Gefälschte Strafzettel: Wenn das Knöllchen nicht echt ist – Polizeiwarnung


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Sie haben einen Strafzettel bekommen, weil Sie falsch geparkt haben? Diesen sollten Sie aus verschiedenen Gründen nicht vorschnell bezahlen. Denn seit längerer Zeit werden auch Knöllchen gefälscht und an die Windschutzscheiben der Autofahrer geheftet.

In der Vergangenheit haben wir schon sehr häufig vor falschen Polizisten gewarnt, die bundesweit mit verschiedenen Maschen ihr Unwesen treiben. Auch falsche BKA-Beamte gibt es seit einiger Zeit. Nun kommen noch die falschen Politessen hinzu, die allerdings bisher nur in Form von Strafzetteln in Erscheinung treten.

Im April 2019 warnte beispielsweise die Polizei Oberhausen vor Fake-Strafzetteln die den Anschein erwecken, dass diese von der Stadt Oberhausen ausgestellt wurden. Die betrügerischen Strafzettel wurden in großer Anzahl an angeblich falsch geparkte Fahrzeuge angebracht.  Als Tatvorwurf wird beispielsweise „Parken entgegen der Fahrtrichtung“ angegeben. Auf den Strafzetteln ist teils eine Bankverbindung bei der Fidor-Bank in München angegeben.

Das Thema ist nach wie vor aktuell und Ihnen kann jederzeit ein gefälschtes Knöllchen begegnen. Grundsätzlich sind diese Straftaten nicht auf bestimmt Orte beschränkt. Allerdings sollten Sie wachsam sein, denn die Lage auf dem Knöllchen-Markt ist heute unübersichtlich. Nicht nur die Stadt oder Gemeinde stellt Strafzettel aus. Auch private Unternehmen dürfen heute Knöllchen verteilen, die in vielen Fällen sogar gültig sind.

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Zahlen Sie Strafzettel nie vorschnell und ungeprüft

Grundsätzlich sollten Sie nie vorschnell bezahlen. Denn auch wenn es sich bei dem Strafzettel um keine Fälschung handelt, bedeutet das nicht, dass dieser automatisch berechtigt ist. Erst unlängst haben wir über die Knöllchen von privaten Dienstleistern auf Supermarktparkplätzen berichtet, die viele Autofahrer als Abzocke empfinden. Prüfen Sie jeden Strafzettel genau und achten Sie auf Kleinigkeiten wie die Bankverbindung. Es ist beispielsweise eher unwahrscheinlich, dass die Stadt eine Bankverbindung in einer ganz anderen Stadt unterhält. Bei geringsten Unsicherheiten sollten Sie nachfragen, um nicht abgezockt zu werden.

In diesem Zusammenhang könnte für Sie auch unser Artikel zum Thema Trickbetrug auf dem Parkplatz interessant sein, in dem wir alle Betrugsmaschen rund um parkende Autos zusammenfassen. Außerdem erklären wir, wie Sie sich bei einem Parkunfall richtig verhalten.

Polizei Hannover warnt vor falschen Parkverstoßzetteln

Auch die Polizei Hannover warnt im Februar 2020 in dem sozialen Netzwerk Facebook vor falschen Knöllchen. Diese tauchten verstärkt im Raum Langenhagen auf. Auf den falschen Parkverstoßzetteln mit Zahlungsaufforderungen ist das gleiche Aktenzeichen genannt. Angeblicher Aussteller der Knöllchen ist eine Firma in Düsseldorf, die mit den Fake-Knöllchen in keiner Verbindung steht.

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(Quelle: pixabay.com/MasterTux)

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Fake-Knöllchen auch in Lörrach und München

Zuletzt tauchten die falschen Strafzettel in Lörrach am 11.09.2020 auf. Eine Frau fand einen „Strafzettel der Bundespolizei“ an Ihrem Fahrzeug und besuchte daraufhin das Bundespolizeirevier. Laut dem Strafzettel sollte die Frau für falsches Parken 280 Euro bezahlen. Allerdings fehlte auf dem Strafzettel die Bankverbindung für die Überweisung des vermeintlichen Bußgeldes. Fraglich ist, ob es sich um einen Scherz handelt oder ob die Kriminellen einfach vergessen haben ihre Fake.Bankverbindung anzugeben. Die gleichen nicht amtlichen Strafzettel tauchten im August in München auf. Dort sollte ein Autofahrer jedoch nur 30 Euro bezahlen.

2020-09-21 Bundespolizei Fake-Strafzettel
So sieht der Fake-Strafzettel aus. (Quelle: Bild der Bundespolizei)

Melden Sie gefälschte Knöllchen

Sie haben ebenfalls einen gefälschten Strafzettel bekommen? Überweisen Sie auf keinen Fall Geld an die genannte Bankverbindung. Wenden Sie sich bei Zweifeln unbedingt direkt an die Polizei und melden Sie den Vorfall. Erstatten Sie Anzeige, wenn sich Ihr Verdacht bestätigt und Sie wirklich ein Fake-Knöllchen an der Scheibe hatten. Außerdem würden wir uns freuen, wenn Sie unter dem Artikel einen Kommentar hinterlassen und vermerken, wo das Fake-Knöllchen ausgestellt wurde. So sind andere Leser schnellstmöglich gewarnt.

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