Datenpanne: 617 Millionen Mail-Adressen und Passwörter stehen zum Verkauf – beliebte Webseiten betroffen


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Im Darknet ist eine Datenbank mit rund 617 Millionen Accountdaten zum Kauf angeboten wurden. Dabei stammen die Daten nach Medienberichten zufolge von beliebten Webseiten, die teilweise auch in Deutschland genutzt werden. Laut den Medien berichten die Verkäufer davon, noch mehr sensible Daten zu besitzen.

Erst Ende Januar haben wir von einer Datenpanne berichtet, bei der 1,5 Milliarden E-Mail-Adressen und Passwörter im Internet aufgetaucht sind. Mitte Januar haben wir von 700 Millionen Datensätzen berichtet, welche im Internet aufgetaucht sind. Und auch der Hackerangriff in Berlin auf die persönlichen Daten von Politikern schlug hohe Wellen.

Nun sind erneut Daten im Internet aufgetaucht. Dabei geht es um Accountdaten von beliebten Webseiten. Rund 617 Millionen Datensätze stehen in einer Datenbank im Darknet zum Verkauf. Die sensiblen Daten stammen laut Medienberichten von 16 gehackten Webseiten und werden auf dem Cyber-Schwarzmarkt Dream Market angeboten.

Mit Bezug auf die IT-Seite „The Rigister“ wird berichtet, dass es Kontakt zu den Verkäufern gab und Beispielkonten getestet werden konnten. Die Stichproben seien echt gewesen.

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Accountdaten kosten 20.000 Dollar

Wenn Sie sich jetzt fragen, was diese Daten wert sein sollen? Ja, die Kriminellen zahlen schon große Summen für die Accountdaten. 20.000 Dollar (etwa 17.700 Euro) in Bitcoin verlangen die Verkäufer für die gesamten 617 Millionen Daten. Man kann aber wohl auch einzelne Posten kaufen.

Die Verkäufer haben laut Medienberichten angegeben, dass sie über weitere Datenbanken verfügen, welche derzeit nicht zum Kauf angeboten werden. Seit Beginn ihrer kriminellen Taten im Jahr 2012 hätten sie rund eine Milliarde Konten gehackt.

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Welche Webseiten sind vom Hack betroffen?

Immer wieder berichten wir, dass es Hacks auf beliebten Plattformen wie Instagram und Facebook gibt. Aber auch andere beliebte Webseiten müssen daran glauben. Beim aktuellen Hack sind 16 Webseiten betroffen.

  • Dubsmash (162 Millionen)
  • MyFitnessPal (151 Millionen)
  • MyHeritage (92 Millionen)
  • ShareThis (41 Millionen)
  • HauteLook (28 Millionen)
  • Animoto (25 Millionen)
  • EyeEm (22 Millionen)
  • 8fit (20 Millionen)
  • Whitepages (18 Millionen)
  • Fotolog (16 Millionen)
  • 500px (15 Millionen)
  • Armor Games (11 Millionen)
  • BookMate (8 Millionen)
  • CoffeeMeetsBagel (6 Millionen)
  • Artsy (1 Million)
  • DataCamp (700.000)

Bei einigen Seiten war der Hack allerdings noch nicht bekannt. So etwa bei der Foto-Community 500px, welche ihre Nutzer gerade über das Problem informiert. Auch bei der App Dubsmash und beim Spieleanbieter Armor Games war noch nichts vom Hackerangriff bekannt. Bei den zwei Portalen fand der Angriff wohl auch erst im Dezember 2018 statt.

Welche Daten wurden gestohlen?

Bei dem aktuellen Accountdaten sollen keine Bankdaten dabei sein. Vielmehr sind Name der Konto-Inhaber, E-Mail-Adressen und Passwörter bekannt. Die Passwörter sollen verschlüsselt sein. Teilweise aber über veraltete und unsichere Verfahren, die wohl leicht zu knacken sind. Auch der Standort und ein Social-Media-Authentifizierungstoken sollen bei den Daten dabei sein.

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16 comments

Wer kauft solche Daten?

Laut „The Regsiter“ richtet sich das Angebot an Kriminelle, die sich das Credential Stuffing zu Nutze machen. Diese Cyberkriminellen setzen darauf, dass viele Nutzer bei mehreren Webseiten die gleiche Kombination aus  Mail und Passwort verwenden (was Sie übrigens nie machen sollten). Dementsprechend probieren die Hacker die Kombination auf zahlreichen Onlineplattformen aus.

Marktplatz wird attackiert

Der Schwarzmarkt, auf dem die Daten zum Verkauf angeboten werden, wird derzeit immer wieder attackiert. Demnach haben die ersten Daten bereits vergangene Woche zum Verkauf gestanden. Zwischenzeitlich war die Webseite aufgrund von Cyberattacken nicht mehr aufrufbar. Am Montag wurden weitere Daten von den Kriminellen ergänzt. Bereits Dienstag war die Seite wiederholt nicht erreichbar. Das Problem wurde allerdings wieder behoben.

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