Nach Promi- und Politik-Hack: Empfehlungen zum Schutz vor Datendiebstählen


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Wieder einmal ist es passiert, dass Hacker an personenbezogene Daten von Politikern und Prominenten gelangt sind und das trotz vermeintlich sicherer Verwahrung. Sind unsere Daten überhaupt noch irgendwo sicher? Diese Frage stellen sich Internetnutzer immer wieder. Und tatsächlich gibt es einige Maßnahmen, die einen Datendiebstahl verhindern können.

Wir haben in der Vergangenheit bereits über den Datendiebstahl und die anschließende Veröffentlichung der sensiblen Informationen berichtet. Über einen Twitter-Account wurden massenweise persönliche Daten und Dokumente von Prominenten, Journalisten und Politikern auf Bundes- und Landesebene im Internet veröffentlicht. Unter den betroffenen Daten befinden sich Handynummern, Adressen, teilweise Personalausweise, Chats, Briefe, Rechnungen und Kreditkarteninformationen.

Natürlich hat das nicht nur die betroffenen Personen wach gerüttelt, sondern gefühlt ganz Deutschland. Schließlich kamen hier womöglich auch Daten von Unbeteiligten in Umlauf, die mit den gehackten Personen in Kontakt standen. Schnell kam der Ruf nach mehr Sicherheit. Am besten sollte das die Politik regeln. Das ist immer so schön unkonkret.

Hacker-Angriffe sind keine Ausnahme. Sehen Sie sich an, wo es in letzter Zeit ebenfalls zu einem Datendiebstahl kam. 

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Auch Privatpersonen sind im Visier

Unsere persönlichen Daten sind sensibel und genauso schützenswert, wie unser materieller Besitz. Besonders jetzt, nachdem es wieder einen Vorfall von hunderten gestohlenen Datensätzen gibt, rückt die Thematik erneut in den Vordergrund. Doch auch, wenn es sich im aktuellen Fall um die Daten von Prominenten und Politikern handelt, heißt das nicht, dass Privatpersonen für Hacker nicht interessant sind. Nur zu oft hören wir Sätze wie „Wer interessiert sich denn für meine Daten?“ oder „Bei mir gibt es doch nichts zu holen“. Doch immer wieder kommt es vor, dass Kreditkarten- und Bankdaten sowie Namen und Adressen für betrügerische Zwecke missbraucht werden. Deswegen gilt es, sich auch als Privatperson so gut wie nur möglich davor zu schützen.

Mit den richtigen gestohlenen Daten können Kriminelle bei jedem Verbraucher viel Schaden anrichten. Die Bandbreite reicht von Erpressung über das Abräumen des Bankkontos bis zu Bestellungen auf fremde Namen und fremde Rechnung.

Doch genau genommen können wir selbst viel dazu beitragen, dass sensible Daten nicht gehackt werden können. Das geht ganz einfach, indem wir so wenig wie möglich online in der Cloud speichern. Jeder Einzelne sollte überlegen, ob er das Foto oder das Dokument wirklich online speichern muss. Vielleicht tut es auch der heimische PC oder gar die gute alte DVD. Und das was unvermeidbar online ist, müssen wir so gut wie möglich schützen. Dafür hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) jetzt ganz einfache und allgemeine Empfehlungen herausgegeben, die wir Ihnen nachfolgend an die Hand geben.

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Sichere Passwörter

Internetnutzer kommen nicht umhin, sich auf verschiedenen Webseiten Benutzerkonten anzulegen, wenn sie deren Services nutzen möchten. Das A und O für einen sicheren Account ist ein starkes Passwort. Ein starkes Passwort erfüllt verschiedene Kriterien. Im Idealfall sollten Sie sich Passwörter gut merken können und keinesfalls irgendwo notieren. Darüber hinaus sollte sie nicht zu kurz sein und Sie sollten nicht in jedem Benutzerkonto das gleiche Kennwort verwenden. Denn kommt es dazu, dass eines Ihrer Benutzerkonten geknackt wird, haben Betrüger so möglicherweise Zugang zu allen Ihren Accounts. Sie sollten die Kennwortsicherheit bei jeder Registrierung ernst nehmen, auch dann, wenn Sie weder Adresse noch Bankdaten hinterlegen. Oft reicht schon Ihre E-Mail-Adresse aus, um damit betrügerischen Aktivitäten nachzugehen. Auf Onlinewarnungen.de finden Sie einen Ratgeber für sichere Passwörter.

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Phishing-Mails

Eine übliche Betrugsmasche ist der Einsatz von sogenannten Phishing-Mails. Hier bekommen Sie E-Mails an Ihr Postfach geschickt, die von vermeintlichen Firmen stammen, bei denen Sie registriert sind. In den Mails werden Sie gebeten, Änderungen an gewissen Einstellungen Ihres Benutzerkontos vorzunehmen und in diesem Zusammenhang Ihre Zugangsdaten einzugeben. Da es sich aber um eine gefälschte Website handelt, gelangen Betrüger so spielend leicht an Zugangsdaten, die sie im Anschluss für ihre Zwecke missbrauchen können. Achten Sie deswegen ganz genau auf den Absender der entsprechenden Mails und kontaktieren Sie bei Unsicherheiten am besten den Kundenservice des entsprechenden Unternehmens. Die nachgestellten Webseiten sehen oftmals täuschend echt aus. Weitere Informationen zum Thema Phishing und Spam haben wir Ihnen in nachfolgenden Ratgebern zusammengestellt.


Machen Sie Updates

Betriebssysteme und Software werden von ihren Herstellern mit regelmäßigen Updates versorgt. Diese Updates bringen Ihnen nicht nur neue Funktionen, sondern schließen auch wichtige Sicherheitslücken. Für eine sichere Internetnutzung ist es unabdingbar, dass Sie die angebotenen Updates für Ihre Computer und Mobilgeräte regelmäßig durchführen.

Verschlüsselung Ihrer Daten

Auch der Verkehr von Nachrichten und E-Mails sowie der Online-Speicher in Clouds sind häufige Zielscheiben für Betrüger und Hacker. Sie können sich schützen, indem Sie auf die Verwendung von Sicherheitszertifikaten und Verschlüsselung achten. Nachrichtendienste und Clouds, die eine solche Sicherheit nicht anbieten, sollten Sie Ihrer Datensicherheit zuliebe meiden.


Zwei-Faktor-Authentifizierung ist Pflicht

Leider sind auch heute noch viele Onlinekonten nur mit einem recht unsicheren Passwortschutz gesichert. Das ist heute nicht mehr zeitgemäß. Achten Sie bei möglichst allen Onlinekonten darauf, dass Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Haben Sie das getan, ist es für Hacker deutlich schwieriger einzudringen. Phishing-Angriffe sind dann ebenfalls nahezu unmöglich. In unserer Übersicht zur Zwei-Faktor-Authentifizierung finden Sie die Onlinedienste mit zusätzlicher Sicherheitsstufe.

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