Zed Germany GmbH: Plötzliche SMS und hohe Kosten – Marktwächter warnen


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Immer noch sind unerwartete Kosten auf der Mobilfunkrechnung durch Drittanbieter ein großes Thema bei den Verbrauchern. Besonders viele Beschwerden gibt es aktuell über den Drittanbieter Zed Germany GmbH. Warum? Das erfahren Sie im Artikel.

Plötzlich erhalten Sie eine SMS aus heiterem Himmel, in der Sie über den Kauf von Unterhaltungsprodukten, Community Services für Mobiltelefone und das Internet beim Anbieter ZED informiert werden. Wie diese Leistung zustande gekommen ist, ist allerdings völlig unklar und geht auch aus der SMS nicht hervor. Ebensowenig wird deutlich, dass es sich bei ZED um einen Drittanbieter handelt, bei dem das ABO auf der Mobilfunkrechnung auftaucht.

Aktuell liegen laut marktwächter.de dem Marktwächter-Team aus der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zahlreiche Beschwerden zur Zed Germany GmbH aus ganz Deutschland vor. Dabei scheinen Kunden von Vodafone besonders stark betroffen zu sein.

Drittanbieter-Abofallen sind nach wie vor ein Thema

In den vergangenen Jahren gingen laut marktwächter.de zahlreiche Beschwerden zu Betrügereien durch Drittanbieter im Frühwarnnetzwerk der Verbraucherzentrale ein. Diese wurde ausgewertet und dabei strukturelle Schwächen am Telekommunikationsmarkt aufgedeckt. So äußert sich Tom Janneck, Teamleiter Marktwächter Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wie folgt:

Drittanbieter-Abofallen sind nach wie vor ein Verbraucherproblem im Telekommunikationsmarkt. Allein über die Zed Germany GmbH beschweren sich seit Monaten fortlaufend Verbraucherinnen und Verbraucher aus allen Bundesländern.

Es gibt aber mittlerweile eine Regelung, wonach sich der Telefonanbieter bei Reklamationen zu Drittanbietern kümmern muss. Onlinewarnungen hat zu dem Gerichtsurteil berichtet. Auch die Recherchen des Marktwächter-Teams zeigen, dass es mittlerweile einige Telekommunikationsunternehmen gibt, die sich um die Beschwerden kümmern und das abgebuchte Geld an die Verbraucher zurückzahlen. Aber zuvor wird das Geld eben erst einmal abgebucht, oft ohne das Wissen der Verbraucher. Es gibt auch von Seiten der Netzbetreiber Maßnahmen, die den Verbraucher besser schützen sollen. Beispielsweise gibt es eine automatische Weiterleitung auf eine gekennzeichnete Bezahlseite. Janneck meint dazu:

Allerdings gibt es bisher keine verbindlichen Regeln, wann und wie diese technische Maßnahme eingesetzt wird – ein Basisschutz ist aktuell also noch immer nicht gegeben.

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Besser wären voreingestellte Drittanbietersperren

Deswegen gibt es die Meinung, dass die Drittanbietersperre voreingestellt sein sollte. Und diese erst auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers pauschal oder selektiv aufgehoben wird. Verbraucher sollen demnach selber entscheiden, welche Dienste sie auf dem Handy nutzen und freischalten möchten. Aktuell wird die Drittanbietersperre meist erst aktiviert, wenn Sie bereits unberechtigte Rechnungen gemeldet haben.

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Eine Drittanbietersperre schützt Sie vor Abzocke auf dem Smartphone (Quelle: pixabay.com/geralt)

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Unberechtigte Forderungen sollten Sie melden. Marktwächter stellt dafür ein Formular zur Verfügung, in welchem Sie Ihre Beschwerde mitteilen können. Alternativ wenden Sie sich an die nächste Beratungsstelle der Verbraucherzentrale.

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