ADAC warnt: Keyless-Systeme – ein gefundenes Fressen für Autodiebe


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Auf dem neuesten Stand der Technik und dennoch so leicht zu knacken, das bemängelt der ADAC aktuell an sogenannten Keyless-Systemen. Wie sich Autodiebe kinderleicht Ihren Wagen schnappen können und welche Modelle betroffen sind, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Die Zeiten, in denen Autodiebe die Scheibe eingeschlagen und die Zündung kurzgeschlossen haben, sind vorbei. Heutzutage geht es sogar noch einfacher, wie der ADAC herausgefunden hat. Besonders anfällig sind Keyless-Systeme oder auch Komfortschlüssel genannt.

Untersucht wurden Fahrzeuge bekannter Marken, die sich mit wenig Aufwand öffnen liesen, ohne das der Inhaber des Schlüssels in unmittelbare Nähe des Fahrzeugs war. Beispielsweise waren folgende mit Keyless-Schließsystem ausgestatteten Fahrzeuge von der Sicherheitslücke betroffen: Audi A4, Audi A5. Audi A6, BMW 318i, Citroen C4 Picaso, Ford Galaxy, Hyundai i10, Hyunday i30, Hyundai Santa Fé, Opel Astra, Renaul Clio, Skoda Octavia, Volvo V40, VW Golf 7 TSI/GTD, VW Tiguan oder VW Passat GTE. Die gesamte Liste des ADAC finden Sie an dieser Stelle.

So funktioniert das Keyless-Schließsystem

Die Keyless-Systeme funktionieren folgendermaßen: Der Autobesitzer hat den Schlüssel beispielsweise in der Handtasche. Nähert er sich dem Wagen, erkennt das Auto den Schlüssel per Funk und öffnet sich, sobald der Türgriff berührt wird. Superpraktisch, nur leider auch superanfällig. Autodiebe können das Signal abfangen, verlängern und damit nicht nur das Auto öffnen, sondern auch starten.

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Einmal gestartet bleibt der Motor in Betrieb

Der ADAC warnt vor allem davor, dass der Motor, wenn er einmal gestartet wurde, auch weiterläuft. Es sei denn, er würde abgewürgt. Bleibt das Auto dann irgendwo liegen, kann die Polizei keine Einbruchsspuren feststellen. Der Besitzer läuft Gefahr, eines versuchten Versicherungsbetruges bezichtigt zu werden. Ein weiteres Problem ist, dass die Wagen bei laufendem Motor betankt werden können. Diebe können so weite Strecken zurücklegen und das Auto ins Ausland bringen. Häufig werden gestohlene Autos dort mit neuen Schlüsseln ausgestattet und dann weiterverkauft.

Wie werden die Signale von Keyless-Schließsystemen abgefangen?

Schon für 100 Euro können sich Laien aus Elektronikbauteilen zwei Geräte bauen, die als Funkverlängerung fungieren, so der ADAC. Ein Gerät muss in der Nähe des Autoschlüssels, das andere nahe der Autotür platziert werden. Die Funksignale werden auf hunderte Meter verlängert, und ohne dass der Besitzer etwas bemerkt, ist das Auto auch schon geknackt und weg.


ADAC fordert von den Autoherstellern Aufrüstung

Bei seinem Test hat der ADAC 29 Hersteller mit über 100 Modellen geprüft. Alle getesteten Wagen, die mit Keyless ausgestattet sind, ließen sich leicht knacken. Zwar hat der ADAC nicht alle Autos getestet, jedoch geht er davon aus, dass nahezu alle Keyless-Systeme die gleiche Sicherheitslücke aufweisen. Die sogenannten Komfortschlüssel sind bereits vielfach verbaut, zum Teil als Aufpreis, manchmal auch in der Serienausstattung. Der ADAC fordert, ein solch hochwertiges System müsse auch dementsprechend gesichert sein.

Auch in Sachen Manipulation des Kilometerstandes wird vom ADAC zur Aufrüstung gefordert:

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