Neue Masche: Falsche Polizisten übernehmen Notrufzentrale (Gesprächsmitschnitt)


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Betrüger treten immer wieder als falsche Polizisten auf. Doch sie haben es mittlerweile schwerer neue Opfer zu finden. Eine alte Betrugsmasche wurde von den Kriminellen nun „weiterentwickelt“. Wie die Betrüger neuerdings vorgehen, erklären wir Ihnen in unserer Warnung.

Immer wieder warnt die echte Polizei vor den Trickbetrügern, die sich als falsche Polizisten ausgeben. Auch wir haben bereits mehrfach über diverse Betrugsmasche berichtet. In unserem Sammelartikel „Warnung: Falsche Polizisten rufen an – Die Maschen im Überblick“, finden Sie mehrere Vorgehensweisen im Überblick. Außerdem haben wir über einen Fall berichtet, bei dem die Kriminellen ihre Opfer unter Druck setzen und verängstigen.

Unter diversen Vorwänden versuchen Betrüger am Telefon Informationen über Vermögensbestände zu erhalten und die getäuschten Anrufer letztlich zu Transferleistungen verschiedenster Art zu bewegen. Eine Masche, die der echten Polizei hierzulande bereits hinlänglich bekannt ist. Durch die vielen Warnungen fällt es den Betrügern schwere, neue Opfer zu finden. Aber auch die Kriminellen lassen sich neue Maschen einfallen oder entwickeln bestehende Tricks weiter.

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Wie funktioniert die neue Masche?

Durch die vielen Warnungen und die Aufklärung über die Betrugsmaschen, haben die Kriminellen immer mehr Probleme, neue Opfer zu finden. Das freut uns und ärgert die Betrüger. Allerdings lernen auch die Kriminellen dazu und nutzen die Tips und Hinweise zum richtigen Verhalten aus, um diese für ihre Zwecke auszunutzen. Ein Hinweis ist, die Polizei per Notruf 110 über den Anruf eines mutmaßlichen Betrügers zu informieren. Damit sollte der Schwindel schnell auffliegen und einen Betrug unmöglich machen.

Kriminelle machen sich diesen Hinweis nun zu Nutze. Bei Ihren betrügerischen Anrufen geben sie sich wie üblich als echte Polizisten aus. Im Gespräch wird natürlich das Vertrauen vom Opfer aufgebaut. Vermutlich bestärken die Betrüger noch  die bestehenden Bedenken, ob tatsächlich die echte Polizei am anderen Ende ist.

Im Gespräch fordern die Betrüger dann Ihre Opfer auf, sich die Echtheit des Anrufes über die Notrufzentrale bestätigen zu lassen. An dieser Stelle nutzen die Betrüger die Unwissenheit der meist lebensälteren Opfer aus. Sie werden aufgefordert, noch während des Telefonates die 110 zu wählen.

Kriminelle übernehmen die Notrufzentrale

Ein weiteres Telefonat, während eines Anrufes zu starten, ist technisch möglich. Das klappt nur mit einer sogenannten Konferenzschaltung. Hierbei können sich alle Teilnehmer hören und miteinander reden. Es ist auch möglich, ein Telefonat zu halten und einen weiteren Anruf zu tätigen. Hierbei können nur die beiden aktiven Gesprächspartner miteinander kommunizieren. Der Dritte ist derweil in der Warteschleife. Diese Funktionen werden die Kriminellen nicht nutzen, denn dann kann das potenzielle Opfer mit der echten Polizei telefonieren und der Schwindel fliegt auf.

Die Betrüger fordern ihre Opfer auf, während des laufenden Telefonates die 110 zu wählen. Technisch gesehen passiert nach der Eingabe der drei Ziffern nichts. Es wird nur der Ton des Mehrfrequenzwählverfahrens (MFV) für die jeweilige Ziffer zu hören sein. Die Betrüger allerdings, meist sind sie dabei zu zweit, gaukeln einen Anruf bei der Notrufzentrale vor. Vermutlich wird durch das Abspielen eines Ruftones der ausgehende Anruf vorgetäuscht. Nach mehrmaligem „Klingeln“ übernimmt der zweite Betrüger das immer noch laufende erste Gespräch und meldet sich als Notrufzentrale.

 

Der erste Betrüger ist natürlich während dieses Gespräches leise. Der falsche Polizist aus der fingierten Notrufzentrale wird dem Opfer natürlich bestätigen, dass der Anrufer  ein echter Polizeibeamter ist. Damit ist der Schwindel perfekt. Die falsche Notrufzentrale verabschiedet sich, ein Ton des Auflegens wird eingespielt und der erste Betrüger übernimmt wieder das Gespräch oder ruft erneut an. Das Opfer, das sich ja augenscheinlich bei der echten Polizei von der Seriosität überzeugt hat, wird nun auf das weitere Gespräch eingehen und die Forderungen der Kriminellen bereitwillig erfüllen.


Wie können Sie sich vor dem Betrug schützen?

Neben der Aufklärung, die sehr wichtig ist, gibt es noch ein paar Dinge, die Sie beachten können. Wie schon erwähnt, werden von den Betrügern vorwiegend ältere Menschen zum Opfer der Betrüger. Sie kennen sich meist mit der neuen Technik nicht so aus und sind zudem oft leichtgläubig. Das zeigen auch die vielen Berichte über den Betrug mit dem Enkeltrick, bei dem Senioren regelmäßig viel Geld verlieren.

Sprechen Sie also in der Familie oder im Kreis Ihrer Bekannten über solche Maschen. Bieten Sie Ihre Hilfe an. Um nicht selbst Opfer dieser Masche zu werden sollten Sie vor dem Anruf der 110 immer erst auflegen oder das Telefonat per Taste beenden. Als Alternative können Sie auch ein zweites Gerät nehmen, um den Notruf zu wählen. Erst dann sind Sie sicher, dass Sie auch tatsächlich die echte Polizei an Ohr haben.


Haben Sie das schon gesehen?

Ihre Meinung ist gefragt

An dieser Stelle ist Ihre Meinung gefragt. Kennen Sie jemanden der auf diese Masche hereingefallen ist oder sind Sie selbst zum Opfer geworden? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit dieser oder einer anderen Betrugsmasche mit falschen Polizisten in einem Kommentar unter dem Artikel. Damit helfen Sie uns und unseren Lesern, nicht auf die Masche hereinzufallen. Sie können uns auch eine E-Mail an kontakt@verbraucherschutz.com schicken.

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