerade besonders versendet wurden. Da Kettenbriefe Erfahrungsgemäß niemals aussterben, sind diese in umregelmäßigen Abständen erneut im Umlauf.

15.01.2020 Chinesische Botschaft soll Glück oder Pech bringen

Der folgende Kettenbrief ist zwar nicht sehr Angst einflößend, dennoch könnten Kinder oder labile Personen denken, dass sie oder jemand in der Familie krank werden oder den Job verlieren könnte. Auf Facebook und in WhatsApp wird diese Nachricht aktuell sehr viel geteilt. Immerhin soll man ja 20 Kopien senden. Das Wort Kopien deutet daraufhin, dass diese Nachricht aus einer Zeit stammt, in der das Internet noch nicht so gefragt war. Wir beobachten diese Nachricht bereits seit 2017. Sie wird immer wieder geringfügig verändert. Im Text der Nachricht ist Folgendes zu lesen:

*Lies dies gut durch. Du wirst an jemanden denken! Und es funktioniert, es ist
kein Witz! Chinesische Botschaft: hier ist ein nettes kleines Gedicht auf das
Geld. Das Geld kann kaufen, ein Haus aber kein Heim, es kann ein Bett kaufen aber keinen Schlaf, es kann eine Uhr kaufen aber nicht die Zeit, es kann ein Buch
kaufen, aber nicht das Wissen, es kann eine Position kaufen, aber nicht Respekt,
es kann den Arzt bezahlen, aber bringt nicht Gesundheit, es kann Blut kaufen aber nicht das Leben, es kann Sex kaufen, aber nicht Liebe. Diese chinesische
Botschaft muss Glück bringen. Das Original ist in den Niederlanden aufbewahrt.
Diese Botschaft ging bereits 8 mal um die Erde. Jetzt ist Sie bei Dir, bringt Dir
Glück. Nach Eingang dieses Schreibens hast Du Glück. Dies ist kein Witz. Das
Glück wird Dir per Post oder Internet zukommen. Sende eine Kopie dieses
Schreibens an Leute, die Glück bedürfen. Schicke kein Geld, weil man Glück
nicht kaufen kann. Behalte die Botschaft nicht länger als 96 Stunden, also sie
muss weitergegeben werden. Beispiele der Vergangenheit: Constantin erhielt 1953 den 1. Brief, er bat seine Sekretärin, 20 Kopien zu machen. 9 Tage später
gewann er 9 Millionen Mark bei der Lotterie seines Landes. Carlos, Angestellter,
hatte diesen Brief erhalten und vergaß ihn. Ein paar Tage später hat er seinen
Job verloren. Er schickte diesen Brief zur Fortsetzung der Kette weiter und wurde wohlhabend. Im Jahr 1967 hat Bruno diesen Brief erhalten, er lachte und warf ihn weg. Wenige Tage später wurde sein Sohn krank. Er suchte den Brief, kopierte ihn 20 mal und schickte diese ab. 9 Tage später traf die glückliche Nachricht ein, sein Sohn wurde gerettet und hat die Gesundheit wiedererlangt. Denk daran, Du brauchst kein Geld zu senden und nichts zu unterzeichnen. Sende nur 20 Kopien und warte ab, um zu sehen was am 9. Tag passiert. Ich hoffe ich schenke DIR Glück??*

Eigentlich geht es laut Text nur um eine chinesische Botschaft, die weiter geleitet werden soll. Doch irgendjemand hat sich einen Spaß erlaubt und das chinesische Sprichwort an Bedingungen geknüpft. Machen Sie sich keine Sorgen. Sie können den Text ignorieren. Wenn Sie die Nachricht nicht weiterleiten, passiert nichts. Sie werden aufgrund dieser Nachricht weder Glück noch Unglück haben.

06.11.2017 Wenn du deine Mama liebst

Wenn es um die Liebe zur eigenen Mama geht, werden viele Kinder und Jugendliche hellhörig. Genau auf diese Verbindung spielt ein Kettenbrief ab. Dieser droht damit, dass die Mutter in einem Jahr stirbt, wenn man diesen Kettenbrief nicht weiterleitet.

Wenn du deine Mama liebst dann schick dies an 20Leute.Ein Mädchen hat das ignoriert und ihre mama ist in 365 Tagen gestorben. Sorry ich kann das nicht ignorieren weil ich meine mama liebe❤❤❤

Schäme dich wen du das nicht machst  ??❤❤❤

Rechtschreibfehler wurde mit übernommen. Anhand derer erkannt das geschulte Auge aber auch, dass es sich hier eher um einen Scherz handelt, bei dem Angst verbreitet werden soll. Entweder hat den Kettenbrief ein Schüler verfasst, der der deutschen Sprache noch nicht so mächtig ist, oder die Person hat in der Schule nicht gut aufgepasst.

Egal, wie es ist, wir empfehlen den Kettenbrief einfach zu löschen.

05.04.2017 Der Fluch hat schon begonnen

Weitaus mehr Schrecken verbreitet der folgende Kettenbrief. Hier wird mit dem Tod gedroht. Damit wird eine Grenze überschritten, bei der das Verteilen derartigen Spams nicht mehr aus Freude geschieht. Es wird gezielt mit der Angst (junger) Menschen gespielt. Das sollte unbedingt gestoppt werden. Die folgenden Sätze lassen auch einen Hartgesottenen das Blut in den Adern erschaudern. Einem Kannibalen will schließlich niemand begegnen. 

> Muss man mitlaufen?
Das ist kein Fake! Sondern eine Wahrung! ?
Wenn du jetzt nicht weiter liest hat der fluch schon begonnen!
….
Gestern nacht in Amerika, los Angeles,
Starb ein Mädchen an der Warnung, der ihr egal war.
Wenn du diesen Kettenbrief nicht weiter schickst dann…
Werde ich heute nacht um 00:00 Uhr in deinen Schrank sein und dich beobachten durch einen Spalt der noch offen ist. Die ganze zeit .. Am nächsten Tag werde ich dich den ganzen Tag begleiten egal wo du bist .. Dann werde ich dich um 22:59 Uhr auf eine harte Art&weise umbringen!
Ich werde dein Blut austrinken, deine Knochen auffressen.. Deine Haare ausreißen , deine Kopfhaut auffressen u.s.w!
Julia Müller (14) aus newyork:
Hat den Brief nicht beachtet und dachte sich stimmt sowieso nicht! Ich habe sie sofort umgebracht noch in der gleichen Minute umzwar sehr heftig!
Jessica lulaf (11) aus Spanien:
Hatte diesen Kettenbrief ignoriert,
Ich habe sie nach 2 Stunden sehr schlimm umgebracht! Und ihr das Messer was ich natührlich immer dabei habe in ihr Herz gestochen, sie starb sofort und verblutete auf ihrem Bett!
Izabela laupner (12) :
Hat ihn auch ignoriert und sich gedacht ich lass mich nicht mehr verarschen,ich hab sie sofort umgebracht und ihre Eltern! Ich trank ihr blut, und fraß ihre Organe!
Lili Müller: hat es an nur an 6 Kontakte geschickt sie ist Schwerstbehindert und sitzt im Rollstuhl und wird wahrscheinlich nicht mehr lange leben
Sabine multey (13)
Hat ihn an alle 20 Kontakte geschickt sie wurde um späteren Leben reich und lebt als Modedisignerrin in New York! Sie verdiente jeden Tag bis zu 100.000$
Aylin Wewior (13) & Lara Kobow (14) aus kostheim:
Haben darüber gelacht & dann habe ich beide in der selben Nacht abgestochen & dann geschlachtet & gab die Organge den Armen Kindern die an mich glauben.
Also ..
Schicke ihn an 20 Kontakte & Denk Tran ich werde kommen!
Viel Glück! – du hast 10 min zeit deine zeit beginnt! ⌚⏰

Aufgrund der vielen Rechtschreibfehler ist zu vermuten, dass dieser Kettenbrief aus der Hand eines Teenagers stammt, der zu viel Horrorfilme gesehen hat. Dennoch ist gerade solch eine Art Kettenbrief nicht zu unterschätzen, wie er auf die Psyche unserer Kinder wirkt.

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Was tun mit Kettenbriefen?

Immer wieder tauchen derartige Kettenbriefe auf. So haben wir mit dem Erdbeer-Kettenbrief auch über eine Nachricht berichtet, die auf einer alten Warnung beruht und wieder hochgekocht ist. Auch Warnungen der Polizei werden als Anlass genommen, Kettenbriefe zu verfassen. Auch die Polizei selber weist immer mal wieder auf Kettenbriefe hin, die bei Kindern Angst auslösen könnten.

Eine Übersicht über alle uns bekannten Kettenbriefe finden Sie auf Onlinewarnungen.de.

Grundsätzlich sollten Sie diese nicht zu ernst nehmen und am besten löschen. In einigen besonderen Fällen ist sogar Vorsicht geboten, weil Sie durch Links in Abofallen und auf mit Schadsoftware befallene Webseiten gelangen. Auch wenn das bei der oben genannten Art von Kettenbriefen eher selten vorkommt. Links in derartigen Nachrichten sollten Sie nicht anklicken.

Eines haben diese Kettenbriefe gemein: Sie verbreiten sich meist wie ein Lauffeuer und spamen die sozialen Netzwerke und Messenger zu. Deshalb gilt: Stoppen Sie den Wahnsinn und teilen Sie solche Kettenbriefe nicht weiter!

Wie können Sie Ihre Kinder schützen?

Vor dem Erhalt dieser Nachrichten können Sie Ihre Kinder schlecht bewahren. Aber Sie können mit Ihnen reden, bevor Sie ein Smartphone bekommen. Aber auch wenn die Kids bereits eines besitzen, sollten Sie sich nicht scheuen, sie auf derartige Nachrichten anzusprechen.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind die Angst vor solchen Nachrichten nehmen. Machen Sie dem Kind klar, dass es nichts zu befürchten hat, wenn es solche Kettenbriefe nicht weiterleitet. Am besten einigen Sie sich mit Ihrem Sohn/Ihrer Tochter darauf, dass diese/r Ihnen die Nachricht zeigt, sollte eine solche Message eingehen. Dann können Sie zusammen in der Familie darüber sprechen und den Kindern die Angst nehmen.

Die Polizei Niederachsen gibt außerdem folgenden Empfehlungen:

  • Lassen Sie die Nachricht löschen und unterbinden Sie damit eine Weiterverbreitung.
  • Das Kind sollte verstehen, dass ein Nichtverbreiten der Nachricht keine negativen Konsequenzen hat.
  • Das Versenden der Nachricht aus Spaß, Angst oder anderen Beweggründen verunsichert nur weitere Empfänger.
  • Ein Hinweis in der Statusmeldung des Messengerdienstes, wie z.B. „Bitte keine Kettenbriefe!“ kann zusätzlich helfen.
  • Empfänger von Kettenbriefen sollten mit den Versendern diesbezüglich reden und über die Thematik aufklären. Die Kinder sollten u.a. ihren Freunden erzählen, dass sie diese üblen Scherznachrichten nicht bekommen möchten.
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Hilfe im Internet

Auch im Internet selber finden Sie Hilfe. Die Seite nummergegenkummer.de hält sowohl ein Kinder- als auch ein Elterntelefon bereit. Hier können Sie sich nicht nur bei Mobbing beraten lassen. Auch anderweitige Probleme können Kids und Eltern loswerden. So wäre es vielleicht ratsam die kostenlose Telefonnummer von nummergegenkummer.de auf dem Smartphone Ihres Kindes zu speichern (116 111). Bei Bedarf kann das Kind die Nummer jederzeit anrufen. Praktisch für die Kinder – es müssen keine Namen genannt werden. Die Beratung findet anonym statt und ist gebührenfrei. 

Falls Ihr Kind nicht mit Erwachsenen sprechen möchte, hat es jeden Samstag zwischen 14 und 20 Uhr unter den Rufnummern 116 111 sowie 0800 1110333 die Möglichkeit mit Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren zu sprechen. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, wenn Sie diese Nummern im Telefon einspeichern.

Das Elternetelefon erreichen Sie übrigens unter der Rufnummer 0800 1110550.

Ihre Erfahrung ist gefragt

Wie gehen Sie mit derartigen Kettenbriefen um? Haben Sie Ihr Kind dazu schon beraten müssen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit unseren Lesern. Vielleicht haben Sie ja noch den ein oder anderen Tipp parat, wie Sie und Ihre Kinder mit diesen Drohungen umgehen. Nutzen Sie die Kommentare unter diesem Artikel.


Helfen Sie uns

Finden Sie es gut, dass wir Sie über derartige Kettenbriefe informieren? Dann unterstützen Sie uns doch. Senden Sie uns Kettenbriefe zu, die Sie erhalten haben, damit wir davor warnen können. Senden Sie diese per E-Mail an [email protected] oder direkt per WhatsApp an 03054909774 an uns.

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