Großer Datenmissbrauch bei Amazon vermutet: Brief von Amazon/Arvato zur Monatsabrechnung – Das ist zu tun


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Viele Leser erhalten derzeit einen Brief der Arvato Payment Solution GmbH, welche angibt, im Auftrag von Amazon zu handeln. Es geht um eine nicht gezahlte Weihnachtsabrechnung/Monatsabrechnung. Kurios: auf den Amazon-Konten der Leser gibt es keine offenen Rechnungen dieser Art, viele bezahlen gar nicht per Monatsabrechnung. Das Schreiben ist trotzdem echt. Was ist zu tun?

Bereits vor Weihnachten gab es die ersten Fragen als die neuartigen E-Mails zu den Monatsabrechnungen von Amazon auftauchten. Hier konnten wir schnell Entwarnung geben und Ihnen mitteilen, dass es sich um das echte Schreiben von Amazon handelt. (Artikel: Mail mit Monatsabrechnung von Amazon) Im Vorfeld haben wir Ihnen auch gezeigt, wie Sie die Monatsabrechunng bei Amazon aktivieren können. Außerdem haben wir Ihnen die Vorteile dieser Zahlart aufgezeigt.

Nachdem die E-Mails Mitte Januar die Kunden von Amazon bereits verwirrt haben, folgen nun Briefe. Abgesendet werden diese durch die Arvato Payment Solution GmbH, welche im Auftrag von Amazon agiert. Es wird darauf hingewiesen, dass die Kosten für die Weihnachtsabrechnung noch immer nicht beglichen wurden. Viele Kunden haben die E-Mail einfach ignoriert, weil sie sich keiner Schuld bewusst waren. Es sind keine Rechnungen offen geblieben.

Was hat es mit dem Brief von Arvato / Amazon auf sich?

Viele Leser fragen uns, ob dieser Brief echt ist. Ja, dieser Brief ist echt. Und deswegen müssen Sie auch reagieren und dürfen den Brief nicht ignorieren. Einige Kunden bekommen die Mahnung, weil sie bei Amazon  bestellt und die neue Zahlungsart „Rechnung“ genutzt haben. Manchmal ist dann in Vergessenheit geraten, dass die Sammelrechnung von Amazon noch zu bezahlen ist. In diesem Fall sollten Sie Ihr Amazon-Konto prüfen. Stimmt der offene Rechnungsbetrag mit Ihrem Amazon-Konto überein, können Sie bezahlen.

In letzter Zeit melden sich bei uns jedoch immer mehr Leser, welche die E-Mail „Monatsabrechnung“ von Amazon und danach sogar noch eine Mahnung per Brief von Arvato bekommen haben. Die Kunden haben gemeinsam, dass diese entweder gar kein Amazon-Konto haben, bei Amazon andere Adressen nutzen oder das vorhandene Amazon-Konto ausgeglichen ist. Das bedeutet, die Kunden haben wirklich nichts bestellt, dennoch scheint es die Forderung zu geben, weil womöglich Betrüger die Identität der Kunden genutzt haben, um Ware auf fremden Namen zu bestellen. Hier handelt es sich ganz klar um einen Datenmissbrauch. Offenbar haben die Kriminellen massenhaft Daten aus dem Internet, aus Datenpannen oder öffentlichen Verzeichnissen benutzt.

Um diesen Brief handelt es sich:

Schreiben Arvato Payment Solution
(Quelle: Screenshot)
100% Datenschutz - Kein Spam
Aktuelle Warnungen seriös per Mail
Aktuelle Warnungen seriös per Mail

Was müssen Sie tun?

Damit es für Sie nicht zu einem Mahnverfahren kommt, sollten Sie reagieren. Folgendes Vorgehen empfehlen wir Ihnen.

  1. Nehmen Sie Kontakt mit Amazon auf. Erklären Sie das Problem. Aus Lesererfahrungen wissen wir, dass Amazon das Problem bereits kennt und gut und freundlich reagiert. Die Sache wird meist ohne Probleme gelöst.
    (Artikel: Kontakt zu Amazon herstellen – so geht’s)

  2. Sie sollten unbedingt Anzeige wegen Datenmissbrauchs bei Polizei erstatten! Das sollten Sie tun, nachdem Amazon Ihnen bestätigt hat, dass es sich hier unter Umständen um eine missbräuchliche Bestellung handelt. (Artikel: Was sollten Sie beim Erstatten einer Anzeige beachten) Gehen Sie auch zur Polizei, wenn Amazon Ihnen versichert, dass sich die Sache nun erledigt hätte. Aus Erfahrung wissen wir, dass das nicht so ist und Sie nach ein paar Tagen ein Schreiben eines Inkassounternehmens erhalten werden. 
     
  3. Haben Sie den Brief vom Inkassounternehmen erhalten, in den meisten Fällen wird das „infoscore“ sein, nehmen Sie Kontakt mit dem Sachbearbeiter auf. Dieser wird Ihnen auch zu einer Anzeige bei der Polizei raten, da sonst das Inkassoverfahren gegen Sie nicht eingestellt wird.

Da Sie nicht wissen, bei wem die Betrüger Ihre Daten noch angegeben haben oder wo Ihre Identität noch genutzt wurde, sollten Sie sich beim Erstatten der Anzeige nicht nur auf Amazon beziehen, sondern generell einen Datenmissbrauch angeben. Sollten weitere Forderungen bei Ihnen auftauchen, können Sie mit Hilfe der Vorgangsnummer bei der Polizei leichter erklären, dass Sie Opfer eines Datenmissbrauchs geworden sind.

Amazon ist in diesem Fall genau wie Sie geschädigt, denn der Betrug ist nicht auf ein Verhalten des Versandhändlers zurückzuführen. Vielmehr nutzen Kriminelle den Onlineshop und bestellen auf die Namen fremder Personen.

Welche Erfahrung haben Sie gemacht?

Sie haben diesen dubiosen Brief auch bekommen? Konnten Sie mit Amazon klären, was dahinter steckt? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Vielleicht können Sie unseren Lesern noch den ein oder anderen Tipp verraten, wie Sie das Problem gelöst haben. Dafür können Sie gern die Kommentare unterhalb des Artikels nutzen. 

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95 Gedanken zu „Großer Datenmissbrauch bei Amazon vermutet: Brief von Amazon/Arvato zur Monatsabrechnung – Das ist zu tun“

  1. Nachweislich waren alle offenen Beträge der Monatsabrechnungen
    bezahlt und es wurde auch nie etwas angemahnt.

    Man rechnet einfach rückwirkend (3 Monate)
    verschiedene Posten zu meinem Ungunsten als Korrektur (auf der Rechnung – März) und der sogenannte Service akzeptiert die eigenen Amazon-Rechnungen nicht als Nachweis.

    Rechnungen die 3 Monate zurückliegen werden also nachträglich Manipuliert,
    in meinem Fall eine Gutschrift aus dem März 2020 wird nicht erstattet.

    Wenn man rückwirkend Rechnungen zu Ungunsten des Kunden Manipuliert
    obwohl die Rechnungen alle voll bezahlt waren dann ist das BETRUG !!!
    ———————————————————————————————

    Datum: 03.07.2020, 15:32

    Ihre Rücksendung ist mittlerweile bei uns eingegangen und der Betrag über EUR 485,00 wurde Ihrem Kundenkonto gutgeschrieben.
    Die Gutschrift wurde anteilig bei der aktuellen Monatsabrechnung Juni berücksichtigt.
    ( welche aber zu diesem Zeitpunkt schon voll von mir bezahlt war )

    Laut unseren Buchungen haben wir am 1. Juli 2020 eine Erstattung von 440,00 EUR für die zurückgesendete Ware
    für die Monatsabrechnung März veranlasst.

    Antworten
  2. Infoscore drängt immer wieder dazu, Strafanzeige zu erstattet. Hätten sie keinen Vorteil davon, würden sie das nicht tun. Weiß jemand was dahinter steckt?
    Haben sie vielleicht eine Versicherung, die im Falle einer Straftat zahlt?

    Antworten
    • Das ist doch klar. Wenn Sie die Bestellung nicht ausgelöst haben, wurden Ihre Daten missbraucht und Sie müssen Strafanzeige erstatten. Ansonsten könnte jeder kommen und sagen, dass er nicht bestellt hat.

      Beste Grüße

      Antworten
      • Wir nehmen an, dass Amazon ohne Identitätsprüfung und ohne Bonitätsprüfung Kredite an Unbekannte vergeben hat. Die Forderungen bleiben offen, das Geld ist weg und keine Versicherung zahlt.
        Nun erhalten Dritte eine Mahnung von Arvarto über diese Forderungen.
        Die Forderungen werden nicht bewiesen und scheinen juristisch auch nicht durchsetzbar zu sein.
        Dann werden diese Dritten von Infoscore massiv gedrängt, Anzeige zu erstatten.
        Amazon hüllt sich in Schweigen und klärt nicht.
        Cui bono?

        Antworten
        • Da es sich um einen Identitätsmissbrauch handelt, sollte jeder Geschädigt in seinem eigenen Interesse Anzeige erstatten. Schließlich ist derzeit das Ausmaß des Missbrauchs vollkommen unbekannt. Da könnte noch einiges mehr nachkommen.

          Beste Grüße

          Antworten
  3. Mir ist es genau wie oben beschrieben gegangen. Weder Briefe an Amazon noch Telefonate mit dem Kundendienst und Sicherheitsabteilung von Amazon hat außer Vertröstung, bitte geben sie uns 24 Stunden Zeit und das zwei Mal etwas genützt. Mit Arvato, Bertelsmann auch nicht.
    Erst nach eine Anzeige bei der Polizei und ein Besuch beim Anwalt trug Früchte.
    Nie wieder Amazon!!!

    Antworten
  4. mit Amazon in direkt in Kontakt zu treten war nicht möglich. Amazon Websitehilfe schlug vor, die Email an die anti-spoof Adresse zu leiten. das tat ich, aber auch dann kein Kontakt. nun habe ich eine Strafanzeige bei der Polizei ersattet und warte auf Rückmeldung von der seite…

    Antworten
  5. Mein Fall ist nun in die nächste Runde gegangen. Arvato, ein reguläres Unternehmen, meiner Meinung nach, schickte jetzt einen zweiten Brief nachdem 6 Wochen verstrichen waren. 6 Wochen zuvor, also unmittelbar nach dem ersten Brief hatte ich mehrfach Kontakt mit Amazon. Schriftlich bestätigt bekam ich, dass keine Forderung vorliegt. Aber ich bekam stets die Auskunft alle Briefe zu ignorieren. Nun also kam der zweite Brief. Dieses Mal bat man mich bei der Amazon-Kundenhotline mit der Amazon Rechnungsstelle Kontakt aufzunehmen. Auf keinen Fall sollte ich aber mich zu erkennen geben und schon gar nicht mein Kundenkonto nennen. Das ist sehr interessant als Empfehlung von einen Amazon-Mitarbeite r zu bekommen. Doch wenn man diesen Thread liest weiß man warum. Wenn das dann nämlich, wie in meinem Fall jetzta auch, zur Betrugsstelle geht soll natürlich nicht das „eigene“ Konto geschlossen werden sondern das Konto des Betrügers. Dieses Mal, ich habe die Rechnungsstelle Amazon also angerufen bekam ich die Information das Verfahren wäre weit fortgeschritten (6 Wochen sind ja wieder ungenutzt ins Land gezogen weil der vorheriger Amazon-Mitarbeiter, wie auch hier zu lesen ist, die falsche Auskunft gab). Eine Mahnung könnte ich wohl bekommen. AUch hier wieder: Ich solle mir keine Sorgen machen, das Konto ist unbelastet, ich müsse nichts bezahlen. Es werde an die Betrugsableitung gesendet. Als ich insistierte sagte mir die Mitarbeiterin ich solle doch selber mit dem Inkassounternehmen Kontakt aufnehmen aber dazu sollte ich bereits das Aktenzeichen der Betrugsanzeige haben. Aha, also jetzt doch eine Betrugsanzeige stellen? Auch das hatte man mir vorher ja nicht empfohlen. Natürlich habe ich ein Aktenzeichen weil ich bereits via Internetwache (tolle Möglichkeit!) eine Anzeige erstattet hatte. Doch jetzt versuch mal jemand zur Adresse in Verl zu dem Unternehmen eine Telefonnummer zu bekommen. Im Internet gibt es dazu keine Telefonnummer. Seit vielen Jahren habe ich es nicht mehr genutzt, aber auch die 11880 konnte keine Rufnummer ermitteln. Wenn man Arvator im Netz aufruft kommt man irgendwann auf ein Portal in welchem ich als Schulder meine Rechnung begleichen kann oder aber eine Selbstauskunft anfordern kann. Dort gibt es keinerlei Möglichkeit mit einem Sachbearbeiter telefonisch in Kontakt zu treten. Amazon wie Arvator glänzen hier mit unteririsch schlechten Service:
    Wieso gibt es bei dem Inkassounternehmen keine Möglichkeit mit einem Menschen zu reden?
    Wieso kann Amazon den Prozess nicht mit einem Knopfdruck *sofort* anhalten?
    Wieso kommt es bei Amazon überhaupt zu einem Identitätsdiebstahl? Wie schlecht sind eigentlich die Identitätsprüfungen bei Amazon Neukunden?
    Ich habe mir den letzten Punkt von Amazon erklären lassen. Das will ich jetzt hier nicht weitergeben um weiteren Missbrauch vorzubeugen. Aber um es kurz zu machen: Derart lasche Identitätsprüfungen sind nicht verkehrsfähig und völlig mangelhaft im digitalen Zeitalter. Das von einem Megakonzern dessen Geschäftsmodell auf das digitale Zeitalter beruht. Das lässt – rein subjektiv – meine persönliche Meinung – nur den Schluß zu, dass Amazon mal so überhaupt kein Interesse hat den Betrug zu stoppen. Ich bin so kurz davor bei Amazon einfach alles zu kündigen. Das ist im höchsten Maße unbefriedigend 🙁

    Antworten
    • keine erreichbaren Leute – das ist Konzept.
      Wer Niemanden Erreicht, kann nix klären.

      Tel.-Nr. infoscore:
      05248-9391519

      Bringt nicht super viel – siehe oben meinen Kommentar von heute

      Antworten
  6. Mein Erfahrung ist, dass ich immer püntklich und alles bezahlt hab, aber seit januar jeder einkauf auf monatsrechnung abgelehnt wird. wirklich jeder. ob 100 euro oder 5 euro. als ausrede hört man am telefon die schalten nur monatsanfang so und so viele monatsrechnungen frei, beispiel 500 kunden und der rest muss dann kredikarte oder lastschrift nehmen. so die heutige aussage am telefon. ich war jahrelang zufrieden, aber mich ohne grund bevormunden weil andere ihre rechnung nicht bezahlen ist frech

    Antworten
  7. Wir konnten das Problem leider mit amazon nicht lösen,da der Mitarbeiter völlig inkompetent war und haben daher Anzeige erstattet und einen Rechtsanwalt beauftragt.

    Antworten
  8. Nach meinen eigenen Erfahrungen und den weiteren Schilderungen hier vermute ich einen Identititätsdiebstahl nach folgender Masche:
    Bei Amazon oder anderswo meldet sich der Betrüger an. Das Unternehmen bietet bei Erstbestellung sofort die Möglichkeit per Rechnung zu bezahlen bzw. hat grundsätzlich bei neuen Kunden keinerlei Identifikationsverfahren (z. B. POSTIDENT-Verfahren). Wenn ich dann noch eine von der Lieferanschrift abweichende Rechungsanschrift angeben kann, dann ist dem Betrug Tür und Tor offen. Es wird dann Ware bestellt bis zu einem Wert bestellt welcher keinelei Identitätsprüfung notwendig macht (z. B. Bonitätsprüfung, Schufaanfrage, etc.). Die Ware wird in Empfang genommen, die Zahlung per Rechnung natürlich nicht durchgeführt. Das Unternehmen welches nun die Forderung nicht erfüllt bekommt übergibt nun die Forderung einem Inkassounternehmen. Die Rechnungsadresse, das ist der Identitiätsdiebstahl, wird nun an das Inkassobüro übergeben. Das Inkassobüro schreibt diese Adresse mit dem Brief an. Wenn ich der Forderung nachgehe entsteht ein doppelter Schaden. Der erste Schaden ist nämlich bereits eingetreten als die Ware ohne Identitätsprüfung herausgegeben wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass der Trick so funktioniert. Das bedeutet dann aber auch, dass man bei Einleitung eines Mahnverfahrens auf jeden Fall spätestens reagieren muss. Natürlich kann hierzu weder Amazon (aus Datenschutzgründen auskunft geben noch das Inkassobüro)

    Antworten
  9. Mich erreichte der Brief einer „Avato Payment Solutions GmbH“ mit identischem Wortlaut wie im abgebildten Brief. Stutzig machte mich jedoch, dass ich nicht auf Rechnung bezahle. Stutizg macht mich auch, dass keine Bestellung über den ausgewiesenen Betrag in meiner Bestellübersicht bei Amazon zu sehen ist. Natürlich ist mir auch kein solcher Bestellvorgang bekannt. Ich habe mich also zunächst an Amazon gewendet. Dort bestätigte man mir, was ich ja auch bereits selber in meinen Kontoeinstellungen bei Amazon feststellen konnte, dass keine Forderung mir gegenüber besteht. Das hat man mir per Mail zugesichert. Umgehend habe ich Strafanzeige über die „INTERNETWACHE“ der Polizei gestellt. Der Amazonmitarbeiter riet mir nichts zu tun, das Schreiben einfach zu ignorieren.
    Im Internet recherchierte ich, dass es eine Arvato Payment Solutions GmbH gibt. Ich recherchierte weiter, dass dieses Unternehmen, oder die InfoScore, ein seriöses Unternehmen sein soll. Es arbeiten große deutsche Unternehmen mit diesen Unternehmen als Partner zusammen.
    Ich habe folgende unbeantwortete Fragen:
    Ist die Arvato in Verl mit der genannten Bankverbindung der Commerzbank echt oder ein Fake?
    Ist die Emailadresse „[email protected]“ echt oder ein Fake?
    Ist die Hotlinenummer +49(0) 800 – 1812015 die Rufnummer der echten Arvato oder ein Fake?
    Ist die angegebene Umsatzsteuer-ID DE 815 539 954 echt oder ein Fake?
    Mein Konto bei Amazon ist nicht kompromitiert, das steht fest. Ich hätte ja sonst über den Bestellprozess oder die Änderung der Emailadresse, Versandadresse eine Information erhalten. Ich habe die „verschärfte“ Anmeldung bei Amazon aktiviert (Stichwort 2-Faktor-Identifizierung).
    Wenn das die echte Arvato ist, Amazon mir die Auskunft gibt, mein Konto sei ausgeglichen, wie kann es sein, dass die echte Arvato mir eine Forderung sendet. Da kann, was ich nicht weiß, niemals durch Amazon eine Abtretung der Forderung erfolgt worden sein. Oder reicht es bei Amazon bereits aus ein neues Konto einzurichten, einfach die Adresse zu kopieren und dann auf Rechnung zu bestellen ohne das bei Amazon eine Identifizierung des Neukunden passiert oder ob dieser Kunde nicht bereits gemeldet ist. Mir will sich einfach nicht erschließen wie verschiedene Datensätze dazu geführt haben, dass ich eine Zahlungsaufforderung erhalte. Also entweder ist die Arvato echt und wird hier missbraucht und mir erklärt sich nicht wie die Datensätze entstanden sind oder aber der Ersteller des Briefs gibt sich als Arvato aus, ist aber in Wirklichkeit jemand ganz anderes.
    Solange ich kein Mahnschreiben erhalte ist das Kapitel mit der Strafanzeige für mich abgeschlossen.
    Kommt ein Mahnschreiben wird der Fall einem Rechtsanwalt übergeben.

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    • zu deinen Fragen muss ich etwas beisteuern… hatte die gleiche Post von AMAZON/ARVATO, habe auch Anzeige gestellt (Gestern, leider noch keien Rückantwort seitens der Polizei)
      Ich hatte die offizielle Am,azo Hotline angerufen, welche mir eine Nummer gab ( angeblich die Rechnungsabteilung) Diese Nummer war die gleiche, die auf dem Schreiben von Arvato/Amazon unten abgedruckt war. Also gehe ich davon aus das es kein Fake ist, sondern echt. Auch wurde mir dort gesagt, das es die Masche gäbe, das Adressdaten „geklaut“ werden, mit einer Fake email dann bestellt wird und an eine andere Adresse geliefert, als Rechnungsadresse aber die von dir/mir/uns verwandt wird. Wie das passieren kann, das ist mir auch rätselhaf. Gibt es da doch irgendwelche Sicherheitslecks bei Amazon ??? Gruß St.

      Antworten
    • Nach meinen eigenen Erfahrungen und den weiteren Schilderungen hier vermute ich einen Identititätsdiebstahl nach folgender Masche:
      Bei Amazon oder anderswo meldet sich der Betrüger an. Das Unternehmen bietet bei Erstbestellung sofort die Möglichkeit per Rechnung zu bezahlen bzw. hat grundsätzlich bei neuen Kunden keinerlei Identifikationsverfahren (z. B. POSTIDENT-Verfahren). Wenn ich dann noch eine von der Lieferanschrift abweichende Rechungsanschrift angeben kann, dann ist dem Betrug Tür und Tor offen. Es wird dann Ware bestellt bis zu einem Wert bestellt welcher keinelei Identitätsprüfung notwendig macht (z. B. Bonitätsprüfung, Schufaanfrage, etc.). Die Ware wird in Empfang genommen, die Zahlung per Rechnung natürlich nicht durchgeführt. Das Unternehmen welches nun die Forderung nicht erfüllt bekommt übergibt nun die Forderung einem Inkassounternehmen. Die Rechnungsadresse, das ist der Identitiätsdiebstahl, wird nun an das Inkassobüro übergeben. Das Inkassobüro schreibt diese Adresse mit dem Brief an. Wenn ich der Forderung nachgehe entsteht ein doppelter Schaden. Der erste Schaden ist nämlich bereits eingetreten als die Ware ohne Identitätsprüfung herausgegeben wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass der Trick so funktioniert. Das bedeutet dann aber auch, dass man bei Einleitung eines Mahnverfahrens auf jeden Fall spätestens reagieren muss. Natürlich kann hierzu weder Amazon (aus Datenschutzgründen auskunft geben noch das Inkassobüro)

      Antworten
  10. Ich habe weiter unten schon gepostet. Mahnungen von Avarto an eine seit Jahren Verstorbene mit einer Forderung von gut 100€ vom Februar 2020. Post geht an mich, da gleiche Postadresse, aber eben anderer Vorname. Aber das interessiert den Briefträger ja nicht. Inzwischen kommt Post von infoscore(Forderungsmanagemnet).Gleiche Adresse wie Avarto, sitzen wohl Tür an Tür. Merkwürdigerweise beträgt die Forderung jetzt nur noch 60€!
    Man solle sofort zahlen um das Kundenkonto wieder automatisch freischalten zu können. Das ist ja schon mal eine sehr gute Nachricht, daß das mit den Daten meiner Mutter eröffnete Konto dicht ist. Jetzt warte ich auf weitere Mahnungen von infoscore. Danach kommt dann endlich der gerichtliche Mahnbescheid, der ja vom Postboten persönlich überbracht wird. Persönlich geht ja nicht, da die Tote unbekannt verzogen ist :-). Sollte dann irgendwann ein
    Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen, um zu vollstrecken, darf dieser gerne die Sterbeurkunde einsehen.
    Mal abwarten ob die das soweit treiben werden, ich denke schon……

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  11. Hallo Arvato/Amazon-Frustrierte,
    am 28.3.20 bekam ich die erste Zahlungsaufforderung von Arvato mit einem noch zweistelligen Betrag. Meine erste Aktivität war nach Arvato zu googeln und stieß dabei auf Ihre Seite hier und stellte fest, dass ich nicht der einzig Betroffene dieser üblen Masche bin. Am 30.3. Anruf bei Amazon, kam auch gut durch zu einem freundlichen Herrn, der mir nach Durchgabe der Fake-Rechnungsnummer mitteilte, ich sei Opfer eines Datenmissbrauchs geworden, ich solle bei der Polizei Anzeige erstatten und das Aktenzeichen des polizeilichen Vorgangs an die E-Mail-Adr. [email protected] senden. Er wolle mein Anliegen an die Sicherheitsabteilung melden, es könne aber dauern und in dieser Zeit auch eine weitere Mahnung eintreffen, da soll ich aber nichts unternehmen. Keine halbe Stunde Später kam von Amazon eine Mail, Absendeadresse: [email protected], mit der Mitteilung, „wir haben Ihre Nachricht zu einer Bestellung bekommen, die ohne Ihre Autorisierung aufgegeben wurde. Wir haben jeglichen Zahlungsverkehr für diese Bestellung im Zusammenhang mit Ihrem Bankkonto unterbrochen. Zum Schutz Ihrer Daten haben wir außerdem: – Das Passwort Ihres Kontos deaktiviert, – alle Änderungen dieser unbefugten Dritten rückgängig gemacht, – alle offenen Bestellungen storniert.“
    So wiegte ich mich zunächst in einiger Sicherheit und habe aber doch umgehend eine Anzeige online bei der Polizei gemacht. Zu dieser Zeit war für mich immer noch Arvato der Übeltäter. Am 6.4. bekam ich von der Polizei das Aktenzeichen meiner Anzeige durchgegeben, das ich umgehend an die genannte E-Mail-Adr. verschickte. Eine Stunde später kam eine Bestätigungsmail von Amazon Monatsabrechnung, meine Anfrage sei an die zuständige Abteilung weitergeleitet, es könne dauern, ich solle mich gedulden.
    Am 7.4. kam die zweite Mahnung von Arvato zur selben Fake-Rechnung. Nun schaute ich auf die Amazon-Seite und stellte fest, dass mein Passwort, keineswegs wie angekündigt, deaktiviert ist. Der Eingang zu Amazon stand von meiner Seite scheunentorweit offen. Am 8.4. Erhob ich schriftlich und per Einschreiben mit Rückschein Einspruch bei Arvato gegen die Forderungen, noch nicht wissend, dass der nächste Hammer am 9.4. eintrudelt, eine neue Zahlungsaufforderung von Arvato, nun über einen dreistelligen Betrag.
    Wieder Anruf bei Amazon und der Herr in der Leitung sagte, er sei von Arvato und er würde meine Mahnung stoppen. Er machte einen ganz vernünftigen und kompetenten Eindruck. Er würde meine Beschwerde an die Betrugsabteilung von Amazon weiterleiten, von Amazon müsse das Problem, das er offenbar kannte, behoben werden. Nun frage ich mich aber, wie gelange ich an einen Mitarbeiter von Arvato, wenn ich Amazon anrufe. Wobei die angezeigte Telefonnummer exakt dieselbe war wie bei meinem ersten Anruf: 003531234.
    Das ließ mir keine Ruhe und ich schrieb nun eine Mail an Amazon mit etwa demselben Wortlaut wie mein Schrieb hier. Die Antwort schlägt dem Fass den Boden aus: „…Ich habe den Vorgang soeben überprüft. Die Bestellung scheint von einem befugten Benutzer getätigt worden zu sein, der Ihre Adressdaten als Rechnungsadresse angegeben hat. Leider kann ich Ihnen aus Datenschutzgründen keine Angaben zu der getätigten Bestellung geben. Bitte fragen Sie bei Familienangehörigen, Bekannten, Arbeitskollegen, Mitbewohnern nach, ob eine Bestellung mit Ihren Adressdaten aufgegeben wurde. Habe den Besteller aber soeben über Ihre Anfrage informiert und ihn gebeten, den Vorgang in den nächsten Tagen direkt mit Ihnen zu klären.“
    Ich bin sprachlos! Haben die noch nicht begriffen was da abgeht? Den Kriminellen schützt der Datenschutz, aber er wird ja so freundlich sein und sich bei mir entschuldigen, er hat ja nun auch noch meine E-Mail-Adresse von Amazon bekommen.
    Liebe Leute, gibt es eigentlich schon Erfolgsmeldungen? Schöne Ostergrüße an alle Betroffenen. Haltet die Hasenohren steif!

    Antworten
    • Ich hatte vor Ostern eine angebliche Monatsabrechnung plus Verzugsgebühr bekommen.
      Tel keine Verbindung möglich.

      Per Mail angeschrieben, als Antwort erhielt ich nur, ich soll mich gedulden. Wenn sie sich nicht melden, wäre es erledigt.

      Ich schrieb zurück, dass ich eine schriftl Bestätigung wünsche, da ich nicht per Rechnung bestellt habe, und auch nichts offen ist.

      Wieder von jemand anderen eine Mail erhalten, sie hätten es weitergeleitet. Nun nach Tagen habe ich sngefragt, weil keine Nachricht kam. Wieder als Antwort erhalten, Geduld, wenn sie sich nicht melden, wäre es erledigt.

      Ich bin so langsam verzweifelt…

      Antworten
      • Ging mir auch so. Ich bin kein Amazon-Kunde und hatte zu meiner Überraschung plötzlich zwei Mahnungen im Briefkasten (total ca. CHF 180.–).
        Vor Ostern Mail geschrieben, an [email protected]… und an die E-Mail-Adresse, welche im Mahnungsbrief steht. Rückantwort kam, dass es weitergeleitet wurde und innerhalb von 48h geantwortet wird und man sich gedulden müsse.

        Eine Woche gewartet, neuer Anlauf: telefonisch niemand erreicht (weder Schweizer noch Deutsche Zentrale), nochmals E-Mail geschrieben, nochmals diesselbe Antwort. Parallel dazu flatterte die 2. Mahnung der beiden Rechnung ein…

        Frage: soll ich ohne Rückantwort von Amazon jetzt schon Strafanzeige einreichen? So langsam läuft die Zeit davon…

        Antworten
    • Ergänzung bzw. neue Erfahrungen zu meinem Kommentar vom 11. April:
      Der Eingang meines Einschreibens an Arvato wurde am 14.04. bestätigt. Eine Woche hatte ich Ruhe, heute, 22.04. eine Zahlungsaufforderung von Infoscore Forderungsmanagement über mehr als 80 Euro. Wie der Betrag zustandekommt wird nicht erläutert, denn ich habe von Arvato vorher keine Mahnung erhalten. Entweder ist es ein weiterer Fake-Rechnungsbetrag, oder es wurde auf die letzte Mahnung von Arvato fast 50% aufgeschlagen. Jedenfalls hat Arvato und schon gar nicht Amazon etwas gegen diesen Betrug unternommen.
      Heute Anruf bei Arvato. Furchtbar schlechte Tonqualität wie bei meinem Anruf am 09.04.! Der freundliche Herr nannte mir nach Angabe meiner Post-Adresse meine bzw. eine e-mail-Adresse, die dort vermerkt sei. Sie enthielt wohl meinen Namen, ist aber nicht meine e-mail-Adr. Also hat da jemand mit meiner Postadresse sich eine e-mail-Adr. gebastelt und sich damit bei Amazon angemeldet und die schicken mir die Rechnungen. Wenn das so einfach geht, ist das ein Skandal. Der freundliche Herr wollte noch das Aktenzeichen meiner polizeilichen Anzeige, hab ich ihm gegeben. Gut (oder nicht gut) er würde meinen Fall der Betrugsabteilung melden, ich würde innerhalb von 24 Stunden per e-mail Antwort bekommen und das Inkasso-Schreiben könne ich ignorieren.
      Nun bin ich gespannt, was sich als Nächstes tut oder nicht tut.

      Antworten
      • Hall und vielen Dank für Ihren Kommentar.

        Leider erleben wir durch Erfahrungsberichte und Kommentare immer wieder, wie Mitarbeiter von Amazon am Telefon Aussagen treffen, die am Ende nicht zutreffen. Das Schreiben von infoscore dürfen Sie nicht ignorieren. Amazon/Arvato hat die Beitreibung der offenen Rechnung an das Inkassobüro abgegeben. Die werden ihre Maßnahmen durchziehen. Unserer Erfahrung nach sind schon viele Meldungen an die Betrugsabteilung bei Amazon/Arvato gegangen. Aber scheinbar kommunizieren die nicht mit infoscore. Rufen Sie dort an und geben Sie das polizeiliche Aktenzeichen durch. Dann ruht der Inkassovorgang und neue Ermittlungen müssen von infoscore angestrengt werden.

        Viele Grüße aus der Redaktion,
        T.S.

        Antworten
  12. Habe heute vom Inkassobüro Arvato auch ein Schreiben bekommen. Für die Monatsabrechnung Februar sollte ein Betrag von 77,99 EUR nicht bezahlt worden sein. Ich habe direkt beim Inkassobüro angerufen (vorbildlich eine kostenfreie 0800-er Telefonnummer unten auf dem Schreiben) und die sehr freundliche Dame am Telefon konnte sehr schnell feststellen, dass es sich in diesem Fall um einen Datenmissbrauch handelt. Sie hat das Mahnverfahren direkt gestoppt und ein internes Schreiben an die Betrugsabteilung erstellt. Sie sagte mir, dass es sehr wichtig ist schnell zu reagieren, dann können die das Verfahren schnell stoppen. Je länger man wartet desto schwieriger wird es.

    Ganz grosses Lob an die Sachbearbeiterin bei Arvato!!

    Antworten
  13. Mein Mann hat die letzten zwei Tage auch zwei. Mahnungen bekommen. Ein Anruf bei Avarto war nicht sehr erfolgreich, sie verwiesen uns bei Amazon anzurufen. Der Herr war sehr freundlich und wir haben eine E-Mail bekommen mit Bestätigung das keine Forderungen von Seiten Amazon offen sind. Wir wärmsten trotzdem Anzeige wegen Datenmissbrauch erstatten.
    Vielen Danke für die vielen Tips und Erfahrungen!

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