YouTube: Gefährliche Videos und Challenges sind verboten


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Google hat die Nutzungsbedingungen für sein Videoportal YouTube angepasst. Demnach sind zukünftig vor allem gefährliche Videos verboten, die für Kinder und Jugendliche im schlimmsten Fall tödlich enden können. Wir erklären, was zukünftig bei YouTube anders laufen soll.

Das Fernsehen und besonders das „Privatfernsehen“ im Internet, auch YouTube genannt, bietet jedem die Möglichkeit, seinen persönlichen Quatsch der ganzen Welt in voller Länge rund um die Uhr vorzustellen. Immer wieder werden spektakuläre Aktivitäten von Angehörigen der jüngeren Generation online gestellt, die den Charakter einer besonderen Prüfung oder Anforderung haben, auf Englisch „Challange“. Traditionell gehören wohl auch besondere sportliche Aktivitäten wie das Neujahrsschwimmen in der eisigen Moskwa in diese Kategorie. Und alles, bei dem der Fernsehmoderator am späten Abend den noch ansprechbaren Zuschauern rät: „Kinder, bitte nicht nachmachen!“.

Aber auf YouTube muss noch ein extremer Nervenkitzel hinzukommen, oder der Sport muss besonders abgedreht, komisch, extravagant sein, um „geliked“ oder abonniert zu werden. Und Feedback bedeutet Einnahmen, also immer schriller, spektakulärer und oft auch riskanter. Und genau hier setzen die neuen YouTube-Regeln an, denn in der Vergangenheit ist es bei Challenges zu schweren gesundheitlichen Folgen und sogar Todesfällen gekommen.

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Videos mit zukünftig verbotenen Inhalten

In einer Einkaufszone wurden Passanten durch die Detonation eines Sprengsatzes in Angst und Schrecken versetzt, das Ganze wurde gefilmt und bei YouTube eingestellt. Es handelte sich allerdings um einen Feuerwerkskörper, dennoch wurden die umstehenden Personen psychisch erheblich belastet.

Offensichtlich ist bei einigen Zeitgenossen das Gespür für den Anderen verloren gegangen, sogar der Respekt vor der eigenen Person und der eigenen Unversehrtheit. In diesen Bereich gehören auch tödlich endende Klimmzüge auf einem Wolkenkratzer und das bekannte S—Bahn-Surfen.

Durch das Veröffentlichen der Videos auf YouTube finden solche Aktionen weite Verbreitung, und eine Gefährdung besonders Minderjähriger und Jugendlicher durch YouTube-Videos ist nicht auszuschließen. Deshalb musste das Internet-Portal über kurz oder lang reagieren. Die Nutzungsbedingungen wurden jetzt aktualisiert, und in den Richtlinien für die YouTube-Community heißt es nun:

Herausforderungen, bei denen ein Todesrisiko besteht, sind auf YouTube verboten. Inhalte, bei denen ein Kind an gefährlichen Herausforderungen teilnimmt, die ein unmittelbares Verletzungsrisiko darstellen, sind ebenfalls verboten.
Wir erlauben auch keine Streiche, bei denen Opfer glauben, dass sie in Gefahr sind, oder Streiche, die echten körperlichen Schaden verursachen können. Gefährliche oder missbräuchliche Streiche, die bei Kindern zu emotionalem Stress führen können, sind ebenfalls verboten.

Richtlinien zu schädlichen oder gefährlichen Inhalten von YouTube am 28.01.2019

Und weiter wird ausgeführt, dass auch sogenannte Pranks, zu Deutsch Streiche, die Personen stressen oder herabwürdigen, auch und weil sie einschließlich der Reaktionen der Opfer veröffentlicht werden, in Zukunft bei YouTube nicht mehr veröffentlicht werden können:

Zu den Videos, durch die unserer Meinung nach gefährliche oder illegale Handlungen gefördert werden, zählen beispielsweise:

  • Anleitungen zum Bombenbau
  • Herausforderungen, die Handlungen fördern, bei denen die Gefahr schwerer körperlicher Verletzungen besteht
  • Streiche, bei denen die Opfer glauben, dass sie in Gefahr sind
  • Streiche, die Kindern emotionalen Stress bereiten
  • Drogenkonsum
  • Andere Handlungen, die zu schweren Verletzungen führen können.
Richtlinien zu schädlichen oder gefährlichen Inhalten von YouTube am 28.01.2019

Man kann nur hoffen, dass sich diese menschenverachtenden Pranks und Challenges damit erledigt haben, sofern sie nicht an anderer Stelle des Internets wieder auftauchen. Auch wenn der Selbsthass und der versteckte Hass in anderer Form immer wieder einen Ausdruck suchen und finden, auf YouTube ist es damit wohl – zum Glück – erst mal vorbei.

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